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Inflation

Der Verbraucherpreisindex – ermittelt vom Statistischen Bundesamt Deutschland – gibt die durchschnittliche Entwicklung der Verbraucherpreise, also deren Teuerung an. Diese Teuerung wird als Teuerungsrate oder Inflation bezeichnet und muss sich immer auf zwei Werte beziehen. Üblich ist hier ein Monats- oder Jahreswert im Vergleich zum Vormonats- oder Vorjahreswert. In unseren nachfolgenden Statistiken beziehen wir uns immer auf die Veränderung zum Vorjahresmonat.

Statistik: Inflation (Teuerungsrate) gesamt als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat

Definition von Inflation

Das Gabler Kompakt-Lexikon „Bank und Börse“ definiert Inflation als „Geldentwertung durch Anstieg des Preisniveaus und damit verbundenem Sinken der Kaufkraft“. Sie gibt also bei positiven Werten an, um wie viel die Kaufkraft einer nominalen Geldmenge durch den Anstieg eines definierten Preisniveaus abnimmt und umgekehrt bei negativen Werten, um wie viel die Kaufkraft einer nominalen Geldmenge durch das Sinken eines definierten Preisniveaus steigt.

Messung der Inflation

Gemessen wird die Inflation durch so genannte Preisindizes. Diese zeichnen die Entwicklung einer Reihe von Einzelpreisen im Zeitverlauf auf und die prozentuale Veränderung eines solchen Preisindizes zwischen zwei Zeitpunkten gibt die Inflationsrate für diesen Zeitraum an.

Arten von Inflation

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Inflation: die Kostendruckinflation und die Nachfragesoginflation.

  • Kostendruckinflation
    Bei der Kostendruckinflation entsteht der Anstieg des Preisniveaus durch die Verteuerung von Produktionsfaktoren, wie etwa Rohstoffen oder Hilfs- und Betriebsmitteln. Ist eine Volkswirtschaft Nettoimporteur, importiert sie also von diesen Produktionsfaktoren mehr als sie exportiert, so spricht man von einer importierten Inflation. Die steigenden Preise für die Produktionsfaktoren sorgen dafür, dass die Preise der damit hergestellten Produkte und Dienstleistungen ebenfalls steigen. Derartige Preissteigerungen, die durch steigende Kosten der Produktionsfaktoren bedingt sind, können aber nur dann durchgesetzt werden, wenn seitens der Zentralbank die Geldmenge ebenfalls entsprechend ausgeweitet wird, damit mit dem Mehr an Geld das Mehr an Preis bezahlt werden kann. Ganz besonders deutlich ist die Kostendruckinflation seit einigen Jahren im Bereich der Rohstoffe und Nahrungsmittel zu beobachten. Wie die Wirtschaftswoche in ihrer Ausgabe Nr. 21 2008 veröffentlicht, schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF), dass alleine im Zeitraum von 2005 bis 2008 die durchschnittlichen Preise für Nahrungsmittel um rund 50 Prozent zugelegt haben.
  • Nachfragesoginflation
    Wie der Name schon sagt, resultiert diese Art der Inflation aus dem Preissog, den das Wachstum einer Volkswirtschaft nach sich zieht, wenn dieses stärker ausfällt als das Wachstum der benötigten Produktionsmöglichkeiten. Der durch die Inflationsrate gemessene Preisanstieg bewirkt in diesem Fall einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Auslöser für eine solche Nachfragesoginflation kann sein, dass eine Zentralbank der Volkswirtschaft mehr Geld zur Verfügung stellt, als diese zur Erweiterung der Produktionsmöglichkeiten erforderlich ist. Das verfügbare, aber nicht dafür eingesetzte Geld, bewirkt dann in Form einer steigenden Güter- und Dienstleistungsnachfrage steigende Preise. Zusammenfassend entsteht eine Nachfragesoginflation also wie folgt: Wachstum der Volkswirtschaft > Wachstum der Produktionsmöglichkeiten und Wachstum der zur Verfügung stehenden Geldmenge > zur Finanzierung der Ausweitung der Produktionsfaktoren benötigte Geldmenge.

Inflation ist wichtiges Kriterium für Anlageentscheidungen

Für Sparer und Anleger hat die Inflation (Teuerungsrate) eine immense Bedeutung hinsichtlich der mit einer Anlage- oder Sparform erzielbaren Nettorendite und somit der Sinnhaftigkeit einer Investition. Weitere Ausführungen zum Thema Inflation bietet Ihnen unser Ratgeber hier.
Unser Ratgeber zum Thema „Bruttorendite und Nettorendite“ zeigt Ihnen was passiert, wenn die Inflation zuzüglich der abzuführenden Steuern bei einer Geldanlage oberhalb der Bruttorendite liegt: der Realzins wird negativ und obwohl sein Vermögen wächst, verringert sich die Kaufkraft desselben. Der Anleger verliert also an realer Kaufkraft.

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Inflation der Einzelhandelspreise als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat

Inflation gewerblicher Produkte als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat

Inflation der Großhandelsverkaufspreise als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat

Inflation der Einfuhrpreise (Außenhandelspreise) als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat

Inflation der Ausfuhrpreise (Außenhandelspreise) als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat

Frage & Antworten

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