Geldvermögen
Das Geldvermögen bezeichnet den Bestand an Bar- und direkt verfügbaren Buchgeld (zum Beispiel kurzfristige Anlagen bei Kreditinstituten), über den eine bestimmte Wirtschaftseinheit verfügt.
Innerhalb der Betriebswirtschaftslehre wird das Geldvermögen im Unterschied zu dem anderen Aktivvermögen durch einen höheren Grad an Liquidität definiert. Bei der Bilanzanalyse eines Unternehmens wird die Berechnung des Geldvermögens als Grundlage für die Bewertung der allgemeinen Liquidität herangezogen.
Das bereinigte Netto-Geldvermögen ist der Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten.
Das Geldvermögen in privaten Haushalten
Die Deutsche Bundesbank ermittelt im Rahmen der Finanzierungsrechnung das gesamte Geldvermögen der privaten Haushalte. Diese Berechnungen fließen in das System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) mit ein.
Das statistische Bundesamt ermittelt ebenfalls durch Einkommens- und Verbrauchstichproben die ungefähre Höhe und die Entwicklung des Geldvermögens in privaten Haushalten.
Im Mai 2011 veröffentlichte die Bundesbank ihre neuesten Berechnungen über das private Geldvermögen in Deutschland. Die Deutsche Bundesbank legte einen neuen Rekord von privatem Vermögen offen: Den deutschen Sparern gehören insgesamt rund 4,933 Billionen Euro! Diese Summe setzt sich aus Bargeld, Aktien und Bankeinlagen zusammen. Soviel Geld hatten die deutschen Sparer noch nie “auf der hohen Kante”!
Das größte Plus wurde beim Bargeld und den Bankeinlagen errechnet. Hier sind es Netto rund plus 80 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Einen Zuwachs von 63 Millionen Euro gab es durch die Ansprüche der privaten Haushalte gegenüber den Versicherungen. Die privaten Anleger mehrten auch den Umfang ihrer Finanzen durch hohe Kursgewinne bei den bereits gehaltenen Wertpapieren. Fast 80 Milliarden Euro haben die privaten Anleger durch Aktien im letzten Jahr hinzu gewonnen.
Geldvermögen der deutschen Privathaushalte
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Quelle: Bundesbank.de
