1,40% p.a.



Wie erfolgt die Zinsberechnung beim Tagesgeld?

 

Tagesgeldzinsen berechnen

Für die Berechnung der Tagesgeldzinsen stehen Banken mehrere Methoden zur Verfügung. Sie unterscheiden sich darin, von wie vielen Tagen pro Monat und pro Jahr ausgegangen wird. Für Tagesgeld gilt in der Regel: Die Berechnung erfolgt weitgehend taggenau, wobei sämtliche Einzahlungen, Überweisungen auf das Referenzkonto, Zinsstaffeln und Bonuszinsen berücksichtigt werden. Die Gutschrift erfolgt allerdings immer nur gemäß dem vereinbarten Zinsturnus: monatlich, vierteljährlich oder jährlich.

Berechnungsmethoden

Der Zins pro Tag orientiert sich dabei an der Berechnungsmethode, den die Bank zugrunde legt. Durchgesetzt hat sich – zumindest bei den meisten deutschen Banken – die sogenannte „Deutsche Methode“. Sie basiert auf der Annahme, dass ein Jahr 360 und jeder der zwölf Monate 30 Tage hat. Dementsprechend lautet die Kurzform 30/360. Daneben existieren drei weitere Formeln: act/360 (Eurozinsmethode), act/365 (englische Zinsmethode) und act/act (taggenaue Zinsmethode) – wobei act abgekürzt für „actual“ steht. In dem Fall wird von der tatsächlichen Zahl der Tage pro Monat, im Januar zum Beispiel 31, und/oder der Tage im Jahr ausgegangen.

Zinsberechnung beim Tagesgeld

Doch wie werden die Zinsen jetzt genau berechnet? Dazu ein Beispiel: Der Kunde legt 5.000 Euro an, stockt nach 15 Tagen um 300 Euro auf und zahlt nach weiteren sechs Tagen nochmals 1.000 Euro ein. Der Zinssatz während der ersten 32 Tage beläuft sich auf 2,00 Prozent p.a. und wird dann auf 2,10 Prozent p.a. angehoben. Der Berechnung liegt folgende Formel zugrunde – ausgehend davon, dass die Bank nach act/act-Methode arbeitet und das Jahr 365 Tage hat:

(Anlagebetrag * Zinssatz * Tage) / (365 * 100)

 

Laufzeit in Tagen Anlagebetrag Formel Zinsgewinn
15 5.000,00 Euro 5000*2*15/365*100 4,11 Euro
6 5.300,00 Euro 5300*2*6/365*100 1,74 Euro
11 6.300,00 Euro 6300*2*11/365*100 3,80 Euro
31 6.300,00 Euro 6300*2,1*31/356*100 11,24 Euro
Zinsgewinn nach 63 Tagen 20,89 Euro

Zinsintervalle beim Tagesgeld

Zusätzlich zur Berechnungsmethode kommt es beim Tagesgeld auch auf den Zinsturnus an, wie sich das Kapital entwickelt. Beim Tagesgeld haben sich drei Varianten durchgesetzt. Die Zinsen werden entweder nur am Ende des Jahres gutgeschrieben, vierteljährlich oder monatlich. Je öfter eine Zinsgutschrift erfolgt, desto besser für den Kunden. Denn die Zinsen werden im Laufe der Zeit mit verzinst und sorgen auf diese Weise für den sogenannten Zinseszinseffekt. Er macht sich vor allem bei längeren Laufzeiten und höheren Beträgen bemerkbar.

Tagesgeldzinsen berechnen

Wie hoch die Zinsen aktueller Tagesgeldangebote sind, lässt sich mit unserem Rechner kinderleicht berechnen:

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Alternativ können Sie auch gleich eine gewünschte Anlagesumme und Laufzeit eingeben und die dafür zu erzielenden Tagesgeldzinsen berechnen lassen:

Tagesgeldrechner:


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