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Einlagensicherung bei Gemeinschaftskonten

Gesetzliche Einlagensicherung bei Gemeinschaftskonten

Kundeneinlagen bei öffentlichen sowie privaten Kreditinstituten sind über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Innerhalb dieses gesetzlichen Rahmens sind die Spareinlagen eines jeden Kunden, alle so genannten "Nichtbankeneinlagen", zu 100 % bis zu einer Summe von 100.000 Euro abgesichert.

Die Einlagensicherung gilt je Kunde. Wird das Konto gemeinschaftlich geführt, hat jeder der Kontoinhaber Anspruch auf eine Entschädigung. Entscheidend für die Berechnung ist die Höhe der Anteile jedes einzelnen Kontoinhabers. Ansonsten werden die Einlagen zu gleichen Teilen den Gläubigern zugerechnet. Bei zwei Kontoinhabern, wie beispielweise einem Ehepaar, verdoppelt sich die gesetzliche Einlagensicherung auf 200.000 Euro. Wenn bei diesem Kreditinstitut weitere Spareinlagen (z. B. Girokonto, Tagesgeld, Festgeld, Sparbuch) gehalten werden, werden diese zusammengerechnet.

Freiwillige Einlagensicherung bei Gemeinschaftskonten

Neben der Gesetzlichen Einlagensicherung existiert das System der freiwilligen Sicherheitseinrichtungen. Auch in diesem Fall gilt für Gemeinschaftskonten, dass jede einzelne Person bis zur jeweiligen Sicherungsgrenze abgesichert ist. Bei Privatbanken über den Bankenverband, bei Öffentliche Banken über den Bundesverband Öffentlichen Banken Deutschlands und bei privaten Bausparkassen über den Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds e.V.

Gemeinschaftskonten bei Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und Genossenschaftsbanken

Bei den öffentlich-rechtlichen Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und Genossenschaftsbanken greift die Institutssicherung. Im Ernstfall stützen sich die Institute gegenseitig. Die Einlagen eines jeden Kunden sind somit betragsmäßig unbegrenzt abgesichert, was selbstverständlich auch die Einlagen auf Gemeinschaftskonten zutrifft.

Konten von BGB-Gesellschaften (GbR)

Konten von BGB-Gesellschaften werden nicht als Gemeinschaftskonten der Gesellschafter geführt, sondern als ein Konto der Gesellschaft, so dass die BGB-Gesellschaft insoweit einen eigenen Entschädigungsanspruch besitzt.

Frage & Antworten

ruth lowens fragte am 16.11.2016 um 12:39:18

Meine Tante und ich haben ein gemeinsames Tagesgeldkonto, als Empfänger der Kontoauszüge ist allerdings ihre Adresse genannt. Da meine Tante körperlich nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, denken wir über eine Pflege in einer Einrichtung nach. Wird bei Überprüfung der Vermögensverhältnisse dann das komplette Kapital aus dem Tagesgeldkonto zugrunde gelegt, so dass meine Einlage dann auch weg wäre? Danke für eine Rückinfo.

  1. Redaktion antwortete am 17.11.2016 um 11:09:32

    Wenn Sie das Tagesgeldkonto gemeinschaftlich eröffnet haben, dürfte man davon ausgehen, dass das Vermögen zur Hälfte Ihnen gehört. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich von einem Experten beraten zu lassen.

G.Maier fragte am 22.12.2013 um 12:48:16

Guten Tag Tagegeld Team, bei bis jezt gültiger Regelung werden bei einem Gemeinschaftskonto(Ehepaar)mit einer Kontonummer €200000 von EdB abgesichert. Nach neuer zukünftiger Regelung soll nur noch das bestehende Konto mit €100000 abgesichert werden und nicht mehr die Personen mit je € 100000. Müssen dann bei einem Gemeinschaftskonto zwei Kontonummern angelegt werden?. Für eine Stellungsnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüssen G.Maier

  1. Redaktion antwortete am 23.12.2013 um 12:21:05

    Laut den uns vorliegenden Informationen sollen nach den aktuellen EU-Plänen weiterhin 100.000 Euro pro Kunde abgesichert sein. Bei einem Gemeinschaftskonto für zwei Kunden wären das also nach wie vor 200.000 Euro. So lange es keinen Gesetzestext gibt, lässt sich leider nicht verbindlich sagen, wie die neue EU-Einlagensicherung nun exakt aussehen wird.

Dieter Kirsammer fragte am 29.07.2012 um 12:53:04

Betr. Einlagensicherung in einer BGB-Gesellschaft 29.07.2012 Sehr geehrte Damen und Herren, in unserer Familiengesellschaft bürgerlichen Rechts (= 5 Gesellschafter mit Beteiligungen von 51%, 19 % und 3 x 10 %) sind folgende Bankkonten vorhanden: 1. Girokonten, 2. Sparbuch (Tempus flexibel der KSK Ravensburg), 3. Währungskonten in NOK, CAD und AUD. Frage: Besteht für jeden einzelnen Gesellschafter eine Einlagensicherung in Höhe von 100.000,-- € ? Besten Dank für Ihre Antwort, mit herzlichen Grüßen, Dieter Kirsammer

  1. Redaktion antwortete am 29.07.2012 um 16:04:22

    Die Konten von BGB-Gesellschaften, zu denen auch die GbR gehört, werden nicht als Gemeinschaftskonten der Gesellschafter, sondern als ein Konto der Gesellschaft betrachtet. Die GbR hat in Bezug auf diese Konten einen eigenen Entschädigungsanspruch. Demzufolge steht Ihr pro Bank nur die gesetzliche Sicherungsgrenze von 1 x 100.000 Euro zu. Achtung bei Fremdwährungskonten: gemäß § 4 des Einlagensicherungs- und Anlegerschutzgesetzeses greift die gesetzliche Einlagensicherung nur bei Konten, die entweder auf Euro lauten oder auf die sonstige Währung eines EU-Mitgliedstaates. Fremdwährungskonten sind also nicht gesetzlich abgesichert, bei Mitgliedschaft der kontoführenden Bank im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. allerdings über ebendiesen - jedoch behält selbiger es sich vor, im Entschädigungsfall in Euro zu zahlen.

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