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Einlagensicherung bei Versicherungsgesellschaften

Immer mehr Versicherer bieten inzwischen Tagesgelder oder so genannte Parkdepots an und machen damit den Banken direkte Konkurrenz. Die Gründe für dieses Vordringen in den Bankensektor liegen auf der Hand: auch die Versicherer wollen sich über diesen Weg mit Liquidität versorgen und natürlich Gewinne machen.

Protektor Lebensversicherungs-AG

Anders als bei Banken gilt für Versicherer nicht die gesetzliche Einlagensicherung durch die Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH (EdB). Bei ihnen springt die Protektor Lebensversicherungs-AG ein, welche den durch die Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes vom 15. Dezember 2004 rechtlich vorgeschriebenen Anforderungen an einen Sicherungsfonds für die Lebensversicherer nachkommt. Das Bundesministerium der Finanzen hat durch die Beleihungs-Rechtsverordnung die Protektor Lebensversicherungs-AG mit den Aufgaben und Befugnissen des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer betraut.

Sollte einmal ein Versicherer in Schieflage geraten, setzt der Sicherungsfonds nach Anordnung einer Bestandsübertragung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht alle Verträge gegenüber den Kunden im Grunde unverändert fort und garantiert mit seinem Vermögen von rund 775 Millionen Euro (Stand: 12/2011) sowie einem Zugriff auf weitere 775 Millionen Euro (Stand: ebenfalls 12/2011) durch Nachschusspflicht der Versicherungsunternehmen auch die Spar- und Termineinlagen – also die Guthaben auf Tages- und Festgeldkonten. Reichen auch die nachgeschossenen 775 Millionen Euro nicht aus, kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Verpflichtungen aus den übernommenen Verträgen (hierunter fallen auch die angebotenen Tages- und Festgelder) um bis zu fünf Prozent der vertraglich garantierten Leistungen herabsetzen.

Sicherungsgrenze

Der Sicherungsfonds der Protektor Lebensversicherungs-AG sichert Ansprüche grundsätzlich in betragsmäßig unbegrenzter Höhe ab. Einzig die Mittel des Fonds von derzeit rund 660 Millionen Euro sowie die per Nachschusspflicht darüber hinaus zur Verfügung stehenden weiteren rund 650 Millionen Euro bilden hier eine Obergrenze.

Mitgliedsinstitute

Die aktuellen Listen der im Sicherungsfonds der Protektor Lebensversicherungs-AG zusammengeschlossenen Lebensversicherungen und Pensionskassen können auf http://www.protektor-ag.de/sicherungsfonds/mitglieder/80.html eingesehen und heruntergeladen werden.

Kontakt

Protektor Lebensversicherungs-AG
Wilhelmstraße 43 G

10117 Berlin

Postfach 080306

10003 Berlin

Telefon: 030 2200258-0
Fax: 030 2200258-22

E-Mail: kontakt@protektor-ag.de
Internet: http://www.protektor-ag.de/

Frage & Antworten

Tomas Schwab fragte am 29.10.2015 um 15:09:06

Der Fonds verfügt nach obiger Darstellung inkl. Nachschussbetrag über ca. 1,5Mrd €. Nach meiner Einschätzung könnte das weniger sein, als ein einzelnes Grossunternehmen der Versicherungswirtschaft an Einlagen verfügt. Angenommen, ein Konzern wie Cosmos Direct geht pleite. Reichen die Mittel des Fonds dann aus, um alle Anleger voll zu entschädigen?

  1. Redaktion antwortete am 30.10.2015 um 8:34:54

    Was passiert, sollte es zu einer wirklichen Katastrophe und zur Insolvenz eines Großkonzerns kommen, darüber herrscht allgemeine Ungewissheit. Zunächst einmal wird stets davon ausgegangen, dass nie alle Spareinlagen gleichzeitig fällig sind und nur kleine Institute Insolvent gehen. Dafür würde der Fonds ausreichen. Kommt es zu einer exzessiven Schieflage eines oder mehrerer Versicherungsunternehmen, werden die gesammelten Einlagen definitiv nicht ausreichen.

eberhard werner fragte am 21.10.2013 um 16:52:22

hat bei der Auszahlung einer fälligen Lebensversicherung der Betrag von Euro 51000,-- irgendeine Grenz-Bedeutung in Bezug auf Steuern.

  1. Redaktion antwortete am 27.10.2013 um 8:46:10

    Wenn der Vertrag vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurde und mindestens 12 Jahre lief, fünf Jahre oder länger bespart wurde und eine Todesfallsumme in Höhe von mind. 60 Prozent der eingezahlten Beiträge vereinbart wurde, sind die Auszahlungen steuerfrei. Für ab dem 1. Januar 2005 abgeschlossene Verträge gilt: 50 Prozent der Erträge (nicht der Auszahlungssumme!) sind mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre gelaufen ist und die Auszahlung erst nach Ablauf des 60. Lebensjahres des Versicherten erfolgt. Ist eine dieser Voraussetzungen nicht gegeben, muss der gesamte Ertragsanteil mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden.

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