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Einlagensicherung bei Fremdwährungen und Fremdwährungskonten

 

Tagesgeldzinsen berechnen

Ein Fremdwährungskonto ist eine Art Tagesgeldkonto, das nicht in Euro, sondern in einer fremden Währung geführt wird. Der Kunde zahlt das Geld in Euro ein und die Bank tauscht dieses dann in die gewünschte Währung, wie etwa den britischen Pfund, US-Dollar oder Schweizer Franken, um. Anleger spekulieren darauf, dass die Fremdwährung gegenüber dem Euro an Wert gewinnt. Der Währungswechsel bietet zwar hohe Chancen, allerdings auch nicht zu unterschätzende Risiken. Denn nicht nur bei starken Kursschwankungen, sondern auch bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten ihres Kreditinstitutes können Kunden ihr Geld verlieren. Kunden sollten vor der Eröffnung eines Fremdwährungskontos unbedingt prüfen, ob und in welcher Höhe ihr Geld im Ernstfall abgesichert ist.

Gesetzliche Einlagensicherung gilt nur für EU-Währungen

Der Sitz der Bank ist für die Einlagensicherung bei Währungskonten irrelevant. Das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz regelt in § 4 Abs. 1 ganz klar:

"Ein Entschädigungsanspruch besteht nicht, soweit Einlagen oder Gelder nicht auf die Währung eines EU-Mitgliedstaates oder auf Euro lauten."

Im Rahmen der deutschen gesetzlichen Einlagensicherung sind nur Einlagen geschützt, die in Euro oder einer anderen Währung eines EU-Mitgliedsstaates unterhalten werden. Die Haftungshöhe bei Spareinlagen ist auf 100.000,- Euro beschränkt. Bei Verbindlichkeiten aus Wertpapierforderungen liegt die Sicherungsgrenze bei maximal 20.000,- Euro. Polnische Zloty, britische Pfund oder dänische Kronen sind von der deutschen Einlagensicherung erfasst. Wird das Konto hingegen in US-Dollar oder der Währung eines anderen Staates außerhalb der EU geführt, ist ein gesetzlicher Entschädigungsanspruch ausgeschlossen. Anleger können dann nur auf die erweiterte Einlagensicherung über ein freiwilliges Einlagensicherungssystem setzen, allerdings können diese nicht alle Banken gewährleisten.

Schutz für Fremdwährungskonten durch freiwillige Einlagensicherung

Ein großer Teil der Kreditinstitute ist einem freiwilligen Sicherungssystem angeschlossen. Über dieses sind die Spareinlagen eines jeden Kunden geschützt, und zwar unabhängig von der Währung, in der sie unterhalten werden. Somit fallen auch Fremdwährungskonten, die nicht in Euro oder der Währung eines EU-Mitgliedsstaates geführt werden, unter die Garantie. Voraussetzung ist, dass die Bank Mitglied in einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds ist. Bei Privatbanken übernimmt dies der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. (BdB). Das Statut des Einlagensicherungsfonds sieht in § 6 Abs. 5a vor, dass dieser berechtigt ist, die Einlagen in ausländischer Währung in Euro zu entschädigen. Dafür wird der Umrechnungskurs zugrundegelegt, der am Tag der Feststellung des Entschädigungsfalls im Sinne der Richtlinie 94/19/EG für den Zahlungsort maßgeblich war. Die Sicherungshöchstgrenze orientiert sich am maßgeblich haftenden Eigenkapital der jeweiligen Bank und fällt deshalb von Institut zu Institut unterschiedlich aus.

Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken greift die Institutssicherung, die die Gefahr einer Pleite ausschließt. Fremdwährungskonten sind somit optimal geschützt.

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