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Tagesgeldzinsen für sich arbeiten lassen

Donnerstag den 30.08.2012

Geld auf die Bank bringen und es dann für sich arbeiten zu lassen. Dies betreiben Sparer schon seit Jahrhunderten. Heutzutage ist Sparen immer noch im Trend, wenn auch die Sparneigung der Deutschen abgenommen hat. Doch man braucht Geld nicht immer zur Bank bringen, um es für sich arbeiten zu lassen, dies geht auch mit Zinsen. Zumindest mit den Zinsen, die nicht von der Bank abgehoben werden, wenn sie für beispielsweise für ein Tagesgeldkonto gutgeschrieben werden. Der erwirtschaftete Zinsertrag kann, statt ihn auf das Referenzkonto überweisen zu lassen, weiter aus dem Konto verbleiben und durch die Verzinsung zu einem Zinseszinseffekt führen. Dieser Zinseszinseffekt bedeutet, dass eine Vermehrung der Zinsen stattfindet, indem diese wiederum verzinst werden.

Sparer stehen deshalb immer wieder vor der Frage, ob sie ihre Zinsen auf ihr Girokonto auszahlen lassen sollen – oder ob diese der Rendite wegen nicht besser auf ihrem Tagesgeldkonto aufgehoben werden. Eine generelle Antwort gibt es hier nicht, wichtig ist dabei der Grund, weshalb jemand Geld als Tagesgeld und auch als Festgeld anlegt. Für die einen steht dabei die Rendite im Vordergrund, die sie möglichst hoch erzielen möchten. Die andere Gruppe hingegen legt Geld mit einer regelmäßigen Zinszahlung an, um eben diese Zinsen dann als zusätzliches Einkommen nutzen zu können.

Für die zweite Gruppe spielt dabei der Zinseszinseffekt kaum bis gar keine Rolle, da sie sich die erwirtschafteten Zinsen sowieso auszahlen lassen werden. Die erste Gruppe hingegen, die Zinszahlungen nicht wie ein zweites oder drittes Einkommen verwendet, kann durch den Zinseszinseffekt, der sich aus dem Sparen der Zinsgutschrift ergibt, die Rendite des Tagesgeldkontos steigern. Die Gutschrift der Tagesgeldzinsen auf das Referenzkonto ist hier dann weniger sinnvoll als den erzielten Zinsertrag auf dem Tagesgeldkonto zu belassen und diesen seinerseits durch eine Verzinsung zu vermehren.

Richtig interessant ist der Zinseszinseffekt übrigens bei den Tagesgeldkonten, die eine monatliche oder zumindest vierteljährliche Gutschrift der Zinsen anbietet – das zeigt auch unser Ratgeber zum Thema Zinseszins berechnen. Mehrere Anbieter dieser Zinsgutschriftvariante finden Sie auch in unserem Tagesgeldvergleich.

Tagesgeldrechner:



 
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