1,00% p.a.



Banken buhlen um Einlagen: Tagesgeld weiterhin attraktiv

Samstag den 12.11.2011

Die Politik diskutiert über eine strengere Regulierung der Banken und hat in diesem Zuge eine deutliche Aufstockung der Eigenkapitalquoten anvisiert. Gleichzeitig verstärken sich allerdings auch die Anzeichen für eine deutliche Abkühlung der Konjunktur im kommenden Jahr. Nicht zuletzt aufgrund dieser Aussichten hat die Europäische Zentralbank (EZB) eine Senkung des Leitzinses von 1,5% auf 1,25% vorgenommen, was den Banken die Refinanzierung vergünstigt. Fasst man beide Aspekte zusammen, ergibt sich eigentlich die Schlussfolgerung, dass es für Sparer keine rosigen Aussichten bezüglich Sparzinsen geben dürfte.

Dies ist allerdings nicht so: vor allem die Direktbanken locken aktuell weiterhin mit hohen Zinsen auf Tagesgeld- und Festgeldprodukte. Beim Tagesgeldvergleich von tagesgeld.info liegt die Bank of Scotland mit einer Verzinsung von Einlagen auf dem Tagesgeldkonto in Höhe von 2,7 Prozent auf einem der ersten Plätze. Ähnliche Konditionen bei gleichem Zinssatz bietet MoneYou und die BMW Bank. Auch die großen Banken wie die Deutsche Bank und die Commerzbank ziehen mittlerweile nach und bieten schrittweise höhere Zinsen auf ihre Tages- und Festgeldangebote an.

Die Einlagen von Kunden auf Sparkonten bietet für die Banken eine Refinanzierungsalternative zur Europäischen Zentralbank. Gleichzeitig kann man durch die Erhöhung der Kundeneinlagen auch die Eigenkapitalquote entsprechend erhöhen, was politisch derzeit gefordert wird. Aus diesem Grund ergeben sich nun mehrere Ansätze, weshalb die Banken derzeit regelrecht um das Geld der Kunden buhlen. Generell bieten sich Tagesgeld-Angebote oder Festgeld-Angebote allerdings auch immer als gutes Marketinginstrument an. Denn schließlich gelingt es bei diesen Produkten vor allem eine lohnenswerte Kundenbindung zu erreichen und dann auch langfristig die Refinanzierungsgeschäfte der Geschäftsbanken sicherzustellen.


 
Zinspilot Banner 160x600