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Inflationsrate im Juli 2010 auf 1,20 Prozent gestiegen

Dienstag den 10.08.2010

Heute gab Destatis, das Statistische Bundesamt, das endgültige Ergebnis für die Inflationsrate für Juli dieses Jahres bekannt. Dabei zeigt sich, dass der Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahreszeitraum, Juli 2009, um 1,2 Prozent gestiegen ist. Bislang ist dies in diesem Jahr der höchste Stand der Inflationsrate, wie Destatis im Rahmen der Veröffentlichung mitteilte.

Die Schätzung der Inflationsrate für Juli 2010 wurde demnach dann auch nach oben korrigiert, da sich zeigte, dass es in einigen Bereichen zu starken Preisauftrieben kam. Im direkten Vergleich zum Vormonat, Juni dieses Jahres, stieg der Verbraucherpreisindex um 0,3 Prozent an.

Zugenommen haben vor allem die Preise für Energieprodukte, die insgesamt um 4,7 Prozent angestiegen sind gegenüber dem Vergleichszeitraum Juli des vergangenen Jahres. Das Statistische Bundesamt schrieb heute dazu: „Erhebliche Preisanstiege gegenüber dem Vorjahr wurden bei Mineralölprodukten (+ 14,1%; davon leichtes Heizöl: + 26,5%; Kraftstoffe: + 11,2%) ermittelt. Auch Strom kostete weiterhin mehr als ein Jahr zuvor (+ 3,0%). Deutliche Preisrückgänge gegenüber Juli 2009 wurden wie in den vergangenen Monaten dagegen bei Gas (- 5,4%) sowie bei Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (- 9,0%) beobachtet.“ (Quelle Destatis)

Starke Preissteigerungen gab es aber auch im Bereich von Obst und Gemüse. Wäre dieser Bereich nicht in die Inflationsrate für Juli 2010 eingeflossen, würde diese lediglich bei 0,6 Prozent liegen. Dies steigt den starken Anstieg der Preise in Deutschland beim Obst und Gemüse binnen nur eines Jahres.

Auch der (für europäische Zwecke berechnete) HVPI, der Harmonisierte Verbraucherpreisindex lag für Deutschland im Juli dieses Jahres bei 1,2 Prozent Anstieg im Vergleich zum Juli 2009.

Tagesgeldzinsen berechnen

Die gestiegene Inflationsrate wirkt sich vor allem auf Spareinlagen negativ aus. Durch den von der Europäischen Zentralbank künstlich immer noch niedrig gehaltenen Leitzins liegen die Zinsen für fest verzinsliche Geldanlagen und für Tagesgeldkonten derzeit sowieso auf einem niedrigen Niveau. Die ansteigende Inflationsrate sorgt nun auch noch für einen sinkenden Realzins bei diesen Anlagearten – keine guten Zeiten also für Sparer, wenn sie nicht gerade gut verzinste Geldanlagen wählen.


 
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