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Mittelstandsanleihen

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Seit der Finanzkrise lassen Banken bei der Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen Vorsicht walten. Um das notwendige Fremdkapital zu erhalten, sehen sich deshalb viele Betriebe gezwungen, neue Finanzierungsquellen zu suchen. Doch vor allem inhaber- und familiengeprägte mittelständische Unternehmen scheuen sich vorm klassischen Börsengang und die damit verbundene Aufnahme neuer Miteigentümer in den Gesellschafterkreis. Mit Herausgabe einer Anleihe können sich mittelständische Unternehmen notwendiges Investitionskapital beschaffen, ohne zusätzliche Sicherungsmittel zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren muss der Unternehmer keine Stimmrechtsanteile abgeben und die Rechtsform seiner Gesellschaft bleibt unverändert. Es gibt auch keine Mindestanforderungen an das Stammkapital oder Eigenkapital.

Während Unternehmensanleihen bei Großkonzernen schon seit langem fester Bestandteil der Fremdfinanzierung sind, steht für mittelständige Unternehmen die Unternehmensanleihe als Möglichkeit der externen Mittelaufnahme erst seit Mitte 2010 zur Verfügung.

Wie funktionierten Mittelstandsanleihen?

Emittiert werden die Unternehmensanleihen im Direktbetrieb über die jeweiligen Börsen. Die Mittelstandsanleihe besitzt einen fixen Kupon mit endfälliger Rückzahlung und wird zu 100 Prozent emittiert. Unternehmen erhalten über eine Anleihe für einen bestimmten Zeitraum Geld von Anlegern. Diesen wird die Rückzahlung des investierten Kapitals zuzüglich Zinsen in Aussicht gestellt. Mit einer Stückelung ab 1.000 Euro richtet sich das Angebot an Privatanleger, Friends & Family (Verwandte, Bekannte, Mitarbeiter und Geschäftspartner) sowie kleinere Vermögensverwalter.

Welche Vor- und Nachteile haben Mittelstandsanleihen?

Mit Mittelstandsanleihen können vor allem Privatanleger ihr Portfolio ausgewogen diversifizieren und das Risiko streuen. Die regelmäßigen Erträge bieten Chancen auf eine höhere Rendite als bei Bundesanleihen. Unternehmen können sich bankenunabhängig und unter Erhalt der wirtschaftlichen Selbstständigkeit notwendiges Kapital beschaffen. Das Risiko liegt vor allem in der Bonität des Emittenten und ist deutlich höher als bei Anleihen vieler DAX-Unternehmen. Mittelstandsanleihen eignen sich daher vor allem für risikoorientierte Investoren. Denn nur mit ausreichender Liquidität ist das Unternehmen in der Lage, auch in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld, seinen Zinszahlungen und Anleihetilgungen nachzukommen. Anleger sollten sich vor der Zeichnung einer Mittelstandsanleihe umfassen informieren. Es gilt: Je höher der Zinscoupon, desto höher das Risiko.

Welche Regeln sollten Anleger vor einem Kauf beachten?

Damit den Investoren ein Mindestmaß an Sicherheit gewährt werden kann, regeln die Marktsegmente an den Börsen formelle und kapitalmarktbezogene Anforderungen („Kapitalmarktreife“). Darunter fallen spezielle Zulassungsvoraussetzungen und Folgepflichten sowie die wirtschaftliche und strukturelle Ausgestaltung der Anleihe. Anleger sollten sich bewusst sein, dass ein Totalverlust drohen kann, wenn das Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage gerät und auf einen Konkurs zusteuert. Investoren sollten sich deshalb genau informieren.

  • Emissionsprospekt studieren: Die Funktion des Geschäftsmodells, die Geschäftsführung, die Marktposition des Unternehmens und die verfolgte Strategie lassen sich dem Wertpapierprospekt entnehmen.
  • Schutzklauseln überprüfen: Private Anleger sollten prüfen, ob diesen ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt wird, beispielsweise bei Änderung der Eigentümerstruktur oder bei Überschreitung der zuvor festgelegten Verschuldung.
  • Bonitätsratings: Ratings bekannter Agenturen sind eine Orientierungshilfe bei der wirtschaftlichen Bonitätseinschätzung. Dabei sollte ein Mindestrating von „BB“ vorliegen.
  • Richtige Diversifikation im Portfolio: Private Anleger sollten auf die richtige Mischung des Portfolios achten. Es empfiehlt sich, 10 Prozent des verfügbaren Kapitals in Mittelstandsanleihen zu investieren.
  • Eigenes Risikoprofil im Auge behalten: Je höher die Rendite, desto höher ist das Risiko. Anleger sollten hohen Zinsversprechen nicht blind vertrauen. Anleger können ihr Risiko senken, indem sie Mittelstandsanleihen über Fonds erwerben. In der Regel diversifizieren Fonds besser als Direktplatzierungen bei Einzelanlegern und das Risiko kann besser abgefedert werden.

Erstrangig besichert: Anleger sollten darauf achten, dass die Anleihe im Falle eines Konkurses oder bei Zahlungsschwierigkeiten nicht nachrangig behandelt wird, sondern wie bei anderen „normalen“ Anleihen direkten Zugriff auf das Konkursvermögen bietet. Die Anleihe sollte zudem durch eine Grundschuld besichert sein.

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