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Geldanlage bei Lebensversicherungen

Wie wird mein Geld bei einer Lebensversicherung angelegt?

Lebensversicherungen zur wirtschaftlichen Absicherung im Todesfall des Versicherten werden als Individualversicherung bezeichnet. Das zu versichernde Risiko liegt in der Person. Eine Lebensversicherung ist demnach ebenso als Personenversicherung zu sehen.

Im Lebensversicherungsvertrag wird eine Vereinbarung über eine Versicherungsleistung getroffen, die im Falle des Erlebens an den Versicherungsnehmer bzw. im Falle des Todes an die Bezugsberechtigten ausgezahlt wird. Bei der kapitalbildenden Lebensversicherung werden neben sehr unsicheren Leistungen, auch sehr sichere Leistungen abgedeckt. Diese "sicheren Leistungen" erfordern jedoch einen Sparprozess des Versicherungsnehmers und das für jeden einzelnen Vertrag. Die gemischte Lebensversicherung, also die Personenversicherung, die im Todes-sowie Erlebensfall des Versicherten eintritt, versteht sich als klassische Form der kapitalbildenden Versicherung.

Der Versicherer selber legt fest wie Kundenbeiträge gesplittet werden. Für den Kapitalaufbau des Kunden stehen meist circa 80 % zur Verfügung, für diesen Teil gilt dann auch der garantierte Zins. Man sollte sich demnach darüber klar sein, dass im Rahmen von Kapitallebensversicherungen nur ein Teil des eingezahlten Geldes tatsächlich gespart wird und dies ist der verzinste Sparanteil. Eine Faustformel besagt circa 80 % der Beiträge werden wirklich verzinst. (vgl. "Zeit Online", S.1, 23/5/13) Demnach muss man wissen, dass die meist hoch angepriesenen "Top-Zinsen" sich auf den Sparanteil beziehen.

Geldanlage in 3 Teilen

Wie werden die Beiträge nun aber in einer kapitalbildenden Lebensversicherung angelegt? Besser gefragt wie wird mit unserem Geld umgegangen? Beiträge von Lebensversicherungen werden in 3 Teilen angelegt: in einen Sparanteil, einem Risikoanteil und einem Kostenanteil.

Sparanteil

Der Sparanteil wird verzinst und wie es die Bezeichnung vermuten lässt gespart. Der verzinste Sparanteil stellt wiederum den Gegenwert der Versicherung her. Diesen nennt man auch Deckungskapital. Über die komplette Laufzeit wird dieses mit einem Garantiezins verzinst und nebenbei so kalkuliert, dass es zu Vertragsende die geplante Versicherungssumme erreicht, welche als Erlebensfall-Leistung fällig wird.

Risikoanteil

Durch die Anlage im Risikoanteil werden vorzeitige Versicherungsfälle gedeckt. Diese Beiträge aller Versicherungsnehmer mit übereinstimmenden Verträgen werden im Fall des Todes vor Vertragsablauf dafür aufgewendet den Differenzbetrag zwischen Versicherungssumme und bereits vorhandenem Deckungskapital auszugleichen bzw. aufzufüllen. Da der Risikoanteil laufend verbraucht wird, steht er für die Kapitalbildung nicht zur Verfügung.

Kostenanteil

Laufende Kosten, die Deckung einmaliger Abschlusskosten wie z.B. eine Vermittlerprovision werden durch den Beitrag, der in den Kostenanteil fließt verwendet. Dieser Beitragsanteil steht ebenso unter ständiger Verwendung und wird daher nicht zur Kapitalbildung eingesetzt.

Welche Erträge gehen in welcher Höhe an den Versicherer?

Wie die unten aufgeführte Grafik verdeutlicht, gehen mind. 90% des erwirtschafteten Kapitalertrages an den Versicherten. Bei Risikogewinnen, bei nicht eintretenden Todesfällen, erhält der Kunde mindestens 75%. Von den gewonnen Kosten, die sich aus den zu hoch kalkulierten Aufwendungen o.ä. ergeben, erhält der Versicherungsnehmer immerhin mind. die Hälfte. Aus diesen Erträgen ergibt sich der Gesamtüberschuss, der über verschiedene Kanäle wieder an den Kunden zurückfließt. Diese Überschussverteilung erfolgt auf direktem Weg oder über verschiedene Zwischentöpfe. Dazu gehören allerlei Rückstellungen für die Beitragsrückerstattungen (RfB) und der damit verbundenen Zinszusatzreserve. Durch die Verteilung des Geldes kann der Versicherungsnehmer flexibler handeln.

Verwendung der Kundenbeiträge bei Lebensversicherungen

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Wie investieren Lebensversicherer die Gelder ihrer Kunden?

Jedoch muss leider mit Verlauf des Jahres 2013 festgestellt werden, dass nicht nur Versicherungsnehmer weniger "Geld für ihr Geld" bekommen, sondern auch Versicherungsgeber mehr und mehr in die Bredouille geraten: hohe Erträge mit dem Kundenkapital zu erwerben und dabei gleichzeitig die Sicherheit der Investitionen im Auge zu behalten, fällt immer schwerer. So werden circa 90% in festverzinste Anlagen wie Rentenpapiere gesteckt, die zwar relativ sicher sind aber als sicheres "Papier" kaum noch Renditen abwerfen. Daher mussten Zinszusatzreserven aufgebaut werden, die aber wiederum beträchtlich das Kapital mindern, welches für die Überschussbeteiligung zur Verfügung steht. "Wegen der niedrigen Zinsen und unsicheren Finanzmärkte wollen die Versicherer ihr Anlageportfolio verbreitern und sich so von den Finanzmärkten möglichst abkoppeln, wie Hoenen sagt. Dieser meint, dass das Anlageportfolie von Lebensversicherungen neben der Vergabe von Hypothekendarlehen auch durch ein gestiegenes Engagement in der Immobilienbranche verbreitert werde. Des Weiteren seien  Anlagemärkte wie europäische Pfandbriefe (Covered Bonds) und Unternehmensanleihen sehr interessant geworden. (vgl. http://www.welt.de/finanzen/article111081885/Policen-Sparer-waehnen-sich-in-der-Zinsfalle.html, 14/11/2012)
Folgendes Anlageportfolio veröffentlichte der GDV zur Jahresmitte 2012.

Wie investieren Lebensversicherer die Gelder ihrer Kunden?

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In diesem Portfolio ist bereits deutlich zu erkennen, dass Pfandbriefen bereits im vergangenen Jahr eine wesentliche Bedeutung zugeschrieben wurde, Immobilien aber noch im Hintertreffen sind.
Natürlich werden wir Sie auf unserem Portal auf dem Laufenden halten wie sich Anlageportfolien von Lebensversicherungen weiter entwickeln und welche Lebensversicherung für Sie bestenfalls geeignet sein kann.

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Text: Daniela Hegner
Grafiken: Carolin Gruber

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