1,00% p.a.



Ab wann erhalte ich Zinsen auf mein Guthaben?

 

Tagesgeldzinsen berechnen

Vom ersten Tag an, ab dem Guthaben auf dem Tagesgeldkonto vorhanden ist, werde auch Zinsen berechnet, und zwar tagesgenau. Das heißt, die Bank ermittelt Tag für Tag den aktuellen Zinsstatus. Gutgeschrieben werden die Tagesgeldzinsen allerdings nicht sofort, sondern entsprechend des vereinbarten Zinsturnus monatlich, vierteljährlich oder jährlich bzw. sobald das Konto aufgelöst wird.

Aktueller Zinsstatus

Sparer und Anleger müssen in der Regel also warten, ehe sie schwarz auf weiß sehen, welchen Zinsgewinn sie mit ihrem Tagesgeld erwirtschaftet haben. Im Hintergrund läuft die „Zins-Uhr“ dabei ganz normal weiter und berücksichtigt sowohl Ein- als auch Auszahlungen, Änderungen des Zinssatzes, mögliche Zinsstaffeln und Boni. Auf dem Kontoauszug lässt sich später dann üblicherweise Punkt für Punkt nachvollziehen, wie die Zinsgutschrift zustande gekommen ist. Lediglich der aktuelle Status, in welcher Höhe bislang Zinsen aufgelaufen sind, ist bei den meisten Banken nicht einsehbar. Das gehört nur bei sehr wenigen Tagesgeldanbietern zum Service.

Zinsgutschrift

Dass Sparer zwar vom ersten Tag an Zinsen auf ihr Tagesgeld erhalten, der Betrag aber erst später gutgeschrieben wird, hat mehrere Gründe. Würde der Zinsgewinn tatsächlich Tag für Tag verbucht, wäre das für Anleger optimal, für die Bank allerdings extrem teuer. Zum einen ist die Zinsgutschrift mit einem gewissen Verwaltungsaufwand verbunden. Das System müsste jeden Tag aufs Neue einen Kontoauszug erstellen. Hinzu kommen die Kosten durch den Zinseszinseffekt: 10.000 Euro bringen bei einer jährlichen Gutschrift der Zinsen und 2,00 Prozent p.a. 200 Euro Rendite. Täglich gutgeschrieben wären es 202,01 Euro. Bei einem Kunden mag dieser Mehrbetrag nicht ins Gewicht fallen. Bezogen auf alle Sparer würde es sich jedoch merklich auf die Kalkulation auswirken.

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Welche Tagesgeldkonten besonders hohe Zinsen bieten, zeigt unser Vergleich auf der folgenden Seite:

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Alternativ können Sie auch gleich eine gewünschte Anlagesumme und Laufzeit eingeben und sich die dafür besten Angebote sortiert nach der Höhe der Zinsen anzeigen lassen:

Tagesgeldrechner:


Frage & Antworten

Hans-H. Sinn fragte am 29.10.2012 um 15:04:15

Mein zuständiges Finanzamt verlangt zum Thema `Einkünfte aus Kapitalvermögen`: "Zinserträge und die dazu gehörenden anrechenbaren Beträge (Kapitalertragssteuer und Soli.-Zuschlag) können nur berücksichtigt werden, wenn die Steuerbescheinigungen der Kreditinstitute vorliegen!. - Da mir einige Banken diese nicht zugesandt hatten, habe ich brav Konto-Auszugskopien stattdessen eingereicht. Der Sachbearbeiter erkennt das aber nicht an und verlangt von mir die Bescheinigungen nachträglich anzufordern und einzureichen, was nicht nervt. Warum muss mir der Sachbearbeiter nicht glauben? Schließlich sind doch die Banken verpflichtet meine Erträge ebenfalls den Finanzämtern mitzuteilen? Im Voraus herzlichen Dank für Ihre Antwort!

  1. Redaktion antwortete am 29.10.2012 um 15:15:35

    Die Ausstellung einer Jahressteuerbescheinigung erfolgt eigentlich automatisch, sobald Kapitalerträge angefallen sind. Ist das nicht der Fall, kann auf Wunsch eine "Nullbescheinigung" angefordert werden. Der Sachbearbeiter hat aber keine Wahl, denn gültig sind für ihn nur Dokumente, auf denen ausdrücklich "Steuerbescheinigung" steht. Sollten Ihnen entsprechende Nachweise einzelner Banken fehlen, müssen Sie selbige bei den betreffenden Banken nachfordern.

Irmgard B. fragte am 12.04.2012 um 8:35:01

Tagesgeld-Verrechnungskonto für Aktienkäufe: Wieviel Stunden muß das Tagesgeld auf dem Konto liegen, damit es für wenigsten 1 Tag Zinsen einbringt? Oder geht das immer von 0.00 Uhr bis 0.00 Uhr? Vielen Dank und Grüße I.B.

  1. Redaktion antwortete am 14.04.2012 um 16:38:45

    Hier zählt immer das Datum der Wertstellung (Valutadatum), da alle Banken zwar taggenaue Zinsberechnung aber keine stundengenauen Zinsen bieten.

Anne Sommer fragte am 1.04.2011 um 13:31:42

Wenn die Zinsen nicht jährlich sondern monatlich angegeben sind, habe ich dann einen Zinseszinseffekt und müsste dementsprechend die absolute Höhe des Zinses anders bewerten? Vielen Dank für die Antwort.

  1. Redaktion antwortete am 1.04.2011 um 20:09:10

    Genauso ist es. Den Zinseszinseffekt haben Sie natürlich auch bei jährlicher oder quartalsweiser Gutschrift, wenn Sie die Berechnung der Zinsen auf einen entsprechenden Zeitraum ausdehnen. Das ganze haben wir auf http://www.tagesgeld.info/ratgeber/zinseszinseffekt/ und http://www.tagesgeld.info/ratgeber/zinseszinsen-berechnen/ ausführlich besprochen und natürlich berücksichtigen auch unsere Rechner die Wiederanlage der ausgeschütteten Zinsen.

Claus Kunze fragte am 15.12.2010 um 11:11:41

Zinsgutschrift am Jahresende ist klar. wenn Konto vorher aufgelöst wird - z.B. 1.Juli - erfolg die Zisgutschrift aber dann auch zu diesem Zeitpunkt 1.7., oder?

  1. Tagesgeld.info antwortete am 21.12.2010 um 12:20:42

    Natürlich werden die Zinsen bei vorheriger Kontoauflösung sofort gutgeschrieben. Wenn zum 1. Juli - um beim Beispiel zu bleiben - das Tagesgeldkonto aufgelöst wird, bekommt der Sparer das Guthaben und die bis dahin aufgelaufenen Zinsen auf sein Referenzkonto überwiesen.

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