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Das Fremdwährungskonto als Geldanlage

Girokonto, Tagesgeld oder Festgeldanlage: Sämtliche dieser Produkte werden in Euro geführt. Abseits dieses Standards besteht bei einigen Banken auch die Möglichkeit, ein Fremdwährungskonto einzurichten, das dann zum Beispiel auf US-Dollar, Schweizer Franken oder Yen lautet. Interessant ist diese Option zum einen als Geldanlage. Das setzt Kenntnisse der Devisenmärkte und eine gewisse Risikobereitschaft voraus. Andererseits kann ein Fremdwährungskonto Finanztransaktionen mit Geschäftspartnern erleichtern, die ihren Sitz außerhalb der EU haben.

Mindestanforderungen beachten

Ein solches Konto zu eröffnen, ist relativ einfach. Beachtet werden müssen lediglich die Mindestanforderungen, die sich hauptsächlich auf den Anlagebetrag beziehen. Bei einigen Banken müssen zwischen 5.000 und 10.000 Euro auf das Fremdwährungskonto eingezahlt werden. Zudem bieten nicht alle Kreditinstitute Konten in sämtlichen Währungen an. Diesbezüglich und auch mit Blick auf die Gebühren – Kontoführung und Wechselkosten (Konvertierungskosten) lohnt sich ein Vergleich. Das gilt insbesondere für Anleger bzw. Sparer, die es auf eine exotische Währung abgesehen haben.

Wie funktioniert ein Devisenkonto?

Die Funktionsweise ist bei allen Fremdwährungskonten weitgehend gleich. Der Kunde zahlt den Betrag ein, der dann umgehend von Euro in die gewünschte Währung gewechselt wird. Dabei werden dann unter Umständen Konvertierungsgebühren in Rechnung gestellt. Wie das aussehen kann, zeigen folgende Beispiele, die sich auf den Zeitraum vom 9. bis zum 22. Januar beziehen:

  Konto in Thailändischen Baht Konto in Schweizer Franken
10.000,00 Euro 10.000,00 Euro
396.680,00 Thailändische Baht 12.086,60 Schweizer Franken
10.023,31 Euro 9.764,76 Euro
 + 23,31 Euro - 235,24 Euro

Diese vereinfachte Rechnung macht deutlich, dass ein Fremdwährungskonto als Geldanlage durchaus Risiken birgt. Schwächelt die gewünschte Währung, immer bezogen auf den Eurokurs, drohen Verluste. Erstarkt eine Währung, sind Gewinne möglich, wenn man den richtigen Zeitpunkt abpasst. Dabei machen im Devisenhandel schon wenigen Sekunden oder Minuten einen großen Unterschied. Ein Fremdwährungskonto aus Renditegründen zu führen, ist daher eher etwas für Profis. Bedacht werden muss zudem, dass auch der Staat seine Hand aufhält. Sprich: Gewinne, die vor der Spekulationsfrist von einem Jahr erzielt werden, sind steuerpflichtig und unterliegen der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Wird das Kapital auf dem Fremdwährungskonto verzinst, was inzwischen nur noch bei wenigen Währungen der Fall ist, müssen auf den Zinsgewinn in jedem Fall Steuern gezahlt werden.

Wie sicher sind die Einlagen bei einem Fremdwährungskonto?

Geht es um die Sicherheit der Einlagen, greifen die gängigen Mechanismen. Die EU-weit einheitlich geregelte gesetzliche Einlagensicherung gilt für bis zu 100.000 Euro, bezieht sich laut Gesetz allerdings nur auf europäische Währungen. Da die meisten Banken darüber hinaus Mitglied in einem freiwilligen Einlagensicherungsfond oder Haftungsverbund sind, bieten sie nicht nur eine höhere Sicherungsgrenze, sondern decken auch Konten in anderen Währungen ab. Die Entschädigung erfolgt allerdings in Euro und unterliegt damit Währungsschwankungen, die zu Verlusten führen können.

Zwischenfazit – als Geldanlage nur für Profis geeignet

In puncto Geldanlage sind Fremdwährungskonten ganz gewiss kein Produkt für jedermann. Der Chance auf eine solide Rendite steht ein hohes Risiko gegenüber. Die Entscheidung, ob und in welcher Währung die Anlage Gewinn versprechend ist, birgt für Laien zu viele Unwägbarkeiten. Hier sind Profis gefragt, die sich intensiv mit der Materie befassen, die Stabilität einer Währung einschätzen und Kursverluste verschmerzen können. Sicherheiten, mit Ausnahme der Einlagensicherung für den Fall einer Bankenpleite, und Garantien gibt es nicht.

Fremdwährungskonten als laufendes Konto

Bleibt der Aspekt Geldanlage außen vor und konzentriert man sich eher auf die Funktionalität, ergibt sich ein deutlich größerer Kundenkreis. Das betrifft weniger Privat-, sondern eher Geschäftskunden, die international tätig sind. Buchungen können problemlos in der jeweiligen Währung vorgenommen oder Schecks eingelöst werden. Unter dem Strich lassen sich dadurch Gebühren sparen. Das Wechselrisiko besteht bei geschäftlichen Transaktionen ohnehin. Im privaten Bereich gewinnt ein Fremdwährungskonto an Bedeutung, wenn man selbst viel im Ausland unterwegs ist und gegebenenfalls ein Konto bei einer ausländischen Bank führt. Auch in dem Fall ist der Aspekt Bankgebühren ausschlaggebend.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:

  • chancenorientierte Geldanlage
  • einfachere internationale Transaktionen
  • Gebührenersparnis bei Buchungen und Scheckeinlösungen

Nachteile:

  • hohes Risiko
  • setzt Kenntnisse oder die Einarbeitung in den Devisenbereich voraus

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