1,00% p.a.



Außergewöhnliche Belastungen

Steuerzahler haben die Möglichkeit, gegenüber dem Fiskus Kosten geltend zu machen, die von ihm „zwangsläufig“ entstehen und „nicht umgangen“ werden können. Diese außergewöhnliche Belastungen können im Zuge der Jahressteuererklärung geltend gemacht und die Steuerlast dadurch gemindert werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die außergewöhnlichen Belastungen die zumutbare Belastung (Berechnung siehe unten) übersteigen.

Was sind Außergewöhnliche Belastungen? – § 33 EStG klärt auf

Was genau Außergewöhnliche Belastungen sind, steht im § 33 des Einkommensteuergesetzes (EStG):

(1) Erwachsen einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands (außergewöhnliche Belastung), so wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch ermäßigt, dass der Teil der Aufwendungen, der die dem Steuerpflichtigen zumutbare Belastung (Absatz 3) übersteigt, vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen wird.

(2) Aufwendungen erwachsen dem Steuerpflichtigen zwangsläufig, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umständen nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht übersteigen. Aufwendungen, die zu den Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben gehören, bleiben dabei außer Betracht; das gilt für Aufwendungen im Sinne des § 10 Absatz 1 Nummer 7 und 9 nur insoweit, als sie als Sonderausgaben abgezogen werden können. Aufwendungen, die durch Diätverpflegung entstehen, können nicht als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden.

Was sind außergewöhnliche Belastungen?

Welche Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen angesehen werden, können Sie auszugsweise der nachfolgenden Übersicht entnehmen.

Lebensbereiche Außergewöhnliche Belastungen, u.a.
Wohnung
Familie
Gesundheit

Berechnung der zumutbaren Belastung

Bevor beim Finanzamt außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden können, muss der Eigenanteil abgezogen werden. Gemäß § 33 Abs. 3 EStG beträgt die so genannte „zumutbare Belastung“ ein bis sieben Prozent der Gesamteinkünfte. Die Höhe hängt vom Einkommen, Familienstand und Anzahl der Kinder des Steuerpflichtigen ab.

Gesamteinkünfte in EuroFamilienstand bis 15.340 15.341 bis 51.130 über 51.130
Zumutbare Belastung
Ledige 5 % 6 % 7 %
Verheiratete 4 % 5 % 6 %
Steuerzahler mit 1 oder 2 Kindern 2 % 3 % 4 %
Steuerzahler mit 3 oder mehr Kindern 1 % 1 % 2 %

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs 2017 muss die Berechnung gestaffelt erfolgen. Vor der Entscheidung wurde so gerechnet: Verheiratete Steuerzahler mit einem Einkommen von 55.000 Euro kamen auf einen Eigenanteil von 6 Prozent, das entsprach 3.300 Euro.

Seit der Entscheidung des Bundesfinanzhofs wird der Eigenanteil anders berechnet. Auch bei verheirateten Steuerzahlern mit einem Einkommen von 55.000 Euro liegt der Prozentsatz für den Teil des Einkommens bis 15.340 Euro bei 4 Prozent. Bei dem Teil des Einkommens, der mehr als 15.340 Euro, aber weniger als 51.131 Euro beträgt, ist der Eigenanteil 5 Prozent. Nur bei dem Teil des Einkommens über 51.130 Euro liegt der Eigenanteil bei 6 Prozent.

(4/100 x 15.340) + (5/100 x 35.790) + (6/100 x 3.870) = 2625,3

Konkret bedeutet das, verheiratete Steuerzahler mit einem Einkommen von 55.000 haben nun einen geringeren Eigenanteil zu leisten. Er liegt bei 2635,3 Euro. Nochmal zum Vergleich: Nach der alten Berechnung lag der Eigenanteil bei 3.300 Euro.

Geltendmachung der außergewöhnlichen Belastungen

Die außergewöhnlichen Belastungen werden auf der letzten Seite des Hauptformulars der Steuererklärung, also dem Mantelbogen, eingetragen.

Es ist sinnvoll, von Anfang des Jahres an alle Belege zu sammeln. Oftmals kommen während des Jahres ungeplante Gesundheitskosten hinzu, so dass sich die Ausgaben schnell summieren können.

Für Steuerzahler lohnt es sich, bereits während des Steuerjahres regelmäßig alle außerordentlichen Ausgaben zu addieren. Sollte die Eigenbelastung dann innerhalb des Jahres schon fast erreicht sein, empfiehlt es sich, für das Folgejahr geplante Behandlungen bzw. Anschaffungen vorzuziehen, um die steuermindernde Kostengrenze zu überschreiten.

Frage & Antworten

Herr James. ben fragte am 17.11.2016 um 10:52:35

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Dreger fragte am 11.10.2016 um 16:35:56

Hallo, meine Mutter(97)wohnt bei uns und hat eine Jahresrente von 5.995 €.Ich habe nun beim Finanzamt wegen Bedürftigkeit Unterhaltsaufwendungen nach § 33a Abs.1 EstG geltend gemacht.Zum Höchstbetrag von 8.004 € (2012)wurde die Kranken - und Pflegeversicherung von 609 € dazugezählt.Somit ein Unterhaltshöchstbetrag von 8.613 €. Von den 5.995€ habe ich den Freibetrag von 624 € abgezogen, sowie die Pauschale von 102 € für die Bezüge und die Werbungskostenpauschale von 180 € für die Einkünfte.Somit verbleibt noch ein Einkommen von 5.089 €.Dies habe ich vom Unterhaltshöchstbetrag abgezogen.Es müssten mir also 3.524 € anerkannt werden. Laut Steuerbescheid sind es aber nur 3.344 €. Es wurden somit die 180€ Pauschale nicht abgezogen. Meine Frage: Ist das so richtig oder sollte ich Einspruch einlegen. Vielen Dank für eine Rückantwort.

  1. Redaktion antwortete am 14.10.2016 um 7:37:06

    Wir sind ein Vergleichsportal. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine rechtlich bindenden oder steuerberatenden Auskünfte erteilen dürfen.

Majeed fragte am 18.02.2016 um 20:27:53

Guten Tag, ich komme aus dem Irak, wegen großen finanziellen schwere Lage in meiner Stadt Mosul, welche von ISIS genommen wurde, und gar kein Geldüberweisung möglich, zahle ich meinem Stiefbruder sein Studium- und Lebensunterhalt in der Ukraine. Ich überweise ihm ca. 10.000,00€ im Jahr . kann ich wegen dem krieg und Imbarko in meiner Heimatstadt steuerlich gültig machen

  1. Redaktion antwortete am 19.02.2016 um 7:21:03

    Wir dürfen keine steuerberatenden oder rechtlich bindenden Auskünfte erteilen. Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage an Angehörige steuerberatender Berufe.

Konnigk fragte am 17.02.2016 um 14:29:44

Guten Tag, ich habe letztes Jahr Arztrechnungen und Quittungen eingereicht, die aber nicht anerkannt/berechnet wurden, weil der Betrag niedriger war als die zumutbare Belastung. Nun meine Frage: darf man die Rechnungen von 2014 jetzt im neuen Jahr mit den neuen Rechnungen erneut einreichen? Da sie ja im letzten Jahr nicht angerechnet wurden. MfG Konnigk

  1. Redaktion antwortete am 18.02.2016 um 6:44:40

    Grundsätzlich sind außergewöhnliche Belastungen nur in dem Jahr absatzfähig, in dem sie auch angefallen sind. In Ausnahmefällen können außergewöhnliche Belastungen auch auf mehrere Jahre verteilt werden. Das ist gesetzlich jedoch nicht vorgesehen.

Kimj fragte am 19.01.2016 um 16:48:00

Hallo, mein Ehemann ist letztes Jahr für ca. 4 Wochen ausgezogen und hat sich auch in unserem Wohnort abgemeldet. Er hat sich dann bei seinem Vater im Wohnort angemeldet. Von unserem Wohnort zu seinem Arbeitsplatz sind es ca. 33 km. Der Wohnort von uns zu seinem Vater sind ca. 680 km. Er ist in dieser Trennungszeit Sonntags von seinem Vater zu verschiedenen Bekannten gefahren, um dort für die Arbeitswoche zu schlafen und ist dann Freitags nach der Arbeit wieder zu seinem Vater gefahren. Wie werden nun die Fahrtkosten bei der Steuer angegeben bzw. abgerechnet? Es waren ja dann einmal die Woche die 680 km und nicht die 33 km?

  1. Redaktion antwortete am 20.01.2016 um 7:19:16

    Wir sind ein Vergleichsportal und dürfen keine rechtlich bindenden oder steuerberatenden Auskünfte erteilen. Bitte wenden Sie sich an Angehörige steuerberatender Berufe.

Monika fragte am 4.09.2015 um 6:16:03

Unser Sohn ist verstorben. Wir mußten die Erbschaft annehmen,da der Kredit für sein Haus auf uns lief.Wir haben die Beerdigung und andere Verbindlichkeiten, Auto, Versicherungen usw.bezahlt,die weit über den Erlös aus dem Verkauf des Hauses lagen. Was können wir steuerlich geltend machen? Dabei war eine Anwaltsrechnung von ihm, die wir auch noch bezahlen mußten. Mit freundlichem Gruss Monika

  1. Redaktion antwortete am 7.09.2015 um 6:13:19

    Wir dürfen keine rechtlich bindende oder steuerberatende Auskunft geben. Sie sollten sich mit Angehörigen steuerberatender Berufe in Verbindung setzen.

Gabriela Scholz fragte am 31.08.2015 um 14:03:33

Ich habe für meinen Sohn (26 Jahre), der aufgrund eines Strafverfahrens seinen Führerschein und damit seine Arbeit verloren hat, diverse Rechnungen bezahhlt u. a. Anwalt, Verfahrenskosten, MPU-Vor- und Hauptuntersuchung etc. Insgesamt so ca. 5000 €. . Der MPU Termin ist im September, wenn alles gut geht kann er im Oktober ggf. wieder arbeiten. Aber steuerlich kann er wohl nichts geltend machen. Er war/ist von 09/15 bis 09/15 arbeitslos gemeldet. ALG ist unter 1.000 €. Mein Sohn wohnt nicht in meinem Haushalt. Ich bin geschieden, lebe aber in einer Lebensgemeinschaft. Kann ich diese Kosten in meiner Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung geltend machen, habe diese ja nachweislich auch getragen?

  1. Redaktion antwortete am 1.09.2015 um 6:42:22

    Wir sind ein Vergleichsportal und dürfen weder rechtlich bindende noch steuerberatende Auskünfte geben.

Maxi fragte am 17.08.2015 um 11:04:23

Sind Fahrtkosten zurUnterbringung im Pflegeheim und späteren Regelungen von Bestattung, Haushaltauflösung nach dem Tod meiner Mutter als außergewöhnliche Belastung bei der Steuererklärung zu berücksichtigen oder sind diese der Erbmasse anzurechnen?

  1. Redaktion antwortete am 18.08.2015 um 6:56:01

    Eines vorweg: Wir dürfen keine steuerberatende oder rechtlich bindende Auskünfte geben. Sie sollten sich mit einem Angehörigen steuerberatender Berufe in Verbindung setzen. Grundsätzlich stellen Besuchsfahrten in Alten- oder Pflegeheime keine außergewöhnlichen Belastungen dar. Ausnahmen sind Fahrten, die ausschließlich der Heilung oder Linderung einer Krankheit dienen. Diese Kosten sind dann zu den unmittelbaren Krankheitskosten zu rechnen.

Karin Kohler fragte am 5.08.2015 um 22:38:56

Hallo, ich wurde am Fuß operiert. Diese OP war fehlerhaft und ich musste noch sechsmal nachoperiert werden. Ich habe dadurch einen versteiften Zeh und einen dicken Fuß, sodass ich Probleme habe überhaupt ein paar Schuhe zu finden wo beide Füße reinpassen. Ich habe nun ein Gutachten anfertigen lassen und einen Anwalt eingeschaltet um einen Schadensausgleich zu bekommen. Da ich privat versichert bin, wird durch die Krankenkasse nichts unternommen wegen der verpfuschten Op. Bei Pflichtversicherten werden die Gutachterkosten von der Krankenkasse übernommen und die Kassen versuchen auch ihre Ausgaben von der Versicherung der Krankenhäuser zu bekommen. Ich habe die Kosten als außergewöhnliche Kosten geltend gemacht und das Finanzamt hat die Berücksichtigung abgelehnt. Meine Frage lautet: Soll ich gegen diese Entscheidung Einspruch einlegen. Gibt es eventuell ein Urteil, dass diese Kosten anzuerkennen sind? Laut Gutachten wurde bei der OP und bei der Nachbehandlung alles falschgemacht. Die Versicherung des Krankenhauses hat eine Kostenerstattung abgelehnt und ich muss mich nun entscheiden, ob ich Klage einreiche.

  1. Redaktion antwortete am 6.08.2015 um 5:56:24

    Wir dürfen keine rechtlich bindende Auskunft oder Beratung geben. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann haben Sie bereits einen Anwalt kontaktiert!? Das ist das, was die Redaktion Ihnen empfiehlt.

Bergmann fragte am 20.07.2015 um 10:04:11

Meinem Kind wurde eine Heilpädagogische Behandlung(keine Kassenleistung) empfohlen. Diese Maßnahme wurde von einem Kassenärztlichem Kinder u. Jugend Psychologen per Gutachten bestätigt. Kann ich die Kosten der Behandlung als Selbstzahler als Außergewöhnliche Belastung gegen über dem Finanzamt geltend machen. MFG

  1. Redaktion antwortete am 21.07.2015 um 11:07:37

    Eine außergewöhnliche Belastung liegt dann vor, wenn die Aufwendungen unter anderem notwendig sind und die vom Gesetz vorgesehene zumutbare Belastung überschritten wird. Sie sollten sich in Ihrem Fall an Angehörige steuerberatender Berufe wenden. Wir dürfen keine rechtlich bindende Auskunft oder steuerrechtliche Beratung geben.

Fr. Leonhard fragte am 19.07.2015 um 15:57:42

Ich wohne seit 2013 in vollstationären therapeutischen WG wegen einer seelischen Behinderung nach Paragraph 53/3 SGB XII. Wenn die außergewöhnlichen Belastungen ca. 17000€ im Jahr 2014, aber das Einkommen nur 22000€ beträgt, bekommt man durch die Steuererklärung viel zurück? Oder geht \"das unter\"?

  1. Redaktion antwortete am 20.07.2015 um 7:02:39

    Wir dürfen keine rechtlich bindende Auskunft oder steuerliche Beratung geben. Wir empfehlen Ihnen, sich an Angehörige steuerberatender Berufe zu wenden.

Bogdan fragte am 23.03.2015 um 21:09:13

Hallo. Können die Lehrkosten für die Führerscheinanschaffung für meinen 17-jährigen Sohn als Außergewöhnlichen Belastungen vom Finanzamt annerkant werden.

  1. Redaktion antwortete am 2.08.2015 um 10:51:01

    Nein, denn diese Kosten sind keine Außergewöhnlichen Belastungen, sondern Kosten der privaten Lebensführung.

TKl fragte am 12.03.2015 um 12:03:51

Meine Großmutter ist Anfang Dezember mit einem schwerem Schlaganfall in ein Krankenhaus ca. 3 1/2 Stunden von unserem Wohnort eingeliefert worden (Besuch einer Freundin). Sie konnte nicht mehr sprechen, 2 Tage später hat sie nur noch geschlafen und war nicht mehr ansprechbar. Da ich eine Vorsorgevollmacht habe war ich der einzige Ansprechpartner für die Ärzte. In wie weit kann man die Fahrten steuerlich geltend machen?

  1. Redaktion antwortete am 13.03.2015 um 8:35:26

    Normalerweise sind Besuchsfahrten üblich und weder zwangsläufig noch außergewöhnlich. Es gibt natürlich Ausnahmen. Doch aus der Ferne ist das nicht so einfach zu beurteilen und im Detail auch differenziert. Kontaktieren Sie einen Steuerberater und schildern Sie Ihr Anliegen.

Manfred Bode fragte am 11.03.2015 um 12:47:14

Wollte fragen ob ich das Geld für Betreuteswohnen bie der Steuererklärung 2015 absetzen kann.Mein Sohn ist nicht Behidert,hat einfach ohne mein wissen selber Unterschrieben,mußte 6 Monate für ihn bezahlen.

  1. Redaktion antwortete am 12.03.2015 um 8:40:51

    Das lässt sich aus der Ferne nicht so einfach beurteilen. Da bedarf es einiger Details. Sie sollten sich mit einem Steuerberater in Verbindung setzen und Ihren Fall schildern.

Valera fragte am 2.03.2015 um 11:10:31

Guten Tag! Bei mir die Frage. Im vorigen Jahr, ich hatte Gäste aus Usbekistan, so kam es vor, dass Schwiegermutter ins Krankenhaus geliefert war und OP gekriegt, die Versicherungsgesellschaft hat verzichtet, den Wert auf sich übernehmen, ich habe das Geld in der Bank genommen, ob ich die Summe absetzen kann.

  1. Redaktion antwortete am 3.03.2015 um 13:06:31

    Wir empfehlen Ihnen sich mit einem Steuerberater zu unterhalten.

Merger fragte am 4.02.2015 um 13:16:32

Sehr geehrter Damen und Herren, mal angenommen, man ist in der Behandlung wegen Zahnimplantat. Die Behandlung ist im letzten Jahr begonnen und die Erste Rechnung auch im letzten Jahr bezahlt worden. Die Folgebehandlung hat ebenfalls noch letzten Jahr beendet worden. Die zweite und letzte Rechnung kam aber im Neuen Jahr. Wie ist den die steuerliche Behandlung in so einem Fall?? Danke

  1. Redaktion antwortete am 6.02.2015 um 9:17:47

    In der Regel sind die Rechnungen den Jahren zuzuordnen, in denen die Behandlung stattgefunden hat. Betrachten Sie also das Datum der Leistung (in Ihrem Fall 2014) als verrechnungstechnisch relevant. Anderenfalls: Wenn Sie beispielsweise eine langwierige Behandlung durchführen lassen, einmal im Dezember 2014 und den die Fortsetzung im Januar 2015, dann könnten Sie die Kosten 50:50 auf die Jahre splitten. Wir empfehlen Ihnen allerdings, sich in Ihrem speziellen Fall mit einem Steuerberater in Verbindung zu setzen.

Ivan Ivanov fragte am 24.09.2014 um 14:10:23

Sehr geehrte Damen und Herren, ich musste in diesem Jahr berufsbedingt vom Ausland nach Deutschland umziehen. Bei dem Umzug sind enorme Kosten für Transport, Wohnungsbesichtigung, Kauf von Möbeln für die neue Wohnung u.s.w. entstanden. Meine Frage wäre, ob ich den Kauf neuer Möbel von der Steuer absetzen kann. Der Gesamtwert der neuen Möbel beläuft sich auf ca. 6000 EUR. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Unser Einkommen ist ca. 52000 EUR im Jahr. Danke im Voraus für Ihre Antwort!

  1. Redaktion antwortete am 25.09.2014 um 6:26:05

    In diesem Fall raten wir Ihnen am besten mit Ihrem Steuerberater zu sprechen. Generell ist es ja möglich entstandene Umzugskosten im Folgejahr von der Steuer abzusetzen. Ein Steuerberater wird Ihnen gern weiterhelfen und kann Ihnen sicherlich bis ins Detail die notwendigen Informationen weitergeben.

Hesse fragte am 23.09.2014 um 11:35:27

Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Tochter (26) hat im diesem Monat eine Ausbildung als Erzieherin aufgenommen. Das Schulgeld beträgt 130 Euro pro Monat. Sie verfügt über keinerlei Einkommen. Sie wird zwar bei uns wohnen, jedoch werden wir für sie Haftpflicht und KFZ Versicherung, sowie die Kosten für Telefon und Fahrten von/zur Ausbildungsstätte übernehmen und ihr zusätzlich einen monatlichen Unterhalt von 400,0 Euro zahlen. Unser zu versteuerndes Einkommen liegt bei ca. 60000 Euro. Können wir die vorgenannten Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen geltend machen? Zählen zudem auch unsere Ausgaben für Medikamente und Zuzahlungen für medizinische Behandlungen ebenfalls zu diesen außergewöhnlichen Belastungen? Für Ihre freundlichen Bemühungen bedanken wir uns. MfG Hesse

  1. Redaktion antwortete am 24.09.2014 um 7:37:36

    Sehr geehrter Familie Hesse, eine steuerrechtliche Beratung dürfen wir nicht durchführen. Es lohnt sich jedoch immer, alle finanziellen Belastungen, die Sie als außerordentlich betrachten zu dokumentieren und im Zuge der Steuererklärung anzugeben. Sie werden dann sehen, was Sie abrechnen können. Da Sie über 60000 Euro liegen, (wir gehen davon aus, Sie sind verheiratet) können Sie circa von 4 Prozent ausgehen. Unterhaltskosten könnten damit ausgeglichen werden, Schuldgeld etc. sollten Sie bitte mit Ihrem Steuerberater besprechen. Dies dürfen wir als Redaktion eines Tagesgeld-Vergleichsportals nicht. Bitte haben Sie Verständnis.

Figo fragte am 19.09.2014 um 10:51:15

2013 habe ich ca. 13426 Euro verdient und 1640 Euro Lohnsteuer und 90 Euro Solidaritätszuschlag bezahlt. In diesem Jahr musste ich aber zwei Op's selber übernehmen, die bei ca. 5000 Euro lagen. Da ich keine Kinder habe und unverheiratet bin, liegt meine Belastung bei 6%. Wie sieht es in der Praxis aus? Bekomme ich ein Teil der Op Kosten zurück, die bei 6 % ungefähr bei 4000 Euro liegen oder nur bis zu 1730 Euro (Lohnsteuer und Soli-Steuer)? Die Antwort konnte ich noch nicht finden. Liebe Grüße Figo

  1. Redaktion antwortete am 19.09.2014 um 12:23:31

    Wir gehen davon aus, dass Sie von Ihrem Bruttogehalt sprechen? Sollte dies der Fall sein, müssten circa 4000 Euro als außergewöhnliche Belastung in Ihrer Steuererklärung geltend gemacht werden können. Wir geben Ihnen darauf aber keine Garantie, da wir zum einen nicht die genauen Zahlen kennen und zum zweiten keine steuerrechtliche Beratung durchführen dürfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Silja Keppler fragte am 19.08.2014 um 7:32:32

Meine Mutter mußte wegen der Schließung des Pflegeheims umziehen. Da sie nun Sozialhilfeempfängerin ist und ich die Umzugskosten getragen habe, möchte ich beim Sozialamt einen Antrag auf Fahrtkostenerstattung machen. Das Sozialamt in Hessen (Frankenberg) ist zuständig. Wie hoch ist die Km Pauschale, bzw. wieviel muss ich dort beantragen? Die Entfernung hin und zurück hat 860Km betragen.

  1. Redaktion antwortete am 8.09.2014 um 7:59:38

    Das Kilometergeld ist ein pauschaler Kostensatz. Pro gefahrenem Kilometer wird dieses abgerechnet und ist somit ein einfaches Werkzeug, um Reisekosten schnell und unkompliziert abrechnen zu können ohne sämtliche Belege sammeln zu müssen. Für das Jahr 2014 gilt: KFZ: 0,30 Euro / Kilometer Motorrad, Motorroller, Moped und Mofa: 0,20 Euro / Kilometer. Diese Angaben können Sie im Internet recherchieren. Ihre Redaktion

Bernhard Welte fragte am 5.07.2014 um 19:38:13

ich habe in der PKV einen Selbstbehalt von EUR 1.200. In der Abrechnung der PKV werden jetzt die einzelnen Rechnungen der Ärzte als erstattet ausgewiesen aber dem Selbstbehalt von EUR 1.200 angerechnet. Ich erhalte also definitiv keine Erstattung und Überweisung. Das Finanzamt erkennt jetzt diese Beträge nicht als außergewöhnliche Belastung an, sondern sagt, diese Beträge sind erstattet worden. Ist das korrekt? Ich habe Widerspruch eingelegt.

  1. Redaktion antwortete am 7.07.2014 um 13:50:56

    Der Selbstbehalt lässt sich im Gegensatz zu Krankenversicherungsbeiträgen nicht steuerlich absetzen. Sie können ihn aber ggf. als außeüber der als die zumutbaren Belastung liegen, welche bis zu 7 % des Einkommens ausmachen kann. Inwiefern das bei Ihnen der Fall ist, lässt sich ohne weitere Prüfung nicht sagen. Wir empfehlen Ihnen, sich kurzfristig an einen Berater für Steuern in Verbindung zu setzen.

Wagner fragte am 3.06.2014 um 6:33:45

Ich wollte wissen welche steuerlichen Vorteile eine Heirat für mich 60% Schwerbehinderung mit Merkzeichen "G" momentan ALG2 Bezieher und momentan in Insolvenz mit Freund "Ledig" aber 4 facher Vater.Er ist LKW Fahrer und hat momentan von seinem Verdienst den "Selbstbehalt" von 1000€. Rentiert sich eine Heirat momentan denn überhaupt noch? -Falls ja WAS KANN MNA ABSETZEN? Wenn ich eine arbeit hätte würde ich pro monat 72€ LSTK sparen gilt das dann für Ihn?

  1. Redaktion antwortete am 3.06.2014 um 8:02:41

    In diesem Fall wenden Sie sich bitte an eine Rechtsberatung. Zudem empfehlen wir Ihnen, aufgrund der Komplexität Ihrer Frage, sich mit einem Steuerrechtsexperten in Verbindung zu setzen.

Rudi Raskopp fragte am 20.05.2014 um 10:20:46

Hallo! Meine damals 15 Jährige Tochter war von Febr bis Juni im Krankenhaus.(110 Tage). Wir besuchten Sie an 77 Tagen.Hin und Rückfahrt 70 Km. Sie wurde dann bis Jahresende 2013 wieterhin 23 mal ambulant behandelt. Was Können wir geltend machen? Was benötigen wir an nachweisen.? Kann man Parkgebühren auch geltend machen? Sie bekam Krankenhaustagegeld, muss man das angeben? Danke

  1. redaktion antwortete am 27.05.2014 um 10:06:10

    Wenn Ihr Kind einen längerfristigen Krankenhausaufenthalt benötigt hat, können Sie die Besuche als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Vorausgesetzt wird eine Bescheinigung des behandelnden Krankenhausarztes, dass die Besuche entscheidend zur Heilung und Linderung der Krankheit beigetragen haben. Parkgebühren können Sie mit den zugehörigen Belegen ebenfalls einreichen. Kostenerstattungen, z. B. die Leistungen aus einer Krankenhaustagegeld-Versicherung, sind nach unserem Wissen abzuziehen, da die anrechenbaren Ausgaben eine finanzielle Belastung für Sie darstellen müssen.

Ramona fragte am 16.04.2014 um 10:24:39

Meine Tochter wird im September 2014 nach 2 Jahren Berufstätigkeit ihr Masterstudium in Stockholm beginnen, sie ist auf den Unterhalt von und angewiesen, ca 800€ monatlich, da sie kein BAFÖG erhalten wird. Können wir diese Unterhaltszahlungen in der Steuererklärung für 2014 als außergewöhnliche Belastung absetzen? Vielen dank für Ihre Mühe! Mit freundlichen Grüßen Ramona

  1. Redaktion antwortete am 3.06.2014 um 10:26:25

    Volljährige Kinder, die sich noch in der Ausbildung sind, haben Anspruch auf Unterhalt von den Eltern, z.B. Studenten können Anspruch auf Unterhalt geltend machen, auch bis zum Abschluss ihres Masterstudiums (AG Frankfurt Az.: 454 F 3056/11 vom 16.11.2011). Diese Unterhaltszahlungen können in der Steuererklärung nur als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden, wenn der Unterhaltsleistende für das Kind kein Kindergeld erhält. Für eine weitere Vertiefung Ihrer Frage, nehmen Sie bitte eine steuerrechtliche Beratung in Anspruch.

wagner fragte am 1.12.2013 um 0:42:30

hallo, ich bin freiwilliges mitglied in einer gesetzlichen krankenversicherung. daneben habe ich noch eine krankenhauszusatzversicherung auf freiwilliger Basis. in der einkommensteuererklärung habe ich alle Höchstbeiträge für die vorsorge bereits überschritten sodaß die beiträge zur krankenhauszusatzversicherung auch nicht als vorsorgeleistung anerkannt werden. ich war in stationärer (mit Wahlleistungen) Behandlung. die Rechnungen gehen einmal an die gesetzliche krankenkasse und werden von dort entgeltet - die wahlleistungen mehrere tausend-euro zgehen zu meinen Händen. diese reiche ich wiederum bei meiner krankenhauszusatzversicherung ein. meine frage: kann ich wenigstens jetzt die wahlleistungen als außergewöhnliche Belastung in die einkommensteuererklärung einsetzen? danke für Ihr Feedback. viele grüsse wagner

  1. Redaktion antwortete am 5.12.2013 um 11:07:04

    Als außergewöhnliche Belastung können Sie die Wahlleistungen nur ansetzen, wenn diese nicht von der Krankenhauszusatzversicherung übernommen werden, und dann auch nur, wenn die Summe aller selbst beglichenen Rechnungen die Grenze der zumutbaren Belastung übersteigt. Wie hoch diese Grenze in Ihrem Fall ist, können Sie unserer Tabelle "Berechnung der zumutbaren Belastung" entnehmen.

Frank Günther fragte am 15.11.2013 um 15:02:35

Ich habe mich letztes Jahr einer Augenlaser-OP unterzogen. Die Kosten i.H. von 3200 € würde ich gern steuerlich geltend machen. Ein Attest des Arztes liegt vor. Er bestätigt, dass es keine kosmetische OP sondern ein wegen Brillen- und Kontaktlinsenunverträglichkeit notwendiger Eingriff war. Erkennt das Finanzamt das an? Und wenn ja als Werbungskosten oder besser als Außergewöhnliche Belastung? Mir ging es ja auch nicht darum auf die Brille zu verzichten. Ich brauche auch jetzt noch eine. Vor der OP hatte ich beidseitig -8,0 Dioptrin. Jetzt sind es rechts -2,0 und links -3,5. Mehr war also nicht drin. Ich bin jetzt 50 Jahre alt und da sich meine Sehleistung kontinuierlich im Laufe meines Lebens verschlechtert hat war es eine Frage der Zeit wann ich meinen Führerschein abgeben darf. Deshalb vordergründig meine Entscheidung für diese OP.

  1. Redaktion antwortete am 16.11.2013 um 10:04:10

    Wenn medizinisch notwendig, können Sie diese Kosten als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen. Allerdings nur den Teil, der die Grenze der zumutbaren Belastung übersteigt. Deren Höhe können Sie unserer Tabelle entnehmen.

Marina fragte am 24.10.2013 um 17:36:54

In meiner Einkommenssteuererklärung 2012 wurden vom Finanzamt die über die Bemessungsgrundlage hinausgehenden \"außergewöhnlichen Belastungen\" nicht anerkannt. Bei den geltend gemachten Aufwendungen handelte es sich teilweise um Medikamente, welche ohne Rezeptverordnung durch einen Arzt oder Heilpraktiker gekauft wurden. Lohnt sich trotzdem ein Einspruch - obwohl die Verordnung nicht vorlag? Gibt es eine Art \"Gewohnheitsrecht\" wenn diese Art der Aufwendungen unter gleichen Voraussetzungen früher immer anerkannt wurden?

  1. Redaktion antwortete am 27.10.2013 um 8:10:36

    Laut unserem Wissen gibt es weder ein Gewohnheitsrecht noch kann man ohne Rezept gekaufte Medikamente steuerlich geltend machen.

Eva Alber fragte am 20.10.2013 um 14:03:50

Kann ich Besuchsfahrten ins Pflegeheim meiner 90jährigen an fortgeschrittener Demenz leidenden, fast blinden (Grüner Star) Mutter als außergwöhnliche Belastung geltend machen (ein Attest vom behandelnden Arzt, dass meine Besuche zur Linderung der Krankheit meiner Mutter beigetragen haben, liegt vor).

  1. Redaktion antwortete am 21.10.2013 um 10:36:04

    Ja, Besuchsfahrten zu Angehörigen können in diesem Fall als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden, da sie medizinisch indiziert sind.

Ellen fragte am 20.10.2013 um 12:04:17

Meine Mutter ist 80 Jahre alt und zu 30 % schwerbehindert. Sie wurde vom Hausarzt zum Spezialisten überwiesen, den sie mehrfach aufsuchen muss. Aus Unsicherheit traut sie sich die Fahrt dorthin alleine nicht zu, so daß ich sie mit meinem PKW dort hin fahre. Kann ich die enstehenden Fahrkosten in meiner Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen absetzen ?

  1. Redaktion antwortete am 27.10.2013 um 9:14:40

    Wenn der Arzt die Notwendigkeit der Begleitung bzw. Fahrt bestätigt, geht das. Allerdings nur oberhalb des zumutbaren Eigenanteils, der sich gemäß unserer oben stehenden Tabelle als Prozentsatz Ihres Gesamtjahreseinkommens errechnet.

Alfred Medwenitsch fragte am 20.10.2013 um 10:51:52

Meine Frage Als alleinerziehender Vater wird mein Sohn mit 19 Jahren nach der Matura in die USA ziehen, um dort zu studieren. Kann ich die von mir zu bezahlenden Studiengebühren und Mietkosten für die Wohnung als außergewöhnliche Belastung geltend machen ? Danke

  1. Redaktion antwortete am 21.10.2013 um 10:38:52

    In aller Regel können diese Ausgaben NICHT als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Im Einzelfall kann man versuchen, sie unter Ausbildungskosten anzubringen, allerdings sind die Erfolgsaussichten sehr schlecht.

Nadja fragte am 7.10.2013 um 12:06:44

Hallo, ist der Eigenanteil gemäß § 33 Abs. 3 EStG, die so genannte „zumutbare Belastung“ bei Alleinerziehnden genauso hoch, wie bei Ehepaaren?

  1. Redaktion antwortete am 8.01.2014 um 19:31:17

    Nein. Wie Sie der Tabelle auf unserer Seite entnehmen können, gibt es Unterschiede in der Höhe der zumutbaren Belastung zwischen Alleinstehenden und Ehepaaren.

Frau Junghans fragte am 19.09.2013 um 9:22:12

Unsere 2jährige Tochter muss aufgrund schlechter Muskulatur und Schielens regelmäßig zu Ärzten (Kinderarzt, SPZ, Augenarzt) und hat im Rahmen der heilpädagogischen Frühförderung einmal in der Woche Physiotherapie und einmal in der Woche Schwimmen verordnet bekommen. Wie ich gelesen habe, kann ich die Fahrtkosten zu Ärzten und Einrichtungen als außergewöhnliche Belastungen mit 0,30 EUR pro km geltend machen. Ist hier nur der einfache Weg anzusetzen oder kann ich die Kosten für Hin- und Rückfahrt geltend machen? Muss ich mir die einzelnen Besuche von Ärzten, Physiotherapeuten etc. gegenzeichnen lassen? Kann ich in dem Rahmen auch Parkkosten geltend machen? (Belege sind vorhanden). Besten Dank für Ihre Antwort.

  1. Redaktion antwortete am 23.10.2013 um 15:13:40

    Es kann nur der einfache Weg angesetzt werden und es gilt weiterhin: Es können nur die Kosten abgesetzt werden, die bei Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels abzugsfähig wären. Eine Ausnahme gilt nur, wenn keine zumutbare öffentliche Verkehrsverbindung besteht oder eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nachweislich nicht zumutbar wäre. Die Besuche sollten alle vom jeweiligen Arzt bestätigt bzw. gegengezeichnet werden. Parkkosten können Sie unseres Wissens in diesem Rahmen auch geltend machen.

Raul fragte am 14.09.2013 um 22:00:43

Ich halte mich für mehrere Monate im Ausland auf und halte es für meine sittliche Pflicht als Bürger eines demokratischen Gemeinwesens, per Briefwahl an der Bundestagswahl teilzunehmen. Ist das Porto eine außergewöhnliche Belastung?

  1. Redaktion antwortete am 20.09.2013 um 14:41:01

    Mit Sicherheit ist das Porto keine außergewöhnliche Belastung und selbst wenn dem so wäre, würden Sie damit doch deutlich unterhalb des Eigenanteils der zumutbaren Belastung bleiben.

Hehler fragte am 6.08.2013 um 19:01:27

Mein Sohn lebt 180 km (eine Strecke) weit entfernt bei der Kindesmutter und ich hole ihn jedes 2 Wochende dort ab. Kann ich die Fahrtkosten als außer gewöhnliche Belastungen absetzen?

  1. Redaktion antwortete am 7.08.2013 um 12:32:17

    Laut aktueller Rechtsprechung des BFH, sind Aufwendungen eines Elternteils für Besuche seines bei dem anderen Elternteil lebenden Kindes nicht als außergewöhnliche Belastung abziehbar (siehe dazu die Urteile des BFH vom 27. September 2007 III R 28/05, BStBl II 2008, 287; III R 71/06, juris; III R 41/04, juris; III R 55/05, juris; BFH-Beschluss vom 25. Februar 2009 VI B 147/08, BFH/NV 2009, 930)

A.B. fragte am 25.07.2013 um 6:57:19

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe folgende Frage: Im letzten Jahr habe ich statt "echter" Unterhaltungszahlungen an meinen Noch-Ehemann die Raten für unsere gemeinsame Immobilie alleine bezahlt. Das aber unfreiwillig, denn mein Ex macht einen auf arbeitslos und ich würde eine Lohnpfändung riskieren, würde ich die Raten für die Immobilie nicht zahlen. Ich bin nach der Trennung aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen, mein Ex wohnt seitdem weiter in dem Haus. Ich habe nun die Darlehensraten in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung (§33a Absatz 1 EStG) angegeben, das Finanzamt will dies aber nicht anerkennen, da es sich hier um keine "echten" Unterhaltungszahlungen handelt. Aus dem Gerichtsurteil wegen Klage auf Unterhalt durch meinen Ex an mich geht aus der Aufrechnung der gemeinsamen Einkünfte, Miete, Belastungen wie eben auch die Darlehensraten etc. hervor, dass mein Ex keinen weiteren Anspruch auf Unterhalt hat, da ich mit der Bezahlung der Darlehensraten sowieso schon etwas mehr bezahle. Meine Frage: Können diese Zahlungen (Darlehensraten) wirklich nicht als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden? Vielen Dank vorab für die Beantwortung meiner Anfrage. Mit freundlichen Grüßen A.B.

  1. Redaktion antwortete am 30.07.2013 um 15:01:19

    Diese Frage kann Ihnen nur ein Steuerberater oder Fachanwalt unter Kenntnis des Gerichtsurteils, der Besitzverhältnisse an der gemeinsamen Immobilie und der Veranlagung (getrennt, zusammen, Zugewinngemeinschaft, vorhandener Ehevertrag etc.) beantworten. Allerdings sind Darlehensraten für eine Immobilie, die zusammen finanziert wurde, in der Tat keine außergewöhnlichen Belastungen im Sinne des Gesetzes.

Diana Volk fragte am 26.06.2013 um 20:48:05

Ich bin geschieden und mein Sohn (17 Jahre) ist seit Mai 2011 in einer Erziehungshilfe-Maßnahme/Schule für Erziehungshilfe voll stationär untergebracht. Meine Kosten für diese Maßnahme betragen monatlich 340 Euro, die ich an das Landratsamt zu zahlen habe. Sind diese Kosten, sowie die Fahrtkosten zu den zwei- bis dreimal im Jahr stattfindenden Hilfeplangesprächen bei der Steuer als außergewöhnliche Belastungen absetzbar?

  1. Redaktion antwortete am 27.06.2013 um 14:30:36

    Nein, das geht nicht. Diese Kosten sind mit dem Kindergeld/Kinderfreibetrag abgegolten.

Udo Bruckmann fragte am 25.06.2013 um 17:10:06

Was heißt eigentlich Gesamteinkommen Netto? oder Brutto? Nach meinem Verständnis ist Einkommen nur das was mir zur Verfügung steht. Meine Frau ist zu 60% schwerbehindert mit chronischer Erkrankung. Was ist alles von diesem Gesamteinkommen absetzbar? Herzlichen Dank Udo Bruckmann

  1. Redaktion antwortete am 26.06.2013 um 8:45:01

    Es zählt das Bruttoeinkommen abzüglich der Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben. Welche Arten von Kosten absetzbar sind, können Sie unserer Tabelle im Bereich "Was sind außergewöhnliche Belastungen?" entnehmen.

Irmgard Mark fragte am 6.06.2013 um 19:04:55

Kann mir jemand mitteilen, wie die Berechnungsgrundlage des Selbstbehaltes für außergewöhnliche Belastung ermittelt wird ? (in Österreich)

  1. Redaktion antwortete am 7.06.2013 um 7:03:16

    Der österreichische Lohnsteuerverein schreibt dazu auf seiner Webseite: "...Die Höhe des Selbstbehaltes wird durch Anwendung des jeweils zutreffenden Prozentsatzes nach § 34 Abs. 4 EStG 1988 auf die Bemessungsgrundlage ermittelt. Danach beträgt der Selbstbehalt bei einem Einkommen von höchstens 7.300,00 Euro 6%, mehr als 7.300,00 Euro bis 14.600,00 Euro 8%, mehr als 14.600,00 Euro bis 36.400,00 Euro 10% und mehr als 36.400,00 Euro 12%. Der Selbstbehalt vermindert sich um je einen Prozentpunkt, wenn dem Steuerpflichtigen der Alleinverdienerabsetzbetrag oder der Alleinerzieherabsetzbetrag zusteht, sowie für jedes Kind (§ 106 EStG 1988)...".

Patrick fragte am 29.05.2013 um 9:14:31

Hallo Ich mache gerade die Steuererklärung. Wir sind 5 Kinder und unser Vater ist gestorben. Alle Rechnungen liefen auf den Namen der Mutter, weil sie auch alles organisiert hat. Bezahlt haben wir meist in Bar. An Steuererklärung oder ähnliches haben wir nicht gedacht. Unsere Mutter konnte die Beerdigung nicht bezahlen, Erbe gab es auch nicht. Nun haben die Kinder diese Rechnungen bezahlt. Können wir diese nun Steuerlich absetzen, obwohl die Rechnungen an unsere Mutter gingen? Reicht da so ein Eigenbeleg aus?

  1. Redaktion antwortete am 30.05.2013 um 15:00:37

    Mit Eigenbelegen kann es Probleme geben. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie alle Rechnungen nochmal auf Ihren bzw. den Namen desjenigen ausstellen lassen, welcher die Rechnung dann auch tatsächlich bezahlt hat.

Harald fragte am 29.05.2013 um 7:13:07

Ich bin Hörgeräteträger und habe 2010 neue Geräte bekommen. Durch die Krankenkasse wurde aber nicht der volle Betrag für die Geräte übernommen. Diese Entscheidung habe ich angefochten und das Sozialgericht hat 2012 entschieden das ich den Betrag von 3910,00€ selber tragen muss.(siehe dazu BVerfG, 1 BvL 28/95) Die Rechnung des Hörgeräteakustikers ist von 2010. Zur Bezahlung habe ich 2010 einen Kredit aufgenommen der von März 2010 bis März 2013 gelaufen ist. Den Gesamtbetrag von 3910,00 € habe ich jetzt in der Steuererklärung für 2012 (wegen der Entscheidung des Gerichts) als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht. Ich bin davon ausgegangen das ich den Prozess gewinne und die Krankenkasse den vollen Betrag übernehmen muss, wodurch natürlich keine Belastung für mich aufgetreten währe. Ist diese Vorgehensweise nun so richtig oder hätte ich die Kosten 2010 schon ansetzen müssen? Könnte ich die Kosten auch noch 2013, nach Ablauf des Kredites absetzen?

  1. Redaktion antwortete am 10.06.2013 um 8:54:04

    Unserer Meinung nach muss die Belastung in dem Kalenderjahr angegeben werden, in welchem sie angefallen ist oder festgestellt wurde. In ihrem Fall wäre das 2012. Die Laufzeit des für die Abzahlung der Kosten aufgenommenen Kredites spielt dabei keine Rolle. Eine rechtlich verbindliche Auskunft kann Ihnen aber nur ein Steuerberater unter Vorlage aller Verträge und des Urteils geben.

Karlheinz Meier fragte am 25.05.2013 um 22:09:47

Mein Finanzamt hat sämtliche für Medikamente geltend gemachte Aufwendungen nicht berücksichtigt, obwohl für alle Medikamente ärztliche Verordnungen beigelegt worden waren. Die pauschale Begründung war nur: " weil sie dem Grunde nach nicht zwangsläufig im inne des § 33 EStG waren". Lohnt sich da ein Einspruch?

  1. Redaktion antwortete am 28.05.2013 um 12:16:32

    Unserer Meinung nach lohnt sich hier ein Einspruch, denn die Ausgaben für Arzneimittel zählen zu den abzugsfähigen Krankheitskosten. Das gilt selbst dann, wenn sie nicht rezeptpflichtig sind oder es sich um Naturheilmittel handelt. Wichtig: die Grenze des zumutbaren Eigenanteils muss überschritten sein, damit derartige Kosten überhaupt geltend gemacht werden können.

A.Haase fragte am 25.05.2013 um 18:37:06

Meine Eltern sind beide in Pflegestufe 1 bzw. 0 und werden von einem Pflegedienst zuhause betreut. Mein Vater ist dement (Pflegestufe 0), und nicht mehr in der Lage seine finanziellen und bürokratischen Angelegenheiten selbst zu erledigen. Da er Pensionär ist, mussen alle seine medizinischen Aufwendungen selbst bezahlt werden und dann später bei den LBV und der Privat-KV zur Erstattung beantragt werden. Dies kann er wegen seiner Krankheit seit 2 Jahren nicht mehr. Ich habe daher diese Aufgabe übernommen und muss daher öfters zu meinen Eltern fahren um die Rechnungen zu zahlen und die Abrechnungen zu machen. Sind diese meine, im Zusammenhang mit dieser Tätigkeit stehenden Aufwendungen, wie z.B. Fahrtkosten etc. als Außergewöhnliche Belastungen steuerlich absetzbar?

  1. Redaktion antwortete am 29.05.2013 um 11:23:48

    Ja, Sie können die Fahrtkosten für die Pflege eines Angehörigen als Außergewöhnliche Belastung geltend machen - unter der Berücksichtigung der zumutbaren Belastung (§ 33 EStG) und natürlich auch nur, wenn die Betreuung/Pflege ärztlich notwendig ist.

Maria Mueller fragte am 23.05.2013 um 7:48:25

Meine Mutter lag 2012 fast vier Monate ( september 2012-dezember 2012) durchgehend auf der Palleativstation im Krankenhaus. Wir haben sie täglich besucht dies war auch aus medizinischer sicht notwendig zumal wir auch dort übernachten mussten. Kann ich den Weg ins Krankenhaus absezten ?Sie hatte zunächste keine Pflegestufe, diese kam erst ab dem 01.12.2012 ( pflegestufe1 ) dazu.

  1. Redaktion antwortete am 29.05.2013 um 11:37:32

    Wenn die Besuche aus medizinischer Sicht notwendig waren, können die Fahrtkosten natürlich abgesetzt werden - unter Berücksichtigung der zumutbaren Belastung (§ 33 EStG).

Kahn fragte am 21.05.2013 um 16:12:27

Habe ich richtig verstanden, dass alle außergewöhnlichen Belastungen zusammengezählt werden und dann den entsprechenden Prozentsatz überschreiten müssen? Oder müssen allein die Krankheitskosten diesen Prozentsatz erreichen? Kann ich also die Bestattungskosten für Schwester und eigene Krankheitskosten addieren oder sind das 2 Paar Stiefel? Gruß und Dank

  1. Redaktion antwortete am 22.05.2013 um 7:55:36

    Das haben Sie richtig verstanden: die Summe der Außergewöhnlichen Belastungen zählt. Der Anteil, welcher den zumutbaren Eigenanteil übersteigt, kann dann steuerlich geltend gemacht werden.

R. Nowotny fragte am 20.05.2013 um 9:01:34

Unsere Tochter macht für ein Jahr einen Freiwilligendienst im Ausland. Dafür wurden div. notwendige Sachen gekauft (u.a. Moskitonetz, Steckdosenadapter...), weiter entstanden nicht erstattete Arztzusatzkosten und Kosten für eine Intensivsprachschule im Ausland (war etwas überraschend). Wir haben diese "Unterhaltskosten" getragen, unsere Tochter hat auch keinerlei finanzielle Reserven dafür. Sind diese Kosten als außergewöhnliche Belastungen absetzbar? Besten Dank für Ihren Service

  1. Redaktion antwortete am 20.05.2013 um 15:05:46

    Nein, diese Kosten stellen keine Außergewöhnlichen Belastungen dar, denn es handelt sich - wie der Name Freiwilligendienst schon verrät - um eine freiwillige Tätigkeit. Somit sind es keine Kosten, die zwangsläufig anfallen und nicht zu vermeiden sind. Darüber hinaus gibt es erst einmal einen zumutbaren Eigenanteil, dessen Höhe Sie unserer Tabelle entnehmen können. Erst wenn Außergewöhnliche Belastungen diesen Eigenanteil übersteigen, können sie steuerlich geltend gemacht werden.

Bessonov fragte am 13.05.2013 um 12:00:20

Hallo, wir haben meine Nichte aus Russland bei uns aufgenommen, da sie hier studiert. Wir tragen die ganzen Unterhaltskosten, d.h. sie wohnt bei uns kostenlos, das Essen und Kleidung kaufen wir ihr auch. Außerdem bezahlen wir die Studiengebühren sowie die Bücher, u.s.w. Was könne wir davon Steuerlich absetzen? Und wie? als außergewöhnliche Belastungen? Danke

  1. Redaktion antwortete am 13.05.2013 um 12:31:03

    Aus unserer Sicht können Sie gar nichts davon absetzen, da es sich nicht um außergewöhnliche Belastungen handelt. Die unentgeltliche Aufnahme Ihrer Nichte sowie die Übernahme von Essen und Kleidung für Sie stellen rein freiwillige Leistungen dar. Studiengebühren etc. wären absetzbar, wenn es sich um das eigene Kind handeln würde. Eine rechtlich verbindliche Auskunft kann in Ihrem Fall aber nur ein Steuerberater geben.

Berni fragte am 12.05.2013 um 19:02:08

Meine Frau hatte 2007 einen schweren Unfall mit Anbruch des 11 Wirbels, der fast zur Querschnittlähmung geführt hatte. Danach erlitt sie 2008 und 2009 weitere Unfälle, bei denen Fuß und Kniegelenge betroffen waren. Da unser Haus zu viele Treppen als Stolperfallen aufweist und darin ständig die Gefahr droht, sich durch einen Sturz eine Querschnittslähmung zu zuziehen, haben wir Ende 2009 für meine Frau eine Zweitwohnung angemietet, die keinerlei Stolperstufen aufweist. Die monatlichen Mietkosten dafür betragen z.Z. 665,-- Euro Können diese Mietkosten als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden?

  1. Redaktion antwortete am 29.05.2013 um 11:31:21

    Das können wir Ihnen nicht verbindlich beantworten. Bitte wenden Sie sich mit einer solchen konkreten Fragestellung an einen Steuerberater, denn nur ein solcher kann Ihnen zu diesem Sachverhalt eine verbindliche Auskunft geben.

Eumel007 fragte am 9.05.2013 um 6:27:34

Ich werde bis fast Ende 2012 meine Zähne fertig haben. Die Zahnarztkosten belaufen sich auf 20.000,- €. Ist es möglich - diese Rechnung in der EKST zu splitten? z.B. Rechnung erhalte ich Dezember 2012 - 1. Hälfte bezahle im Dezember 2012 (kann somit die Hälfte in 2012 als ausergewöhnliche Belastung gelten machen )und 2. Hälfte im Januar 2013 gelten machen (für EKST 2013). Ist bei der EKST das Rechnungsdatum entscheident - Im Jahr der angefallenen Kosten oder die Zahlung? Oder soll ich mir 2 Rechnungen geben lassen für Fälligkeit/Ausstellungsdatum Dezember 2012 und eine für Januar 2013. Möchte soviel wie möglich Steuererstattung rausholen. Vielen Dank im voraus für eine Beantwortung meiner Frage.

  1. Redaktion antwortete am 14.05.2013 um 15:51:29

    Wir würden empfehlen, die Kosten komplett in dem Jahr unterzubringen, in dem Sie auch angefallen sind. Da es im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen eine als "zumutbaren Eigenanteil" bezeichnete Eigenleistung gibt, in deren Höhe die Ausgaben nicht abzugsfähig sind, würden Sie bei einer Splittung der Rechnungen auf zwei Kalenderjahre diesen Abzug zweimal in Kauf nehmen müssen. Dadurch und durch die Tatsache, dass die Einkommensteuer progressiv verläuft, sparen Sie mit einem höheren Abzug in einem Kalenderjahr mehr als bei der Aufteilung auf zwei Kalenderjahre.

Michael fragte am 9.05.2013 um 6:20:04

Hallo, Ich war alleiniger Gesellschafter einer GmbH. Da diese unwirtschaftlich wurde, habe ich die Liquidation angemeldet. Weil kein Geld mehr vorhanden war, habe ich einen privaten Kredit aufgenommen und damit ein Bankdarlehen der GmbH und das Firmenkonto der GmbH ausgeglichen. Bei der Ansetzung der Raten und Zinsen als außergewöhnliche Ausgaben in der privaten Einkommensteuererklärung 2012 wurden diese Kosten nicht anerkannt. Begründung: "Die Aufwendungen sind nicht außergewöhnlich im Sinne des § 33 EStG." Ist das so rechtens? Herzlichen Dank für Ihre Antwort, die ich nur erbitte, falls keinerlei Kosten entstehen.

  1. Redaktion antwortete am 9.05.2013 um 15:44:09

    Eine verbindliche Auskunft kann Ihnen im Einzelfall leider nur ein Steuerberater oder Steuerfachanwalt geben. Aus unserer Sicht sind diese Kosten aber auch keine Außergewöhnlichen Belastungen. § 33 EStG besagt in Absatz 1 "Erwachsen einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands (außergewöhnliche Belastung), so wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch ermäßigt, dass der Teil der Aufwendungen, der die dem Steuerpflichtigen zumutbare Belastung (Absatz 3) übersteigt, vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen wird.". Ihnen erwachsen ja durch den Kredit keine größeren Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse (in diesem Falle von Gesellschaftern einer GmbH, die zum Ausgleich der Firmenverbindlichkeiten ein Bankdarlehen aufgenommen haben).

Bianca fragte am 8.05.2013 um 1:32:51

Meine Mutter ist 62 Jahre alt und schwer krank. Sie hat Pflegestufe 2, welche sie als Geldleistung bezieht, 100% Schwerbehinderung und aG als Merkzeichen. Ich arbeite als Kinderkrankenschwester und teile mir die Pflege mit meinem Vater. Ich wohne nicht im selben Haushalt. Was genau kann ich geltend machen? Fahrten zum Arzt? Wenn ja, wie berechnet? Sie muss einmal pro Woche zum Arzt und einmal die Woche zur Atemtherapie. Was gilt sonst in diesem Zusammenhang als außergewöhnliche Belastung? Müsste ich die errechnete Summe teilen, da ich mir die Pflege mit meinem Vater teile? Was ist mit Urlaubsfahrten um sie aus dem Alltag zu bringen? Vielen Dank im Voraus.

  1. Redaktion antwortete am 29.05.2013 um 11:27:31

    Die Kosten für Fahrten zum Arzt oder zur Therapie können Sie natürlich geltend machen - allerdings nur oberhalb der Grenze der zumutbaren Belastung (§ 33 EStG). Absetzbar sind dann die tatsächlichen Fahrtkosten bzw. bei Fahrten mit dem privaten Fahrzeug pro Kilometer pauschal 0,30 Euro.

Grube fragte am 29.04.2013 um 8:31:56

Guten Tag, am 07.02.2012 ist unser Sohn zur Welt gekommen.Dies geschah allerdings ca.9 Wochen zu früh, so dass unser Sohn ein sog.Frühchen war. Aufgrund dieser Tatsache musste unser Sohn mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen. Nach dem Krankenhausaufenthalt und endlich zuhause, bekam er immer spezielle Frühchennahrung (etc.), die wir selber bezahlt haben. Liegt bei dieser Frühchennahrung etc. eine außerordentliche Belastung vor? und können wir diese in der EkSt-Erklärung als solche geltend machen. lg

  1. Redaktion antwortete am 29.04.2013 um 9:20:01

    Die Kosten für Krankenhausaufenthalt und Fahrten dürften bei einem Frühchen als außergewöhnliche Belastung gelten - ebenso die Ausgaben für die Spezialnahrung. Allerdings können all diese Kosten erst oberhalb der zumutbaren Belastung geltend gemacht werden. Wie hoch diese ist, hängt von Ihren Gesamteinkünften ab und kann unserer Tabelle entnommen werden.

zuckerfee1974 fragte am 21.04.2013 um 18:42:58

Meine Eltern sind beide Rentner. Sie haben in 2012 ein Testament aufsetzen lassen und haben deswegen eine Kostenrechnung über 4000,- Euro bezahlt, zuzüglich Notarkosten. Können diese Kosten bei der Einkommensteuererklärung meiner Eltern auch angegeben werden? Ist dies sinnvoll? Danke im Voraus und viele Grüsse

  1. Redaktion antwortete am 22.04.2013 um 13:56:05

    Notarkosten, die für die Regelung privater Vermögensverhältnisse - wie etwa einer Schenkung oder einem Testament entstehen - sind Kosten der Lebensführung und damit nicht steuerlich absetzbar.

v. Ingen fragte am 15.04.2013 um 15:23:00

Guten Tag! Unsere Tochter macht ein High School Jahr in den USA. Können wir die extra Versicherungskosten als außergewöhnliche Belastungen geltend machen? Wir haben einen Gasttochter aus Finnland für ein Jahr im Haus aufgenommen. Können wir die Haushaltskosten die extra auf uns zugekommen sind abziehen? Unsere älteste Tochter lebt seit Oktober auf Miete als Studentin in ein andere Stadt. Können wir hier bestimmte Sachen (Miete, Reisekosten, Uni) als außergewöhnliche Belastungen geltend machen? Im Voraus, Danke für ihre Antwort.

  1. Redaktion antwortete am 15.04.2013 um 15:40:25

    Aus unserer Sicht sind sowohl die Versicherungskosten für Ihre Tochter als auch die Haushaltskosten für die Gasttochter keine außergewöhnlichen Belastungen. Alle Kosten entstehen nicht "zwangsläufig" sondern durch freiwillige Entscheidungen Ihrerseits. Sie müssen weder Ihre Tochter in die USA schicken und Ihre Versicherungskosten übernehmen, noch müssen Sie eine Gasttochter aufnehmen. Damit entfällt die Voraussetzung für das Vorliegen außergewöhnlicher Belastungen - eben dass diese nicht umgangen werden können. Mietkosten für Ihre studierende Tochter können gemäß § 33a abs. 2 EStG bis zu einer Grenze von 924,- Euro im Jahr geltend gemacht werden, wenn die Aufwendungen dadurch entstehen, dass das Kind außerhalb des Haushalts untergebracht werden muss. Auch Kosten für die Fahrten zwischen Wohnung und Uni sowie Semestergebühren und für Arbeitsmittel können steuerlich geltend gemacht werden.

Mualla fragte am 14.04.2013 um 11:42:28

Hallo ich unterstütze meine in Deutschland lebende Mutter (82 Jahre), die Taub ist und mit G eingestuft wurde, gelegentlich mit Barmitteln und fahrten zum Arzt und Einkauf. Meine Mutter bekommt 249,00 € Witwenrente und 160,00 € Altersrente und wohn alleine. Wie kann ich meine Unterstützung gegenüber Finanzamt geltend machen und wie Hoch? Danke Gruß Mualla

  1. Redaktion antwortete am 15.04.2013 um 15:45:59

    Die Unterstützung mit Barmitteln wird sich schwer geltend machen lassen, da nur konkrete Belege/Ausgaben anerkannt werden. Die Fahrten zum Arzt und Einkauf hingegen können geltend gemacht werden - und zwar mit 30 Cent pro gefahrenem Kilometer oder dem Entgelt für die Benutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs, wenn vorhanden. Allerdings können alle Aufwendungen erst oberhalb der Grenze der zumutbaren Belastung angesetzt werden. Die Höhe dieser Grenze als Prozentsatz vom Gesamteinkommen können Sie unserer Tabelle entnehmen.

Matthias fragte am 12.04.2013 um 22:47:02

Guten Tag Kann eine künstliche befruchtung von der Steuer unter Außergewöhnlich Belastung geltend gemacht werden...??? Wir sind in dem Punkt etwas irretiert, die Krankenkasse hatte uns dieses geraten und der Steuerberater hat uns wieder zur Krankenkasse geschickt. Es wäre wohl nicht möglich gewesen da dieses im rahmen der zumutbaren belastung lag. Somit hat der Steuerberater das gar nicht erst berücksichtigt und eingetragen.

  1. Redaktion antwortete am 15.04.2013 um 15:50:58

    Laut aktuellen Urteilen des Bundesgerichtshof (Urteile vom 10. Mai 2007, Az. III R 47/05 sowie vom 21. Februar 2008, Az. III R 30/07) sind Kosten für eine künstliche Befruchtung als außergewöhnliche Belastungen absetzbar - egal ob es sich um eine verheiratete oder unverheiratete Frau handelt.

B. Anhalt fragte am 10.04.2013 um 16:29:09

In meiner letzten Steuererklärung habe ich Handwerkerleistungen, z.B. Schornsteinfeger und Anwaltskosten für ein Scheidungsverfahren als außergewöhnl. Belastung eingereicht. Obwohl ich diese Kosten alleine getragen habe, wurden nur 50% der Rückerstattg. mir zugerechnet mit der Begründung, dass mein getrennt von mir lebender Ehemann einer Halbteilung nach §26a Abs.2.des Steuerrechts zustimmen muss. Ist dies korrekt? Und was macht man, wenn dieser Halbteilung oder gegenseitigen Verzichtserklärung nicht zugestimmt wird? Danke.

  1. Redaktion antwortete am 11.04.2013 um 12:29:30

    Die Begründung ist korrekt. Wenn Ihr von ihnen getrennt lebender Ehemann dieser Halbteilung nicht zustimmt, können Sie nur versuchen, dies anwaltlich einzufordern. Zu diesem Sachverhalt kann Ihnen aber nur ein Steuerberater oder Steuerfachanwalt unter Kenntnis aller Einzelheiten eine verbindliche Auskunft geben.

Monika H. fragte am 8.04.2013 um 9:23:42

Meine Mutter ist seit 3 Jahren in einem Pflegeheim untergebracht (Stufe I) Nach Abzug der Rente und der Pflegeversicherung müssen wir 4 Kinder jeder monatlich 130 ,- € zuzahlen. Zusätzlich kaufe ich jeden zweiten Monat die Körperpflegemittel von 30,- € und fahre 6 x jährlich 400 km hin- und zurück. Das Finanzamt schreibt mir, dass ich garnichts absetzen kann - stimmt das ?

  1. Redaktion antwortete am 8.04.2013 um 11:43:44

    Elternunterhalt kann als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Allerdings nur unter Berücksichtigung der zumutbaren Eigenbelastung (1 bis 7 Prozent der Gesamteinkünfte des Steuerpflichtigen). Erst wenn die Zahlungen diese Belastungsgrenze überschreiten, werden sie vom Finanzamt als außergewöhnliche Belastung anerkannt.

E.R. fragte am 2.04.2013 um 12:51:04

Wir haben von Verwandten einen Privatkredit über 10000€ erhalten, der durch einen schriftlichen Vertrag beschlossen wurde. Dieser Privatkredit wird genutzt, um einen Baukredit bei der Bank auszugleichen. Der Privatkredit bei der Verwandschaft wird in Raten von 2000€/Jahr zinslos zurückgezahlt. Zählt nun dieser Privatkredit als eine außergewöhnliche Belastung bzw. zählt dieser Privatkredit wie ein Bankredit?

  1. Redaktion antwortete am 2.04.2013 um 17:56:37

    Zum einen: bei einem zinsloses Darlehen haben Sie ja keinerlei Zinslast. Sie haben 10.000 Euro bekommen und zahlen 10.000 Euro zurück. Es fallen also keinerlei Belastungen an, die sich überhaupt steuerlich geltend machen lassen. Zum anderen ist die Konstruktion eines zinsloses Darlehens unter Verwandten mit Vorsicht zu genießen. Denn der Fiskus verlangt auch unter Verwandten Konditionen wie zwischen Dritten, sprich den üblichen Gepflogenheiten entsprechende Zinssätze. Wirs ein zinsloses Darlehen unter Verwandten gewährt, kann der Fiskus Schenkungssteuer in Höhe des dem Darlehensgeber entgehenden Zinssatzes unterstellen. Hier lauert also eine gern übersehene Steuerfalle.

Bea fragte am 2.04.2013 um 8:58:36

Ich bewohne eine Mietwohnung und nehme kommendes Jahr meine Schwester mit auf, die als Selbständige ein ganz geringes Einkommen hat. Sie hat bei mir 2 Zimmer, Bad und Küchenbenutzung. Kann ich das steuerlich absetzen?

  1. Redaktion antwortete am 2.04.2013 um 17:51:08

    Nein, das können Sie nicht als Außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzen.

Jan fragte am 27.03.2013 um 6:21:04

Hallo, mein Vater ist Schwerbehindert (90%; aG, ständige Begleitung). Ich habe ihn mit meinem Auto zu diversen Arztterminen, Krankengymnastik etc gefahren. Kann ICH in MEINER Steuererklärung hierfür etwas geltend machen?

  1. Redaktion antwortete am 27.03.2013 um 8:23:44

    Ja, das können Sie. Kosten der Begleitperson sind bei Schwerbehinderten als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig.

josef koller fragte am 25.03.2013 um 22:23:30

ich bin für meine mutter, die im pflegeheim untergebracht ist, gem. sgb, unterhaltsverpflichtet. in meiner steuererklärung habe ich die von mir an das sozialamt geleisteten zahlungen angesetzt. für die steuererklärung 2011 über 10 T€. im steuerbescheid wurden mir jedoch nur 349 € anerkannt. auf telefonische rückfrage beim fa wurde mir erklärt, dass eine haushaltsersparnis von ca. 8 T€ anzurechnen ist. dann wurde mir noch die zumutbare belastung abgezogen und somit sind nur noch 349 € steuermindernd anzurechnen. aus meiner sicht kann die haushaltsersparnis doch nicht mir in abzug gebracht werden. ich habe durch die heimunterbringung meiner mutter doch keine haushaltsersparnis.

  1. Redaktion antwortete am 26.03.2013 um 14:29:44

    Das ist eine Frage, die Ihnen nur ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein nach Sichtung der Unterlagen genau beantworten kann. Wenn Sie unterhaltsverpflichtet sind, haben Sie natürlich eine Haushaltsersparnis, da Ihre Mutter ja nun nicht mehr zu Hause wohnt, sondern im Heim. Anstelle der anteiligen Miete, Essen, Nebenkosten etc. fallen nun die Unterbringungs- und Betreuungskosten im Heim an. Von daher hat das Finanzamt schon recht.

Norbert fragte am 21.03.2013 um 11:24:44

Ich bin mit 50 % privat krankenversichert und habe daneben Anspruch auf Beihilfeleistungen (öffentlicher Dienst)in Höhe von ebenfalls 50 %. In meiner Einkommensteuererklärung mache ich nun nichterhaltene Krankheits-kosten geltend, zu denen z.B. auch die Eigenanteile der Beihilfe (Arztbesuch 6,-- €, Arzneimittel 3,-- €)gehören. Für die Fahrt zum Arzt erhalte ich von meiner Privatversicherung 0,26 €/km, die Beihilfe zahlt nur in ganz bestimmten Fällen bei vorheriger Genehmigung nach gesonderter Antragstellung. Meine Fragen lauten nun: Gehören die Fahrten zu Arztbesuchen ebenfalls zu den "außergewöhnlichen Belastungen"? Wenn ja, müsste das Finanzamt für die Fahrt mit dem Privat-PkW wohl 0,30 €/km anerkennen; natürlich unter Anrech-nung der 0,26 €/km (zu 50 %!) der Privatversicherung?

  1. Redaktion antwortete am 26.03.2013 um 14:35:31

    Die Fahrten zum Arzt können als außergewöhnliche Belastung gelten - natürlich nur oberhalb der Grenze der zumutbaren Belastung und gegen Nachweis der Arztbesuche, also der Notwendigkeit. Die 0,26 Euto/km der Privatversicherung würden natürlich - so bereits von dieser erstattet - von den azusetzenden 0,30 Euro/km in Abzug gebracht werden.

Ina Müller fragte am 19.03.2013 um 12:14:35

Mein Freund hat 2011 und 2012 bei mir in der Wohnung unentgeltlich gewohnt, weil er noch in der Ausbildung war. Mitte 2012 war er dann fertig mit der Ausbildung. Kann ich einen Teil der Kosten die ich für die Unterbringung in meiner Wohnung hatte steuerlich geltend machen?

  1. Redaktion antwortete am 19.03.2013 um 13:16:10

    Das wird nicht möglich sein. Ihnen sind im den Sinne ja keine außergewöhnlichen Kosten als Belastung entstanden. Ihre Miete hätten Sie so oder so zahlen müssen. Von daher wird da kein Absetzen als außergewöhnliche Belastung möglich sein.

Christina fragte am 19.03.2013 um 8:30:30

Ich bin 21 Jahre alt und Studentin (keine Arbeit), kann meine Mama die Arztrechnungen von mir unter außergewöhnlichen Belastungen absetzen?

  1. Redaktion antwortete am 19.03.2013 um 10:32:08

    Wenn Ihre Mutter für Sie unterhaltspflichtig ist, können aufgewendete Krankheitskosten beim Unterhaltspflichtigen - Ihrer Mutter - dann als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden, wenn Sie nicht in der Lage sind, die Krankheitskosten selbst zu tragen (Urteil ds BFH vom 11.7.1990).

Schmidt fragte am 17.03.2013 um 8:29:43

hallo, meine Frau lag letztes Jahr 2012, 8 Monate in der Klinik. frage. kann ich die fahrten zur Klink ( ein Weg 50 km )zusammen ca.10000km steuerlich unter "Außergewöhnliche Belastungen" absetzten , wenn ja ,wie. Belege unw. INFO: Zusammenveranlagung-Frau ist Erwebsunfähig danke

  1. Redaktion antwortete am 19.03.2013 um 0:08:32

    Das können wir pauschal nicht beantworten, da es vom Einzelfall abhängig ist. So sind Besuchsfahrten ins Krankenhaus als außergewöhnliche Belastung zu berücksichtigen, wenn die Besuche für die Heilung oder die seelische Stimmung des Patienten notwendig waren und es sich um nahe Angehörige handelt. Dabei sollten Sie sich die medizinische Notwendigkeit der Besuche vom behandelnden Arzt schriftlich bescheinigen lassen. Absetzbar sind dann die tatsächlichen Fahrtkosten bzw. bei Fahrten mit dem privaten Fahrzeug pro Kilometer pauschal 0,30 Euro.

Möhrchen fragte am 14.03.2013 um 18:11:56

Da bei meiner 18 jährigen Tochter keine Therapie im Zusammenhang mit einer CED half und eine Operation empfohlen wurde, versuchte sie eine TSO-Therapie (Wurmeier), die in Deutschland noch nicht zugelassen ist. Zwei unabhängige Gastroentereologen gaben hierfür Ihre Zustimmung. Uns war es nicht bekannt, dass wir ein amtsärztliches Gutachten hätten einholen müssen. Hinzu kam, dass im Zusammenhang mit dem hohen emotionalen Druck zu dieser Zeit ein nervlicher Zusammenbruch bei mir erfolgte und ich "mit mir zu tun hatte" und nicht forschte, ob die TSO Therapie eine außergewöhnliche Belastung ist. Nach meinem damaligen Kenntnisstand habe ich es als außergewöhnliche Belastung angesehen, da sie zwangsläufig (krankheitsbedingt) war und ich mich nicht entziehen konnte. Meine Tochter hat auch noch kein eigenes Einkommen und ich bin unterhaltsverplichtet. Das Finanzamt hat die Kosten nun abgelehnt, da kein amtsärztliches gutachten vor der Therapie vorlag. Der Einspruch wurde ebenfalls abgelehnt. Hätte eine Klage Erfolgsaussichten?

  1. Redaktion antwortete am 15.03.2013 um 9:45:56

    Das ist eine Frage, die Ihnen nach Sichtung aller Unterlagen und Kenntnis der Sachlage nur ein Rechtsanwalt verbindlich beantworten kann.

nirak fragte am 14.03.2013 um 5:17:30

Hallo, ich bin Informatikerin und arbeite auch in diesem Beruf. Seit 01.2012 mache ich durch Fernstudium meinen Heilpraktiker. Frage Kann ich alle anfallenden Kosten für den Heilpraktiker geltend machen und wenn ja als Werbungskosten oder Sonderausgaben.

  1. Redaktion antwortete am 14.03.2013 um 12:15:41

    Sie können die Kosten Ihres Fernstudiums als Werbungskosten geltend machen. Bei einem Zweitstudium gilt das aber nur, wenn das Studium auf eine berufliche Tätigkeit vorbereitet, nicht aber, wenn es aus rein privatem Interesse durchgeführt wird.

horst pitzer fragte am 13.03.2013 um 12:27:54

wie berechnet man die Erstattung der Arztrechnungen bei der Eintragung in die Steuererklärung: Gesamteinkommen=50.000,00 EUR, zumutbare Belastung=5% und die Summe der Arztrechnungen betragen 10.000,00 EUR ?

  1. Redaktion antwortete am 14.03.2013 um 13:43:14

    Wenn Ihr Gesamteinkommen 50.000 Euro beträgt und Sie verheiratet sind, werden nach unserer oben stehenden Tabelle 5 % des Einkommens als zumutbare Belastung angesetzt. Das ergibt in Ihrem Fall 2.500 Euro. Reichen Sie Arztrechnungen von 10.000 Euro ein, ergibt sich nach Abzug des zumutbaren Eigenanteils von 2.500 Euro eine außergewöhnliche Belastung von 7.500 Euro.

Jochen Faßbender fragte am 11.03.2013 um 19:56:28

Gehören Umzugskosten, die bei einem altersbedingten Umzug in ein Seniorenheim anfallen, zu den außergewühnlichen Belastungen?

  1. Redaktion antwortete am 12.03.2013 um 9:07:28

    Ja, Umzugskosten, bei denen der Umzug aus gesundheitlichen Gründen zwingend erforderlich und die medizinische Notwendigkeit durch ärztliches Attest belegt ist, können als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

B.Puth fragte am 7.03.2013 um 10:12:50

Können die Kosten für Bestattungsvorsorgeveertäge als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden? Wenn ja in welchem Umfange? Danke!

  1. Redaktion antwortete am 7.03.2013 um 16:05:02

    Das dürfte nicht möglich sein, da es sich um einen freiwilligen, privaten Vertrag handelt, der nicht zwingend anfällt - etwa wie Arztkosten oder dergleichen.

Koppi fragte am 7.03.2013 um 10:10:31

Habe vom Landesamt für Gesundheit und Soziales eine neue Bescheinigung über den neuen Grad der Behinderung erhalten- kann ich rückwirkend Kosten beim Finazamt geltend machen und wie? Danke im voraus Koppi

  1. Redaktion antwortete am 7.03.2013 um 16:03:43

    Rückwirkend geht das unserer Kenntnis nach nicht.

Albrecht fragte am 5.03.2013 um 21:08:52

Meine Mutter hat die Pflegestufe 2 und ist normalerweise im Pflegeheim untergebracht. 2012 war Sie mehrmals im Krankenhaus, dadurch wurden mehrere Besuche in ein weiter entferntes Krankenhaus notwendig. Das Pflegeheim kümmert sich ja nicht um die Wäsche ect. Eine medizinische Notwendigkeitsbescheinigung haben wir nicht. Besteht hier die Möglichkeit dies als außergewöhnliche Belastung geltend zu machen?

  1. Redaktion antwortete am 11.03.2013 um 12:44:28

    Die Möglichkeit besteht durchaus. Ob die Ausgaben allerdings als außergewöhnliche Belastungen anerkannt werden, können wir nicht garantieren. Nach unserem Kenntnisstand ist das von Finanzamt zu Finanzamt unterschiedlich.

enzianmaedchen fragte am 2.03.2013 um 3:23:41

Schön, dass Sie sich so einsetzen und man Fragen kostenlos beantwortet bekommt...

adrian fragte am 18.02.2013 um 16:09:32

Mein Sohn ist 29 Jahre und Student, verdient sich seinen Lebensunterhalt durch gering bezahlte Jobs, die aufgrund der Höhe steuerfrei sind.Wir unterstützen ihn nur mit 100 Euro/Monat bar, da wir noch einen zweiten Sohn(25 Jahre alt) haben, der auch studiert und der Kindergeld noch erhält. Beide Söhne sind in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Meine Fragen: 1. die 100 Euro bar, 2. die Kaution für die neue Wohnung, die wir bezahlt haben, 3. Studien gebühren für den großen Sohn, die wir bezahlt haben, kann ich Pkt. 1-3 als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen? Vielen Dank voraus, für Ihre Antwort.

  1. Redaktion antwortete am 19.02.2013 um 16:29:18

    Die 100 Euro in bar sind Zuwendungen, ebenso wie die Kaution für die neue Wohnung. Beides dürften Sie nicht als außergewöhnliche Belastungen geltend machen können. Auch die Studienkosten lassen sich nicht als außergewöhnliche Belastungen bei Ihnen absetze (Urteil des Bundesfinanzhofes vom 17. Dezember 2009, Az. VI R 63/08).

madd fragte am 17.02.2013 um 21:04:53

Können Anwaltskosten oder Kosten eines außergerichtlichen Vergleichs durch einen Anwalt als Folge von Phishing als außergewöhnliche Belastungen anerkannt werden? Auch wenn dadurch ein teurer Gerichtsprozess vermieden werden konnte. Oder ist dies wie mit Bußgeldern/Ordnungsgeldern gleichzusetzen: Kosten der privaten Lebensführung!?

  1. Redaktion antwortete am 19.02.2013 um 16:39:00

    Weder Buß- noch Ordnungsgelder können als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden. Auch Anwaltskosten werden in aller Regel nur bei Scheidungs- und Unterhaltsprozessen bzw. -streitigkeiten anerkannt. Darüber hinaus gibt es ja den zumutbaren Eigenanteil, der gemäß unserer Tabelle zwischen einem und sieben Prozent der Gesamteinkünfte beträgt und innerhalb dessen selbst abzugsfähige Belastungen erst einmal vom Steuerzahler selber zu tragen sind.

H.Boger fragte am 13.02.2013 um 17:03:39

Sehr geehrte Damen und Herren, für die Ermittlung des zumutbaren Eigenanteils bei außergewöhnlichen Belastungen wurden bisher auch die Kapitalerträge herangezogen. Daher mussten bis 2011 im Mantelbogen in den Zeilen 72 und 73 Angaben zu den Kapitalerträgen gemacht werden. Im Mantelbogen 2012 gibt es diese Möglichkeit der Angabe der Kapitalerträge nicht mehr. Bedeutet dies, dass ab 2012 die Kapitalerträge nicht mehr zur Ermittlung des zumutbaren Eigenanteils herangezogen werden ? Vielen Dank im Voraus. H.Boger

  1. Redaktion antwortete am 14.02.2013 um 8:35:51

    Ja, das ist richtig. Seit 2012 müssen Anleger die von den Kreditinstituten bereits mit Abgeltungsteuer belegten Kapitaleinkünfte nicht mehr in der Steuererklärung angeben.

Retzlaff fragte am 6.02.2013 um 18:34:14

Guten Abend, bei Fahrkosten zu Behandlungen (Krankengymnastik, Wirbelsäulen-RH), Arztbesuche, etc. werden, wenn ich das richtig verstehe, die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel anerkannt. Muß man, wenn man mit dem eigenen PKW fährt, die Kosten für die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Erfahrung bringen und dann einsetzen? Müssen von den einzelnen Stellen, Ärzten Nachweise vorliegen wann ich da war? Schon jetzt vielen Dank für Ihre Unterstützung. Mit freundlichen Grüßen Anita Retzlaff

  1. Redaktion antwortete am 7.02.2013 um 15:07:04

    Sie können - wenn keine zumutbare öffentliche Verkehrsverbindung besteht - natürlich die tatsächlichen Fahrtkosten - bei Fahrten mit dem privaten Fahrzeug pro Kilometer derzeit pauschal 0,30 Euro - absetzen. Natürlich müssen entsprechende Nachweise und Atteste beigelegt werden, welche die Fahrten begründen.

Frau Treblin fragte am 6.02.2013 um 13:16:43

1. Nach der Trennung von meinem Mann, entzog mir dieser unseren gemeinsamen PKW, so dass ich zum Ersatzkauf (altes Auto) gezwungen war, um zur Arbeit zu kommen und auch um unser Kind zur Schule zu bringen. 2. Durch permanente Drohungen und mehrere Tatbestände war ich genötigt das Schließsystem an unserem Haus nach dem Auszug meines Mannes erneuern zu lassen. 3. Auszug meines Mannes, Trennung Hausrat sowie Kindesumgang und div. konnten nur durch Hinzuziehung eines Anwaltes meinerseits geregelt werden mit erheblichen Kosten. Kann ich alle drei Fälle als außergewöhnliche Belastungen ansetzen? Danke.

  1. Redaktion antwortete am 7.02.2013 um 15:11:06

    Die Anwaltskosten können Sie auf jeden Fall ansetzen. Die Kosten für einen neuen PKW etc. unserer Ansicht nach allerdings nicht - ebensowenig wie die Kosten für ein neues Schließsystem.

Thomas Sommer fragte am 4.02.2013 um 20:16:21

Hallo, Sie schreiben am 20.09.2012 als Antwort "die Berechnungsgrundlage für den Eigenanteil" (in unserem Falle wohl 5%) sei das "zu versteuernde Einkommen". Meine Frage: Wird bei dieser Berechnungsgrundlage der Grundfreibetrag, zur Zeit ca. 16.000 Euro bei einem gemeinsam veranlagten Ehepaar, abgezogen oder nicht? Sagen wir das Einkommen beträgt 40.000 Euro (Pension, Rente, Kapitaleinkünfte), werden dann die 40.000 Euro als Berechnungsgrundlage genommen, oder 24.000 Euro? Ich glaube, diese Frage interessiert hier in den Foren sehr viele. Herzlichen Dank!

  1. Redaktion antwortete am 5.02.2013 um 8:52:20

    Das zu versteuernde Einkommen ist natürlich das Gesamteinkommen abzüglich des Grundfreibetrages und sonstiger Freibeträge.

Wenzke, Anja fragte am 4.02.2013 um 15:25:16

Kann ich die Fahrten zu meiner pflegebedürftigen Mutter als außergewöhnliche Belastung geltend machen? Meine Mutter hat einen Schwerbehindertengrad von 90% und eine Gegbehinderung sowie die Pflegestufe I. Sie wohnt 200 km von mir entfernt in Betreuten Wohnen. Ich fahre mind. 1x die Woche zu Ihr, um die Einkäufe zu erledigen, die Wäsche und meine Mutter zu waschen und fahre mit ihr zu den Ärzten. Aufgrund der Pflegestufe kommt 2x täglich eine Mitarbeiterin vom Betreuten Wohnen und schaut, ob alles in Ornung ist. Meine Schwester und ich sind als Betreuer eingetragen. Meine Mutter leidet zu alledem noch an Demenz. Die Fahrten zu meiner Mutter sind nicht gerade erfreulich. Ich hoffe, Sie können mir helfen. Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

  1. Redaktion antwortete am 4.02.2013 um 15:33:24

    Da Sie als Betreuer eingetragen sind, sollten die Fahrtkosten geltend gemacht werden können. Absetzbar sind die tatsächlichen Fahrtkosten bzw. bei Fahrten mit dem privaten Fahrzeug pro Kilometer pauschal 0,30 Euro.

petra wanke fragte am 3.02.2013 um 16:18:24

ich habe eine Rechnung zur Zuzahlung meines Eigenanteils zur Krankenhausbehandlung am 02.01.2013 bezahlt (Rechnungsdatum 02.01.2013) Mein Aufenthalt war vom 15.12.2012 bis 30.12.2012. Kann ich die Rechnung für das Jahr 2012 als außergewöhnlich Belastungen einreichen? was zählt Rechnungsdatum oder Behandlungsdatum?

  1. Redaktion antwortete am 4.02.2013 um 9:40:10

    Es zählt das Rechnungsdatum, also der tatsächliche Anfall der Belastung in Form der Zahlung.

wiprecht von Treskow fragte am 2.02.2013 um 15:16:53

Ich zahle Unterhalt an meine geschiedene Frau. Das ESt-Formular U kann ich nicht nutzen, da ich nicht das in dem Formular erwähnte Einverständnis einholen kann / möchte. Frage: Als Sonderausgabe geltend machen? Wie ist das zu belegen und wo einzutragen?

  1. Redaktion antwortete am 4.02.2013 um 9:27:23

    Wenn Sie zu Unterhaltszahlungen verpflichtet sind, können Sie diese als außergewöhnliche Belastung bis zur Grenze von 8.130 Euro pro Jahr in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Zu belegen ist das über eine entsprechende schriftliche Unterhaltsverpflichtung. Eingetragen wird die Summe der außergewöhnlichen Belastungen in Zeile 72/73 der Einkommensteuererklärung.

Manuela Lotze fragte am 21.01.2013 um 9:06:21

ich wurde dieses Jahr operiert, hatte im Gesicht Platten, die raus kamen, kann ich Fahrkosten geltend machen? Krankenhaustagegeld? ich bin Schwerbehindert 50% "G" ich habe da was von Erstattung Urlaubsgeld, sowie die Begleitperson? Können Sie mir sagen, was ich alles absetzen kann? MFG M.Lotze

  1. Redaktion antwortete am 21.01.2013 um 9:57:41

    Das hatten wir bereits beantwortet: Die Kosten für die unumgänglichen Fahrten zum Arzt, zur Therapie oder sonstigen Behandlungen werden vom Finanzamt als außergewöhnliche Belastung anerkannt. Dabei ist zu beachten: die als außergewöhnliche Belastung zu berücksichtigenden Fahrtkosten sind bei Benutzung eines PKW nur in Höhe der Kosten abzugsfähig, die für die Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels entstehen würden. Ausnahmen werden nur gemacht, wenn keine zumutbare Verbindung mit einem öffentlichen Verkehrsmittel besteht. Krankenhaustagegeld ist eine Leistung Ihrer Versicherung und sollte von selbiger an Sie erstattet werden.

Mutter fragte am 17.01.2013 um 14:37:40

Guten Tag, können auch Krankheitskosten für Kinder bei der Steuer geltend gemacht werden oder nur für die Steuerpflichtigen? Analog die Frage: Können die Zusatzversicherungen für die Kinder angegeben werden? Danke.

  1. Redaktion antwortete am 21.01.2013 um 9:54:26

    Auch Krankheitskosten für die eigenen Kinder können steuerlich geltend gemacht werden. Voraussetzung sind jedoch immer eine ärztliche Verordnung und entsprechende Belege. Klassische Zusatzversicherungen werden in der Regel nicht als Krankenversicherung steuerlich anerkannt.

schnoor, heinrich fragte am 16.01.2013 um 15:06:38

meine frau und ich besitzen gemeinsam ein haus auf eigenem grundstück.einen teil des grundstücks haben wir vor mehr als zehn jahren unserer tochter geschenkt.wir haben noch ein zweites kind. da ich mich fachlichlich nicht in der fühle, ein rechtlich korrektes testament zu erstellen, habe wir uns einen notar dafür genommen. kann ich diese kosten als außergewöhnlich absetzen ?

  1. Redaktion antwortete am 16.01.2013 um 15:15:23

    Notarkosten, die für die Regelung privater Vermögensverhältnisse (z. B. Testament, Schenkung oder ähnliches) anfallen, stellen grundsätzlich Kosten der Lebensführung dar und sind nicht steuerlich absetzbar.

Jeanette fragte am 12.01.2013 um 11:30:58

Hallo. Können bei den außerdewöhnlichen Belastungen durch Krankheit auch Fahrten zum Heilpraktiker abgesetzt werden? Und reicht da als Nachweis die Rechnung des Heilpraktikers?

  1. Redaktion antwortete am 12.01.2013 um 13:20:46

    Die Kosten für die unumgänglichen Fahrten zum Arzt, zur Therapie oder sonstigen Behandlungen werden vom Finanzamt als außergewöhnliche Belastung anerkannt.Dabei ist zu beachten: die als außergewöhnliche Belastung zu berücksichtigenden Fahrtkosten sind bei Benutzung eines PKW nur in Höhe der Kosten abzugsfähig, die für die Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels entstehen würden. Ausnahmen werden nur gemacht, wenn keine zumutbare Verbindung mit einem öffentlichen Verkehrsmittel besteht. Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/stspab0006.htm#ixzz2HlcSIpHj

ZEISSIG fragte am 9.01.2013 um 11:54:20

Ich und mein Mann unterstuetzten meine Mutter aufgrund des Todesfalles Ihrer 2.ten Mannes. Sie hatten einen Kredit laufen und ihr Konto war bereits zum Todeszeitpunkt ueberzogen. Meine Mutter, die in ein Seniorenheim gezogen ist, konnte nicht die Miete fuer das Seniorenheim, Beerdigungsksten und die Schulden zusammen bezahlen. Wir zahlten daher nach einer aussergerichtlichen Einigung mit der Bank 5000 Euro direkt an die Bank und 977 Euro fuer die Aufloesung des Haushaltes direkt an eine Firma. Mit diesen Kosten werden wir ueber die 4 Prozent Eigenanteil bei aussergewoehnliche Belastungen kommen. Koennen wir die 5000 Euro auch als allgemeine aussergewoehnliche Belastung absetzen ?

  1. Redaktion antwortete am 16.01.2013 um 15:31:56

    Das kann Ihnen verbindlich nur ein Steuerberater beantworten. Das FG Münster bejaht in seinem Urteil vom 20.4.1978, I 2973/77 E, EFG 1978 S. 592 die Geltendmachung als außergewöhnliche Belastung. Im betreffenden Fall übernahm der Sohn die Schulden seines Vaters. In Ihrem konkreten Fall geht es darum, ob eine sittliche Verpflichtung vorliegt. Das wäre der Fall, wenn dieHilfe nach dem Urteil der Mehrzahl billig und gerecht denkender Menschen« erwartet wird.

b.prinz fragte am 31.12.2012 um 11:18:01

Ich beziehe mich auf die Frage H.Holst vom 20.11.2012. Ihre Antwort auf die Frage erscheint mir als unzureichend. Deshalb meine Nachfrage: Von den Kosten ärztlich verordneter Arzneien, Brillen Zahnersatzbehandlung wird von der gesetzlichen Krankenkasse ein Teilbetrag A erstattet. Ein weiterer Teilbetrag B wird von einer privaten Zusatzversicherung erstattet. Die Beiträge für diese Zustzversicherung werden vom Finanzamt allerdings nicht als steuermindernd anerkannt. Muss nun bei der Ermittlung der außergeöhnlichen Belastung die Erstattung A+B oder lediglich der Betrag A berücksichtigt werden.

  1. Redaktion antwortete am 31.12.2012 um 13:39:39

    Dazu zwei Anmerkungen. a) wenn Ihnen unsere Antwort als unzureichend erscheint, ist das für Sie schön und gut. Nur sollten Sie bitte nachdenken, dass wir hier unentgeltlich auf hunderte Fragen im Jahr antworten. Gegen entsprechende Kostennote können wir für Sie natürlich gerne und jederzeit so tief ins Detail gehen, wie Sie wünschen. b) zu Ihrer Frage: Sie müssen von allen Kosten zunächst Erstattungen (etwa Beispiel von der Krankenkasse oder einer Zusatzversicherung) und sonstige Zuschüsse abziehen. Das bedeutet, dass natürlich auch beide Erstattungen in Abzug gebracht werden müssen.

M.Keul fragte am 27.12.2012 um 20:05:44

Guten Abend!Ich habe eine Frage zu außergewöhnlichen Belastungen. Es ist eine zahnärztliche Behandlung erforderlich, der HuK-Plan ist durch die KK bereits genehmigt. Ich kenne daher den von mir selbst zu leistenden Zahlbetrag. Da die Arztpraxis in den letzten Tagen 2012 geschlossen ist, kann die Behandlung in 2012 nicht mehr begonnen werden. Wenn ich einen Teilbetrag meines selbst zu tragenden Zahlbetrages noch in 2012 an die Zahnärztin einfach überweise, kann dieser Betrag dann für 2012 noch den Betrag der außergewöhnliche Belastung erhöhen? Oder geht das nicht, weil die Behandlung an sich noch nicht begonnen hat. Ich habe natürlich daher auch noch keine Rechnung der Zahnärztin. Es würde sich um eine reine freiwillige Abschlagszahlung im Voraus handeln. Danke für Ihre Antwort!

  1. Redaktion antwortete am 29.12.2012 um 8:53:47

    Wenn die Rechnung der Zahnärztin entsprechend ausgestellt ist, sollte das gehen. Im konkreten Einzelfall kann das aber nur ein Steuerberater oder eine ähnlich qualifizierte Person entscheiden. Wichtig bei Ihrer Überlegung ist aber, die zumutbare Belastung abzuziehen. Dieser hängt ab von den Gesamteinkünften, dem Familienstand und Zahl der Kinder (§ 33 Abs. 2 EStG). Ist die Höhe der außergewöhnlichen Belastungen höher als die zumutbare Belastung, kann nur der darüber hinausgehende Betrag steuermindernd berücksichtigt werden.

Holger fragte am 13.12.2012 um 16:21:07

Eine Frage noch zu den Baugerichtsprozessen (Frage vom 12.12. um 11.41): Unsere Bauprozesse sind letztlich vor allem Schadensersatzprozesse, da sie auf Rückzahlung der Mängelbeseitigung hinauslaufen. Kann man dann Gerichtskosten, Gutachterkosten und Anwaltskosten geltend machen. Zudem eine weitere Frage bei dem Thema. Es gibt natürlich erhebliche Mängelbeseitigungskosten, z.B. bei der Abdichtung des Hauses. Wären diese auch einzubeziehen? Es sind letztlich Kosten, ohne die das Haus nicht bewohnbar wäre.

  1. Redaktion antwortete am 14.12.2012 um 8:43:21

    Die Antwort lautet leider wieder: unter Umständen. Da Sie von Gerichts- und Gutachterkosten sprechen, sollten Sie kein Problem damit haben, diese Frage an einen fachkundigen Steuerberater zu richten, der sie Ihnen unter Kenntnis aller Details dann auch verbindlich beantworten kann.

Holger fragte am 12.12.2012 um 17:27:57

Wir haben ein Haus gebaut, in dem wir jetzt wohnen. Es hat ein vollständiges Chaos gegeben, die Gewerke wurden durch das Architektur-/Bauunternehmen fehlorganisiert etc. Wir müssen in sehr großen Beträgen gegen etwa 10 beteiligte Baufirmen klagen, um die Mängelbeseitigungskosten (teilweise offene Mängel) wiederzubekommen. Dabei sind erhebliche Anwaltskosten, Gerichts- und Gutachterkosten angefallen. Können diese geltend gemacht werden?

  1. Redaktion antwortete am 13.12.2012 um 11:41:54

    In aller Regel ist es schwierig, Gerichts- und Anwaltskosten für Zivilprozesse als außergewöhnliche Belastungen geltend zu machen. Die Kosten eines Strafprozesses können sich absetzen lassen, ebenfalls die für einen Schadenersatzprozess entstandenenen Kosten.

Hermann Heier fragte am 24.11.2012 um 22:09:31

Werden bei der Berechnungsgrundlage für den Eigenanteil die Einkünfte aus Kapitalvermögen berücksichtigt?einie

  1. Redaktion antwortete am 26.11.2012 um 9:26:48

    Wenn Sie in Ihrer Steuererklärung außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art geltend machen wollen, muss Sie gleichzeitig angeben, dass die erzielten Kapitalerträge entweder weniger als 801 EUR (für Alleinstehende) bzw. 1.602 EUR (fr Verheiratete) betragen oder die Summe der erzielten Kapitalerträge eintragen.

H.Holst fragte am 20.11.2012 um 20:37:38

Ich bin im Besitz einer privaten Krankenzusatzversicherung,die u.a.Ausgaben für Brille,vom Arzt verordnete nicht verschreibungsplichtige Medikamente und Zahnbehandlung teilweise erstattet. Die Versicherungskosten werden,da diese nicht zur Basisversicherung gehören,nicht als Ausgaben in der Steuererklärung berücksichtigt. Können die aus o.g.Versicherung erstatten Kosten bei der Steuererklärung unberücksichtigt bleiben?Kann ich die tatsächlichen Rechnungen z.b.Brille in vollem Umfang ansetzen? Danke im Voraus für Ihre Hilfe.

  1. Redaktion antwortete am 22.11.2012 um 9:29:39

    Bei ärtzlichem Attest können Sehhilfen etc. in dem Umfang, in dem Sie NICHT von der Versicherung erstattet wurden, als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden. Das bedeutet, dass Sie nicht die tatsächlichen Rechnungen in vollem Umfang ansetzen können, sondern nur den Eigenanteil.

Cornelia Kellermann fragte am 16.11.2012 um 11:47:30

Hallo, bin Erwerbsunfähigkeitsrentnerin 80% mit Merkzeichen G im Ausweis. Was kann ich zusätzlich zu der Behindertenpauschale geltend machen? Urlaubsbegleitung ( 767 )? Alle anfallende Arztkosten und Reisekosten, oder nur die Pauschale von 900E? Oder die Pauschale + Arztkosten ? Gruß Conni!

  1. Redaktion antwortete am 19.11.2012 um 10:40:46

    Sie können mit Merkzeichen G im Ausweis die von Ihnen genannten Reisekosten bis zur Pauschale von 900 Euro ohne Nachweis und höhere Reisekosten mit Nachweis geltend machen. Die Urlaubsbegleitung kann ebenfalls bis zu einer Höhe von 767 Euro pro Jahr geltend gemacht werden (BFH-Urteil vom 4.7.2002, Az. III R 58/98, BStBl. 2002 II S. 765).

Freisinger Petra fragte am 13.11.2012 um 11:15:17

hatte letztes Jahr einige fahrten ins Krankenhaus wegen Untersuchungen und Op`s kann ich dies bei der Steuer absetzen und wo trage ich dies ein ??

  1. Redaktion antwortete am 13.11.2012 um 11:49:13

    Fahrten ins Krankenhaus können unserer Meinung nach nicht als außergewöhnliche Belastungen steuerlich abgesetzt werden.

Werner Geiges fragte am 5.11.2012 um 15:06:02

Können noch im Widerspruchsverfahren nachträglich aussergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG geltend gemacht werden, da sich dadurch eine Steuernachzahlung vermeiden ließe.

  1. Redaktion antwortete am 5.11.2012 um 16:01:51

    Das kommt darauf an, ob der Steuerbescheid bereits ergangen und bestandskräftig ist. Wenn ja, kann ein Antrag nachträglich nicht mehr gestellt werden. Wenn nein, ist ein Widerspruch und die nachträgliche Angabe der außergewöhnlichen Belastungen noch möglich.

D.M. fragte am 11.10.2012 um 18:51:55

Hallo ich lebe seit 2010 getrennt und zahle alleine einen familiären Kredit zurück. Eigentlich steht die Hälfte meiner getrennt lebenden Frau zu...oder? Kann ich den Anteil den ich ja für meine Frau zahle steuerlich geltend machen? Ich zahle ja quasi Schulden für jemanden anderes zurück.

  1. Redaktion antwortete am 12.10.2012 um 18:42:12

    Den Anteil für Ihre Frau werden Sie nicht steuerlich geltend machen können. Sie müssen doch bei Abschluss des Kredites vereinbart haben, auf wen selbiger läuft und wer ihn zurückzuzahlen hat. Bei entsprechenden Voraussetzungen ist davon auszugehen, dass Ihre getrennt lebende Frau für die Hälfte der Raten aufkommen müsste, aber das bedeutet doch noch lange nicht, dass Sie bei Zahlung der gesamten Raten diese als außergewöhnliche Belastung absetzen können. Im Zuge der Scheidung haben Sie doch mit Sicherheit anwaltliche Hilfe eingeholt. Dort oder bei einem fachkundigen Steuerberater wäre Ihre Frage deutlich besser aufgehoben, als bei uns.

axel geis fragte am 19.09.2012 um 18:47:09

hallo, ist die Berechnungsgrundlage vom Eigenanteil bei den außergewöhnlichen Belastungen Gesamteinkünfte brutto oder netto? Spricht Gesamteinkünfte ohne Abzüge oder als gereinigtes zu versteuerndes Einkommen?

  1. Redaktion antwortete am 20.09.2012 um 6:56:26

    Die Berechnungsgrundlage für den Eigenanteil ist das zu versteuernde Einkommen.

Stephan Dagmar fragte am 3.09.2012 um 16:42:22

Gelten Ausgaben fuer die Hochzeit unserer Tochter als außergewöhnliche Belastung?

  1. Redaktion antwortete am 4.09.2012 um 7:31:58

    Nein, solche Ausgaben gelten nicht als außergewöhnliche Belastung.

Simone Brady fragte am 6.08.2012 um 12:38:35

Hatte 10.06.2010 einen Unwetterschaden (Eigenheim). Konnte bei der St.-erklärung für 2010 nur einen geringen Teil (wegen finanziellen Schwierigkeiten) für die Aufwendung zur Schadensbeseitigung aufbringen und steuerlich absetzen. Ich bin davon ausgegangen man könne im Folgejahr die Aufwendungen in der St.-erklärung 2011 auch noch geltend machen. Ist das nicht der Fall?

  1. Redaktion antwortete am 6.08.2012 um 15:04:26

    Die Aufwendungen, die in 2011 angefallen sind, können Sie in der Steuererklärung 2011 geltend machen. Ob das jedoch für im Vorjahr angefallene Aufwendungen auch gilt, kann Ihnen verbindlich nur ein Steuerberater sagen.

Jörg Frericks fragte am 1.08.2012 um 17:09:16

Hallo !! Habe auch mal ne Frage. Meine Mutter ist seit Anfang des Jahres in einen Pflegeheim mit vollstationärer Pflege bezieht die Pflegestufe 2. Das sie einen geringe Rente bezieht musste ich für meine Mutter Sozialhilfe beantragen.Dadurch bleibt meiner Mutter nur ein Taschengeld von 100 €. Sie ist eine starke Raucherin und deswegen unterstütze sie monatlich mit ca. 60 €. Kann ich diesen Betrag als aussergewöhlicher Belastung absetzten? Brauche ich Quittungen oder gibt es einen Freibetrag dafür? MfG Jörg Frericks

  1. Redaktion antwortete am 6.08.2012 um 15:06:14

    Sie können die 60,- Euro pro Monat nur gegen Nachweis gelten machen. Ausgaben für Zigaretten wird das Finanzamt allerdings mit Sicherheit nicht als außergewöhnliche Belastungen anerkennen.

Maria Lau fragte am 2.07.2012 um 14:44:29

Die Höhe des Eigenanteils an auss. Belastungen ändert sich, wenn ein Kind in die Familie kommt. Wenn es in der Mitte des Jahres geboren wird, wie wird das dann gerechnet? Ein halbes Jahr 6% und ein halbes Jahr 3%? Können Fahrten des Vaters zum Frühchen in die Klinik steuerlich abgesetzt werden? Wie muss man dies nachweisen?

  1. Redaktion antwortete am 2.07.2012 um 15:04:20

    Laut unserer Information gilt für Ihren Fall ein Eigenanteul von 3 % unabhängig davon, wann das Kind im laufenden Jahr geboren wurde. Was die Fahrtkosten des Vaters angeht, können Besuchsfahrten zu Mutter und Kind ins Krankenhaus nur in besonderen Härtefällen als notwendig anerkannt und damit als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden.

Mike Zdero fragte am 21.05.2012 um 19:43:33

Hallo ich möchte Ihnen fragen - KFW -Kredit ( Darlehen ) können man ausfüllen der Steuererklärung? MFG Mike Zdero

  1. Redaktion antwortete am 22.05.2012 um 6:17:16

    Nein, ein Darlehen ist keine außergewöhnliche Belastung.

Elke Ursula Schmidt fragte am 12.05.2012 um 14:56:42

Meine Mutter (92 Jahre alt) lebt in eienm Pflegeheim (Pflegestufe 2) 15km entfernt. Ich besuche mindestens 3x die Woche. Frage: Kann ich die Fahrtkosten für mein Auto als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Mit freunlichen Grüßen Elke Schmidt

  1. Redaktion antwortete am 14.05.2012 um 15:19:40

    Das dürfte schwierig werden. Als außergewöhnliche Belastung gelten Fahrtkosten zwar, aber z.B. nur bei Besuchsfahrten zur Krankenbetreuung auswärts wohnender Angehörigen - und auch nur bei Nachweis der medizinischen Notwendigkeit. Der reine Besuch einer im Pflegeheim wohnenden Person dürfte nicht als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden.

Frank Otto fragte am 12.04.2012 um 19:51:45

Meine Mutter (82)wird demnächst in ein betreutes Wohnen ziehen. Um die Mietkosten und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten fehlen ihr ca. 200 €, die ich ihr als Beihilfe zu zahlen bereit bin. Kann ich diese Kosten als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen?

  1. Redaktion antwortete am 14.04.2012 um 13:28:21

    Teils, teils. Sie können diese Kosten als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen, müssen die Aufwendungen aber um den anteiligen Betrag verringern, der bei einer Unterbringung im eigenen Haushalt zwangsläufig angefallen wäre (BFH III R 80/97 vom 24.02.2000). In diesem Fall kann ein Steuerberater Ihnen konkretere Angaben machen und die Situation auch für Sie durchrechnen.

Peter Bendisch fragte am 19.01.2012 um 13:54:20

Meine Tochter hat 4 Jahre in Italien gewohnt. Die 4 Jahre hatte Sie ohne Arbeitsvertrag in Italien gearbeitet,und Ihr Lohn wurde auf die Hand ausgezahlt. Seit 03.2011 ist Sie wieder in Deutschland.Meine Frau und ich mußten Sie ersteinmal Unterstützen und eine Wohnung suchen. Für diese Wohnung brauchte Sie neue Möbel die wir Ihr auch gekauft hatten. Die Frage an Sie kann ich diese Unterstützung als außergewöhnliche Belastung geltend machen? Danke im Vorraus für Ihre Hilfe!!! MfG PEBE

  1. Redaktion antwortete am 20.01.2012 um 11:19:46

    Aus unserer Sicht sind das keine außergewöhnlichen Belastungen. Als solche zählen Krankheitskosten, Scheidungskosten, Beerdigungskosten und Pflegekosten sowie in besonderen Fällen Unterhaltsaufwendungen und der Sonderbedarf eines sich in Berufsausbildung befindenden, auswärtig untergebrachten, volljährigen Kindes, für das Anspruch auf einen Freibetrag oder Kindergeld besteht.

Hövener fragte am 11.09.2011 um 12:02:54

Ich unterstütze eine Familienangehörige die ALG2 bezieht mit folgenden Leistung a) Lebensmittelzuwendungen (30 Euro/Monat) b) kleine Reparaturen (z.B. Tapezieren, Gartenarbeit) c) Schuldnerberatung d) abwicklung von Korrespondenz, Schriftverkehr, Behördengänge Das Ganze summiert sich u.a. auf etwa 20 Stunden/Monat 300km Fahrleistungen mit PKW, Telefon und Porto Kann ich diesen Aufwand als ausserordentlichen Aufwand geltend machen?

  1. Redaktion antwortete am 11.09.2011 um 18:39:18

    Aus unserer Sicht können Sie diese Zuwendungen nicht als Außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Es sei denn, die Person wäre pflegebedürftig und könnte die von Ihnen übernommenen Arbeiten nicht eigenständig verrichten.

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