1,22% p.a.



GEFA Tagesgeld versinkt im Niemandsland des Tagesgeld Ranking

Mittwoch den 12.02.2014

Im Jahr 2012 war die GEFA Bank mit viel Tamtam und hohen Zinsen mit einem Tagesgeldkonto gestartet. Recht schnell eroberte das GEFA Tagesgeld damals den deutschen Privatkundenmarkt. Doch irgendwann kam sie, die Zäsur, vom Spitzenreiter beim Tagesgeld wurde die Bank zum Mitläufer – und senkte heute erneut die Zinsen. Damit versinkt das GEFA Tagesgeld im Niemandsland des Tagesgeld Ranking und wird damit in vielen Tagesgeldrechner nicht einmal mehr angezeigt werden.

Vom Spitzenreiter zum Außenseiter

Tagesgeldzinsen berechnen

Die glorreichen Tage sind lange her. Zwischen April 2012, dem Marktstart des GEFA Bank Tagesgeld für Privatkunden, und heute, dem Tag einer Zinssenkung in die Bedeutungslosigkeit, liegen Welten. Von schon nur niedrigen 1,20 Prozent p.a., wodurch die GEFA Bank bereits einige Plätze von den Spitzenpositionen im Tagesgeldvergleich entfernt ist, sinkt der Zinssatz für das Tagesgeldkonto auf nur noch 1,00 Prozent p.a.

Damit ist das Tagesgeldkonto der GEFA Bank noch weiter als bisher von den Toppositionen im Tagesgeldrechner entfernt – und wohl kein Sparer wird von der deutlichen Zinssenkung um 20 Basispunkte erfreut sein. Von der Anpassung der Zinsen betroffen sind dabei sowohl die Neukunden der GEFA Bank wie auch die Bestandskunden. Und diese erhalten bei anderen Tagesgeldangeboten durchaus mehr als nur diese 1,00 Prozent p.a., wie die aktuelle Zinssituation am Markt zeigt.

Kein Interesse mehr an den privaten Sparern?

Die Frage, die sich angesichts dieser Zinssenkung bei der GEFA Bank stellt, ist natürlich klar: hat die Bank nach ihrem furiosen Start im vorletzten Jahr bereits das Interesse an den privaten Sparern hierzulande verloren, nachdem man sich erst einmal mit hohen Tagesgeldzinsen eine schnelle Refinanzierung verschafft hat?

Diese Kritik wird der GEFA Bank natürlich alles andere als passen, davon gehen wir aus. Wenn eine Bank jedoch den Markt gleich mit hohen Zinsen betritt, und damit nur allzu offensichtlich direkt eine Spitzenposition erreichen will in dem jeweiligen Segment, nur um dann allzu lange Zeit später die Zinsen wieder zu senken. Muss sie sich letztlich natürlich auch die Kritik gefallen lassen, dass man dann dahinter Kalkül vermutet. Ein möglichst schnelles Einsacken von Kundeneinlagen zur schnellen Refinanzierung, und danach sind einem genau diese Kunden dann ebenso schnell egal.

Denn genau danach sieht es aus, und genau dieser Geschmack wird der GEFA Bank wohl noch lange Zeit anhaften. Sollte sie, wider Erwarten, doch die Kurve noch bekommen und sich für ihre Kunden zu interessieren beginnen, und nicht nur für die einmal eingesammelten Kundeneinlagen, würden wir dies natürlich auch entsprechend berichten. Aber danach sieht es im Moment einfach nicht aus.


 
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