1,00% p.a.



Tagesgeldkonten mit Inflationsausgleich

Mittwoch den 13.08.2014

In Deutschland wird gerne gemeckert, über alles Mögliche und in den letzten Monaten vor allem gerne über die Zinsen, die es für Tagesgeldkonten und Festgelder gibt. Doch viel wichtiger als hohe Zinsen, die es derzeit nirgends gibt, wo sichere Geldanlage drauf steht, ist der Inflationsausgleich für die angelegten Ersparnisse.

Inflationsrate niedriger als Tagesgeldzinsen

Heute hat das Statistische Bundesamt die endgültige Inflationsrate für Juli 2014 bekannt gegeben, die Verbraucherpreise sind im vergangenen Monat im Jahresvergleich nur um 0,8 Prozent gestiegen. Dies bedeutet für Sparer eine sehr gute Nachricht, da die Spanne zwischen den Zinsen, die es bei den Spitzenanbietern für Tagesgelder und der Inflationsrate gibt, trotz Zinssenkungen wieder größer geworden ist.

Spitzenzinsen bei 1,40 Prozent p.a.

Der derzeitige Spitzenzinssatz beim Tagesgeld liegt bei 1,40 Prozent p.a. und wird von der Audi Bank und der Volkswagen Bank angeboten. Der Zinssatz ist auf vier Monate garantiert, nach Ablauf der Zinsgarantie gibt es bei beiden Banken derzeit 0,60 Prozent p.a.

Audi Bank Tagesgeld – Jetzt eröffnen

Über das Jahr gerechnet ergibt sich so ein Tagesgeldzins von 0,87 Prozent p.a. für Neukunden bei den Banken. Insgesamt sind das 7 Basispunkte über der Preissteigerungsrate und somit nicht nur einen Inflationsausgleich, sondern zugleich eine positive Realverzinsung. Wer noch ein paar Prozentpunkte mehr rausholen will, sollte das Geld nach vier Monaten von dem Tagesgeldkonto der Audi bzw. Volkswagen Bank auf ein anderes transferieren, welches mehr als 0,60% Zinsen erbringt.

VW Bank Tagesgeld – Jetzt eröffnen

1,20 Prozent p.a. mit 12 Monaten Zinsgarantie

Noch besser treffen es Sparer, welche sich für das Cortal Consors Tagesgeld entscheiden. Hier liegt der Zinssatz für Neukunden zwar um 20 Basispunkte niedriger. Dafür sind die von der Direktbank angebotenen 1,20 Prozent p.a. nicht nur auf vier Monate, sondern auf zwölf Monate garantiert.

Das  bedeutet: Mit dem Tagesgeldkonto der BNP-Paribas Tochter Cortal Consors ist nicht nur ein Inflationsausgleich möglich, sondern nach dem derzeitigen Stand der Inflationsrate (Juli 2014) gibt es eine positive Realverzinsung von 40 Basispunkten = 0,40 Prozent p.a. Dies ist eine Hausnummer, die sich sehen lassen kann anhand der Minizinsen, die es bei vielen Banken, vor allem Filialbanken und Sparkassen, für Tagesgeldkonten gibt.

Cortal Consors Tagesgeld eröffnen

Direktbanken bieten oft höhere Zinsen als Filialbanken

Wer sich die durchschnittlichen Zinsen ansieht, die es laut Berechnungen der Bundesbank im Juni 2014 gab, der merkt schnell, irgendetwas ist verkehrt in Deutschland. Der damit letzte bekannte Zinssatz für Tagesgelder lag im genannten Monat auf nur 0,36 Prozent p.a., deutlich unter den Zinsen, welche es bei den Spitzenanbietern im Bereich Tagesgeld gab und gibt.

Dies zeigt, dass die Zinsen bei den Direktbanken, welche Tagesgeldkonten anbieten, meist höher liegen als bei Geldinstituten, die Filialen halten. Hierfür kann es mehrere Gründe geben, die Kosten für die gehaltenen Filialen und das darin beschäftigte Personal. Oder das Desinteresse, den eigenen Kunden wirklich attraktive Tagesgelder anzubieten und eher auf den Verkauf von auf  Provisionen basierenden Anlageprodukten zu setzen, um mehr Geld zu verdienen.

Sparer brauchen sich deshalb nicht zu wundern, wenn sie von ihrer Hausbank nicht die gleiche gute Verzinsung für ein Tagesgeldkonto erhalten, wie es bei mehreren Direktbanken der Fall ist. Ob sie ihr Tagesgeld dennoch bei der Bank vor Ort anlegen wollen, bleibt ihnen selbst überlassen. Diesmal hat nicht die Qual, wer die Wahl hat, sondern die Auswahl bietet die Möglichkeit, für die eigenen Ersparnisse Zinsen über der Inflationsrate zu erhalten und damit mehr wie nur einen Inflationsausgleich zu schaffen.

Bei der Anlagesumme auf die Einlagensicherheit achten

Doch die ganzen guten Zinsen sind nicht das Einzige, was bei der Anlage auf einem Tagesgeldkonto relevant sein sollte. Neben dem möglichen maximalen Anlagebetrag ist es wichtig, auf die Sicherheit der Einlagen zu achten.

Auffällig ist hierbei aktuell das Tagesgeldkonto der Sberbank. Die größte russische Bank unterliegt wegen der Ukraine-Krise den Sanktionen von EU und den USA, ihre europäische Tochter hingegen darf weiter aktiv bleiben in Europa und damit auch hierzulande. Seit kurzem bietet die Sberbank in Deutschland ein Tagesgeldkonto an mit einer Verzinsung von 1,30 Prozent p.a. – einem der derzeit höchsten Zinssätze überhaupt im Bereich Tagesgeld.

Sberbank Tagesgeld eröffnen

Eine maximale Anlagesumme gibt es beim Sberbank Tagesgeld nicht. Für Anleger, die ihre täglich fälligen Einlagen zu vergleichsweise hohen Zinsen anlegen wollen, eine attraktive Angelegenheit. Aber die Einlagensicherheit beträgt nur bis zu 100.000 Euro je Kunde über die österreichische Einlagensicherung. Mehr sollte in diesem Fall nicht angelegt werden, da unklar ist, ob die Sberbank das Tagesgeld in Deutschland nutzt, um Einlagen für die Mutterbank in Russland selbst einzusammeln.

Bei Festgeldkonten noch höhere Realverzinsung möglich

Wer sein Geld zu noch höheren Zinsen, aber mit der gleichen Sicherheit der Einlagen anlegen möchte, der findet im Bereich der Festgeldkonten gute Möglichkeiten. Zahlreiche Anbieter für Festgelder schaffen mit ihren Zinsangeboten nicht nur einen Inflationsausgleich, sondern eine vergleichsweise hohe Realverzinsung.

Für Sparer ist es deshalb lohnenswert, sich nicht nur das aktuelle Tagesgeldranking anzusehen, sondern auch ein Auge auf die Entwicklung der Festgeldzinsen zu haben. Festgeldkonten mit einer Laufzeit von einem bis drei Jahren sind im Moment vor allem bei den Spitzenanbietern in diesem Anlagebereich beachtenswert.

Aktuelle Inflationsrate


 
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