1,01% p.a.



Jetzt noch Zinsen sichern mit Tagesgeld oder einem Festgeldkonto

Donnerstag den 12.06.2014

Vor der nächsten EZB Entscheidung locken ZinsgarantienTick Tack macht die Uhr. Das könnte zumindest für die Zinsen von Sparkonten gelten, wenn die Banken früher oder später den niedrigeren Leitzins und den Strafzins für ihre eigenen Bankeinlagen umsetzen werden. Wie tief das Zinstal dann sein wird, wenn möglicherweise die flächendeckende Zinssenkungswelle auf uns zu kommt… Wir wissen es nicht. Doch wir wollen auch nicht darauf warten und überlegen derweil lieber, welche Möglichkeiten Sparer jetzt noch haben, um sich halbwegs gute Zinsen zu sichern.

Tagesgeld nur mit Zinsgarantie

Welche Banken in den kommenden Wochen und Monaten ihre Zinsen senken werden, das wissen wir natürlich nicht. Doch Sparer sollten bereits jetzt, bevor es soweit ist, darüber nachdenken, was sie nun tun können. Eine Möglichkeit ist, ein Tagesgeldkonto mit Garantieverzinsung zu eröffnen.

Bei Tagesgeldern mit variabler Verzinsung mag zwar der Zinssatz mitunter attraktiv sein, wie es beim Tagesgeld der Renault Bank und der MoneYou mit derzeit 1,30 Prozent p.a. der Fall ist. Die andere Frage, die sich dabei stellt, ist: Wie lange wird dieser Tagesgeldzins noch so bleiben?

Von heute auf morgen könnte damit schon Schluss sein. Deshalb ist es derzeit womöglich deutlich sinnvoller, sich nach einem Tagesgeldkonto mit einer möglichst langen Zinsgarantie umzusehen. Alternativen bieten die Volkswagen Bank und die Audi-Bank, die derzeit 1,4% über 4 Monate hinweg garantieren. Die Südtiroler Sparkasse garantiert ihren Tagesgeldzins über 6 Monate hinweg. Allerdings liegt dieser Zinssatz dann auch mit 1,3% etwas tiefer.

Zinsgarantie von 12 Monaten nur bei einem Anbieter!

An der Spitze im Tagesgeldvergleich liegen derzeit gleich zwei Banken auf dem 1. Platz, die Volkswagen Bank und die Audi Bank. Beide Banken bieten aktuell 1,40 Prozent p.a. für ihr Tagesgeld an. Dies ist der im Moment höchste Zinssatz, den es in Deutschland für Tagesgeldkonten gibt. Doch die ganze Sache hat dann eben doch einen kleinen, aber wichtigen Haken: die Dauer der Zinsgarantie.

Denn so schön, wie sich der Zinssatz auf den ersten Blick liest, ist das Angebot auf den zweiten Blick dann eben doch nicht mehr. Eine Zinsgarantie von vier Monaten, das ist was die Audi Bank und die VW Bank für ihre Tagesgelder jeweils anbieten, danach sinkt der Zinssatz auf ein deutlich niedrigeres Niveau von nur noch 0,60 Prozent p.a. Über das Jahr zusammengerechnet kommt dann letztlich ein Zinssatz raus, der unter 1,00 Prozent p.a. liegt. Wirklich lohnenswert ist die Sache dann doch plötzlich nicht mehr.

Deshalb ist es wichtig, sich nach einer möglichst langen Zinsgarantie umzusehen, selbst wenn der Zinssatz dann nicht auf dem Niveau der derzeitigen Spitzenanbieter beim Tagesgeld bzw. deren Anfangszinssatz liegt. Wir konnten jedoch nur einen Anbieter ausmachen, der tatsächlich auch eine nennenswerte Zinsgarantie anbietet: Cortal Consors.

Zinsen sichern durch lange Zinsgarantie

Die Zinsgarantie der Cortal Consors (BNP Paribas-Direktbanktochter), liegt bei erstaunlichen 12 Monaten. Damit kann über das Cortal Consors Tagesgeld immerhin ein Betrag von bis zu 50.000 Euro so angelegt werden, dass die Zinsen auf 12 Monate garantiert sind.

Cortal Consors bietet derzeit zwar nur 1,20 Prozent Verzinsung an, aber es erscheint derzeit doch am Wichtigsten, sich einen halbwegs guten Zinssatz (über der aktuellen Inflationsrate!) zu sichern. Auf bessere Zinssätze zu setzen, bedeutet gleichzeitig gar keine Zinssatzgarantie oder nur eine, die auf wenige Monate beschränkt ist.

Doch nicht jedermann will sein Geld zu so niedrigen Zinsen angelegt wissen und sucht deshalb nach einem Sparkonto, bei dem es höhere Zinsen gibt. Hier hat das Tagesgeld als Anlagemöglichkeit derzeit jedoch ausgedient.

Wer sein Geld ebenfalls sicher, aber zu höheren Zinsen anlegen möchte, für den bleibt nur das Festgeld übrig. Festgelder können natürlich nicht die Flexibilität der Tagesgeldkonten bieten, dafür jedoch (je nach Anbieter) deutlich höhere Zinsen.

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Festgeld mit ein Jahr Laufzeit als Alternative zum Tagesgeld?

Eine wirkliche Alternative stellt ein Festgeldkonto zum Tagesgeld nicht wirklich dar, da sich beide Anlagearten vor allem durch ihre Flexibilität voneinander unterscheiden. Dennoch ist das einjährige Festgeld eine wie wir denken gute Möglichkeit, um sich immerhin über ein Jahr hinweg gute Zinsen zu sichern, ohne dass das Geld dann über Jahre hinweg fest angelegt und damit zugleich auch nicht verfügbar ist in dieser Zeit.

Besonders hervorstechend beim Festgeld mit der Laufzeit von einem Jahr ist dabei derzeit natürlich die Fibank, die beim einjährigen Festgeld aktuell den mit Abstand höchsten Zinssatz liefert. Mit einer Verzinsung von 3,30 Prozent p.a. ist die Fibank im Moment in Sachen Zinsen einfach ungeschlagen.

Auch wenn der eine oder andere dabei monieren mag, dass die Fibank eine bulgarische Bank sei und man da ja nie sicher sein könnte, wie es mit der Einlagensicherung aussieht. Nur: Bulgarien gehört zur Europäischen Union, was nicht vergessen werden darf. Und EU-weit gilt nur mal eines, eine Gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro je Kunde, ganz egal in welchem Land der EU das Geld nun angelegt wird.

Einzig die Gesetzliche Einlagensicherung ist garantiert!

Man mag jetzt einwerfen, in Deutschland gäbe es doch eine viel höhere Einlagensicherung, weil er was von garantierten Spareinlagen etc. gehört hat. Zwar gibt es hierzulande verschiedene Einlagensicherungssysteme, die über die gesetzliche Einlagensicherung hinausgehen. Doch kein einziges dieser Systeme ist auch wirklich rechtlich garantiert. In Krisenzeiten, wenn es richtig schlimm wird, sind diese Garantien möglicherweise nicht einmal das Papier wert, auf dem sie niedergeschrieben stehen.

Deshalb ist es auch durchaus empfehlenswert, nicht mehr Geld anzulegen, als über die gesetzliche Einlagensicherung jeweils abgesichert ist. Ganz egal, wie viel-versprechend die Töne sind, die manche Banken von sich geben. Zypern hat vor einigen Monaten gezeigt, dass es bei Schieflagen der Banken ganz schnell passieren kann, dass die Sparbeträge über 100.000 Euro angetastet und zum Teil enteignet werden können.


 
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