1,00% p.a.



DAB Bank Relax-Tagesgeld: Zwei Monate nach dem Start kommt der Zinsabsturz

Donnerstag den 4.04.2013

Ein Tagesgeldkonto zum Relaxen für alle, die gute Zinsen suchen? Nein, das war dann wohl doch eher nichts mit dem Relax-Tagesgeld der DAB Bank. Nur zwei Monate nach dem Start kommt der Zinsabsturz, das Tagesgeld reiht sich damit ein in die Reihe von Banken, die mit großen Worten und hohen Zinsen auf dem deutschen Markt gestartet waren – nur um dann schnell den Zinsboden unter den Füßen zu verlieren und auf dem Boden der Realität anzukommen.

Mit 1,85 Prozent p.a. hatte die DAB Bank ihr Relax-Tagesgeld gestartet und eroberte damit auch die Spitze beim Tagesgeld-Vergleich als eines der da noch besten Tagesgeldkonten in Deutschland. Doch die Zeiten haben sich schnell geändert. Während die Zinssenkungen bei anderen Banken bei bis zu 25 Basispunkten und damit schon recht hoch lagen, zückte die DAB Bank für ihr Tagesgeld so richtig den Rotstift und senkte nur zwei Monate nach Vermarktungsbeginn des neuen Tagesgeldkontos die Zinsen um gleich 35 Basispunkte.

Damit zeigt sich einmal mehr, wie viele Banken ihre Tagesgeldkonten mit vergleichsweise hohen Zinsen starten und dann schnell merken, dass das Zinsversprechen aufgrund des starken Kundenansturms und der Marktsituation eben nicht lange zu halten ist. Und dann kommt der Zinsabrutsch, die Spitze im Tagesgeld Ranking wird an andere abgegeben und man verliert sich nach und nach im ferner liefen. Dies haben der DAB Bank in den vergangenen Jahren gleich mehrere Banken vorgemacht, eine, die noa Bank, gibt es inzwischen sogar nicht mal mehr.

Für Sparer sollte es deshalb auch ein wichtiger Punkt bei der Suche nach einem neuen Tagesgeldkonto sein, darauf zu achten, wie es mit der Stabilität der Zinsen aussieht – und nicht nur auf die Höhe der aktuellen Tagesgeldzinsen zu achten. Dies könnte, gerade aufgrund der immer wieder den Markt überschwemmenden und dann schnell wieder in Vergessenheit geratenen starken Zinsangebote durchaus ein wichtiges Entscheidungskriterium für Sparer sein. Denn eines ist nun mal nicht von der Hand zu weisen: Tagesgeld mit vergleichsweise hohen Zinsen und dem schnellen Senken nach dem „Einführungsangebot“ riecht immer auch danach, dass eine Bank zügig Geld für eine Refinanzierung einsammeln möchte. Dies ist jedoch derzeit eher nicht nötig, dank der niedrigen Zinsen, zu denen die Europäische Zentralbank den Banken in der Euro-Zone das Geld regelrecht hinterherwirft. Deshalb sollten solche schnellen Zinsangebote von bislang in dem Bereich Tagesgeld agierenden Banken vielleicht eher zu denken geben denn zum Sparen anhalten.


 
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