1,22% p.a.



AS Privatbank bietet ab 05.02.2013 kein Tagesgeld mehr an

Freitag den 1.02.2013

3,00 Prozent Zinsen p.a. und das garantiert auf 12 Monate, so startete das Tagesgeld der AS Privatbank vor einigen Monaten auf dem deutschen Markt. Mit dem hohen Zinssatz wurde gleich die Spitze des Tagesgeld-Rankings gestürmt, bald darauf trat jedoch Ernüchterung ein, bei der Bank selbst wie auch potentiellen Kunden und Experten. Ab kommender Woche Dienstag wird die AS Privatbank gar kein Tagesgeld mehr anbieten, wie die lettische Bank gestern bekanntgab.

Damit streckt eine Bank die „Waffen“, die sehr vielversprechend in Deutschland gestartet war. Mit starken Zinssätzen beim Tagesgeld wie beim Festgeld ausgerüstet, war die AS Privatbank schnell zu einem Topanbieter aufgeschwungen, jedoch nur für kurze Zeit. Die umständliche Eröffnung der Tagesgeldkonten (Vorgabe ist für die Eröffnung, zugleich ein Girokonto bei  der AS Privatbank zu eröffnen), die automatisch zu entrichtende Quellensteuer und Zweifel an der Stabilität der Einlagensicherung Lettlands auch von Expertenseite hatte schnell dazu geführt, dass das Tagesgeld in kaum einem Tagesgeldvergleich mehr zu finden war.

Ob die AS Privatbank deshalb die Reißleine zog und das Tagesgeld vom Markt nahm, ist nicht bekannt, hierzu gab es bislang keine Informationen seitens der Bank. Sicher ist jedoch: die bereits bestehenden Tagesgeldkonten bei der AS Privatbank werden nicht einfach aufgelöst, sondern zu den Konditionen weitergeführt, zu denen sie eröffnet wurden. Das bedeutet: die Kunden, die noch eine Zinsgarantie von 12 Monaten hatten, werden diese natürlich auch weiterhin behalten, bis der Garantiezeitraum ausgelaufen ist.

Durch den Wegfall des AS Privatbank Tagesgeld Flow ist der Markt hierzulande um eine Möglichkeit ärmer geworden, sein Geld zu guten Zinsen anzulegen. Doch wie unser aktueller Tagesgeldvergleich zeigt, gibt es derzeit immer noch einige Banken, die für ihre Tagesgeldkonten Zinsen anbieten, die deutlich höher sind als beispielsweise bei den meisten Sparbüchern. Deshalb kann sich ein Wechsel von einem Sparbuch auf ein Tagesgeldkonto immer noch lohnen, zudem bietet das Tagesgeld deutlich mehr Flexibilität – es gibt keinen maximalen Verfügungsrahmen, sondern das Geld kann jederzeit komplett auf das Girokonto zurückgebucht werden.


 
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