1,00% p.a.



Verbraucherpreise kontra Sparzinsen

Freitag den 17.01.2014

Die Inflationsrate für 2013 lag über das Jahr hinweg gesehen bei 1,5 Prozent. Im Dezember des vergangenen Jahres wurde eine Teuerungsrate von 1,4 Prozent gemessen, wie das Statistische Bundesamt mittlerweile bekanntgab. Bei den Sparzinsen geht es indes weiter nach unten, das Spiel Verbraucherpreise kontra Sparzinsen wird damit auch in 2014 weitergehen – und so manchen vielleicht sogar das Fürchten lehren.

Die Zinsen für Spareinlagen sind nicht erst seit vergangenem Jahr niedrig, sind jedoch in 2013 fast ausnahmslos weiter abgesackt. Dem entgegenstehen nicht nur der durchschnittliche Anstieg der Verbraucherpreise, sondern vor allem auch die steigenden Preise für Nahrungsmittel, die den Bürgern hierzulande immer mehr den Schweiß auf die Stirn treiben.

Diese Preiserhöhungen wollen erst einmal gestemmt werden, und wer im vergangenen Jahr nicht gerade entsprechend gute Gehaltserhöhungen oder höheren Lohn zugestanden bekam, der musste knabbern und sehen, wie er hinkommt. Selbst wer gespart hat, musste sich gut überlegen, was er machen will, denn: der Inflationsausgleich wird immer schwieriger, die Zinsen für Festgeldkonten und Tagesgelder sind längst nicht mehr das, was sie einmal waren. Für Sparer bedeutet dies, dass sie vor einem Kreuzweg stehen, der wichtiger kaum sein könnte für ihren Geldbeutel.

Tagesgeldzinsen berechnen

Gehen sie den Weg der sicheren Anlage und erhalten je nach Bank sogar eine (mehr oder minder hohe) negative Realverzinsung. Gehen sie den Weg der Risikoanlage, droht immer ein Teilverlust, oder je nach Höhe des Risikos, sogar ein Totalverlust. Deshalb ist es derzeit auch so wichtig, die eigene Geldanlage möglichst aufzuteilen, von sicher (Tagesgeld und Festgeld bis zur Höhe der Einlagensicherung) bis hin zu unterschiedlich hohem Risiko (Aktien, Forex, Bitcoins, Immobilien, Rohstoffe, etc.) Alles auf eine einzige Anlageart zu setzen ist hingegen eher nicht empfehlenswert, es sei denn, man ist ein Kleinanleger, der keinen großen finanziellen Spielraum hat, um etwas auf die hohe Kante zu legen. Dieser muss möglicherweise mit den niedrigen Sparzinsen leben, um bei einer Risikoanlage nicht auch noch Geld zu verlieren, falls die Sache in die Hose geht.

Deshalb wird das Thema Verbraucherpreise kontra Sparzinsen auch weiterhin eine große Rolle spielen im Leben der Anleger. Die Zinsen für Spareinlagen dürften in diesem Jahr möglicherweise weiter nachgeben, ein Sinken der Inflationsrate ist jedoch nicht unbedingt in Sicht, zumindest nicht, solange die Preise für Nahrungsmittel weiter so drastisch steigen. Damit werden Sparer auch 2014 immer wieder darin gefragt sein, die richtigen Entscheidungen für ihre Geldanlage zu treffen und sich vor allem auch regelmäßig über die Entwicklung der Zinsen zu informieren. Denn hier könnte sich noch einiges ändern, nach unten und vielleicht auch nach oben, je nachdem, ob die eine oder andere Bank den Mumm hat, ihre Zinsen für das Tagesgeld oder das Festgeld statt zu senken, sogar zu erhöhen.