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Verbraucherpreisindex Februar 2013 – vorläufige Berechnungen bestätigt

Dienstag den 12.03.2013

Am 28. Februar hatte das Statistische Bundesamt die vorläufigen Berechnungen zur Inflationsrate im Februar dieses Jahres bekanntgegeben. Heute Vormittag bestätigte Destatis die Zahlen für den Verbraucherpreisindex Februar 2013, der damit auf 1,50 Prozent lag.

Für Sparer bedeutet dies eine Erleichterung. Nicht immer konnte das Statistische Bundesamt in den vergangenen Jahren die vorläufigen Zahlen zu den Verbraucherpreisen auch bestätigen und musste nach oben nachbessern, dies ist für den vergangenen Monat nicht der Fall. Immerhin liegt so die eigentliche Inflationsrate nur bei 1,50 Prozent, trotz der niedrigen Zinsen für Tagesgelder und Festgeldkonten ist damit bei einem guten Konto durchaus eine reale Rendite drin – wenn man rein vom Verbraucherpreisindex ausgehen in seinen Berechnungen.

Doch in gleich zwei Bereichen ist im Februar dieses Jahres gegenüber dem Februar 2012 ein Preisschock zu erkennen: Die Preise für Nahrungsmittel und Energie springen unaufhaltsam weiter nach oben. Der Preis für Haushaltsenergie stieg um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Spritpreise um 0,4 Prozent. Besonders teuer zeigte sich dabei der Strompreis, der binnen eines Jahres um 12,4 Prozent angestiegen war, weitere Preiserhöhungen in diesem für Verbraucher so wichtigen Bereich sind nicht ausgeschlossen.

Bei den Nahrungsmitteln legten die Preise um 3,1 Prozent zu von Februar 2012 auf Februar 2013. Auch hier dürfte es auch im Zuge der neuesten Lebensmittelskandale möglicherweise zu weiteren Preisanstiegen kommen, zumal auch die Großhandelspreise gestiegen sind.

Verbraucher sind damit in der Zwickmühle. Strom sparen ist das eine, Heizung sparen auch, auf der anderen Seite kann man letztlich nicht mehr sparen, als es überhaupt möglich ist. Deshalb ist es wichtig, sich entweder bei seinem eigenen Stromversorger nach einem günstigeren Tarif zu erkundigen oder aber diesen zu kündigen und zu einem anderen, günstigeren Stromanbieter zu wechseln. Hierbei sollte jedoch, dies raten auch Verbraucherschützer, darauf geachtet werden, dass eine möglichst lange Preisgarantie besteht für den Strompreis, wegen dem der neue Versorgervertrag abgeschlossen wird. Empfehlenswert ist eine Strompreisgarantie von mindestens einem Jahr mit monatlichen Abschlagszahlungen. Wer Vorkasse leisten soll, eine Kaution zahlen muss oder einen Bonus einheimsen könnte, dem kann hingegen nur eines gesagt sein: von solchen Verträgen lieber die Finger weg zu lassen und sich einen Vertrag zu suchen, wo jeden Monat ein bestimmter Betrag als Abschlag erfolgt und einmal im Jahr dann die gängige Stromkostenabrechnung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbraucherpreisindex für Deutschland Februar 2013

Gesamtindex / Teilindex

Gewichtung

Index
2010 = 100

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

Veränderung
gegenüber
Vormonat

In ‰

In %

Gesamtindex

1.000,00

105,1

1,5

0,6

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

102,71

109,1

2,8

0,0

Nahrungsmittel

90,52

108,9

3,1

– 0,1

Fleisch und Fleischwaren

20,76

112,7

5,4

– 0,2

Obst

8,76

114,1

7,2

– 1,0

Gemüse

11,26

103,7

0,2

– 0,2

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

37,59

105,6

2,1

0,3

Bekleidung und Schuhe

44,93

101,1

0,7

2,1

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe

317,29

107,3

2,3

0,2

Nettokaltmiete

209,93

103,3

1,2

0,1

Haushaltsenergie

68,19

121,3

5,4

0,6

Strom

26,21

122,6

12,4

0,4

Gas

14,46

111,5

1,2

– 0,1

Leichtes Heizöl

11,11

134,1

– 3,5

2,4

Möbel, Leuchten, Geräte und anderes Haushaltszubehör

49,78

101,7

1,0

0,0

Gesundheitspflege

44,44

98,8

– 3,6

0,1

Verkehr

134,73

108,0

1,1

0,8

Kraftstoffe

38,37

116,3

0,4

2,3

Superbenzin

28,38

115,0

0,9

2,8

Dieselkraftstoff

9,19

119,6

– 1,0

1,2

Nachrichtenübermittlung

30,10

93,8

– 1,8

0,0

Freizeit, Unterhaltung und Ähnliches

114,92

102,1

2,1

2,9

Pauschalreisen

26,83

108,8

5,4

11,0

Bildungswesen

8,80

95,8

– 0,4

0,1

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

44,67

104,8

2,1

0,2

Andere Waren und Dienstleistungen

70,04

103,8

1,4

0,1

Gesamtindex 

ohne Heizöl und Kraftstoffe

950,52

104,3

1,7

0,5

ohne Haushaltsenergie

931,81

103,9

1,2

0,6

ohne Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe)

893,44

103,4

1,3

0,6

Waren

479,77

107,3

2,0

0,6

Verbrauchsgüter

307,89

111,3

2,8

0,5

Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer

91,05

102,3

1,3

1,3

Langlebige Gebrauchsgüter

80,83

97,7

– 0,5

0,3

Dienstleistungen

520,23

103,1

1,1

0,7

Quelle Zahlen: Statistisches Bundesamt


 
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