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Inflationsrate steigt wieder an – Im Gesamtjahr 2012 bei 2,0 Prozent

Dienstag den 15.01.2013

Auch wenn es so manche „positive“ Prognose für dieses Jahr geben mag, Fakt ist: im Dezember des vergangenen Jahres stieg die Inflationsrate wieder an und beendete das Jahr mit 2,1 Prozent. Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 2,0 Prozent an, was zwar niedriger war als die Inflationsrate in 2011, dafür hatten gerade die Sparer in 2012 zu kämpfen: steigende Preise und sinkende Sparzinsen haben bei vielen Tagesgeldkonten zu deutlichem Renditeverlust geführt. Für viele bedeutete dies gar, dass die Zinsen so niedrig waren, dass kein Ausgleich zur Inflationsrate geschaffen werden konnte – unter dem Strich bedeutete dies dann eine zu Null, teilweise gar eine Negativverzinsung der Ersparnisse.

Nachdem im Dezember 2012 die Strompreise weiter anzogen, stiegen auch die Verbraucherpreise an, auf 2,1 Prozent, die Tendenz dürfte hier kaum fallend sein in der kommenden Zeit. Denn bereits im Januar 2013 ging es bei vielen Energieversorgern weiter mit der Erhöhung der Preise für Strom und Gas, teilweise auch für Fernheizung und Wasser. Die Verbraucher hierzulande müssen damit auch im neuen Jahr tiefer in die Tasche greifen, um Energie kaufen zu können.

Eine Entlastung ist damit vorerst nicht in Sicht, mögen die Prognosen für die Inflationsrate für dieses Jahr auch noch so gut sein. Die Rechnung wird immer am Ende aufgemacht, und schon der Anfang sieht gar nicht gut aus, weder hinsichtlich der Verbraucherpreise noch hinsichtlich der Sparzinsen. Und: in 2012 zogen zudem die Großhandelspreise deutlich an. Hier kam es zu Preissteigerungen von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2011. Auch hier waren vor allem die steigenden Preise für Energie und Heizöl für den Preisauftrieb verantwortlich. Nach und nach werden diese deutlichen Preissteigerungen auch beim Endverbraucher ankommen, und die Inflationsrate weiter ankurbeln, davon ist auszugehen. Ein Ende der steigenden Verbraucherpreise ist damit für die nächsten Monate nicht abzusehen, egal wie wohlwollend so mancher Prognosen-Ökonom die Lage betrachten mag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbraucherpreisindex für Deutschland 

Gesamtindex / Teilindex

Gewichtung

2012 JD

Dezember 2012

Veränderung
gegenüber
2011 JD

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-monat

Veränderung
gegenüber
Vormonat

in ‰

in %

JD = Jahresdurchschnitt

Gesamtindex   2012

1 000,00

2,0

2,1

 0,9

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

103,55

3,2

4,4

1,0

Nahrungsmittel

89,99

3,2

4,8

1,2

Fleisch und Fleischwaren

21,54

5,4

5,6

0,6

Obst

9,23

4,4

9,8

2,8

Gemüse

10,60

1,7

12,0

4,7

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

38,99

2,9

2,3

0,0

Bekleidung und Schuhe

48,88

2,7

4,7

0,9

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und so weiter

308,00

2,3

1,7

– 0,2

Nettokaltmiete

203,30

1,2

1,1

0,1

Haushaltsenergie

59,82

5,6

3,6

– 0,8

Strom

24,61

2,8

3,2

0,1

Gas

12,85

5,5

2,7

0,0

Leichtes Heizöl

9,21

8,9

1,8

– 5,1

Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte und Ähnliches

55,87

1,0

1,0

0,0

Gesundheitspflege

40,27

2,1

2,3

0,0

Verkehr

131,90

3,0

2,0

– 0,2

Kraftstoffe

35,37

5,7

3,2

– 1,4

Superbenzin

19,29

5,8

3,6

– 1,1

Dieselkraftstoff

8,15

5,0

2,2

– 2,3

Nachrichtenübermittlung

31,00

– 1,3

– 1,4

– 0,1

Freizeit, Unterhaltung und Ähnliches

115,68

1,9

2,9

5,5

Pauschalreisen

25,93

4,4

6,9

22,8

Bildungswesen

7,40

– 12,3

– 4,7

0,1

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

43,99

2,2

2,1

5,6

Andere Waren und Dienstleistungen

74,47

0,0

– 0,2

0,1

Gesamtindex 

ohne Heizöl und Kraftstoffe

955,42

1,7

2,0

1,1

ohne Haushaltsenergie

940,18

1,7

2,0

1,1

ohne Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe)

904,81

1,6

1,9

1,2

Waren insgesamt

493,00

2,9

2,8

0,1

Verbrauchsgüter

305,11

3,7

3,3

 0,0

Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer

95,24

2,2

3,4

0,3

Langlebige Gebrauchsgüter

92,65

0,2

0,3

0,0

Dienstleistungen

507,00

1,1

1,4

1,8

Quelle Tabelle: Statistisches Bundesamt


 
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