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Sparer bevorzugen Liquidität und Sachwerte

Freitag den 30.11.2012

Bereits vor einigen Tagen hat tagesgeld.info die Frage "Wohin mit dem Ersparten?" erörtert. Ein Vergleich der Zinsen verschiedener Anlageklassen führte zu dem Ergebnis, dass Tagesgeldkonten offenbar aktuell eine attraktive Option sind. Vor allem für Anleger, die möglichst einen Erhalt der Kaufkraft anstreben und das Ersparte möglichst liquide anlegen möchten. Dieser subjektive Eindruck wird nun von einer Studie des Bundesverbandes der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken bestätigt. Diese konstatiert ebenfalls, dass das Sparen mit kurzfristigen und liquiden Anlagen in Deutschland derzeit sehr beliebt ist.

Annähernd die Hälfte der gesamten Finanzanlagen in Deutschland, die neu gebildet werden, wird in Form von Sichteinlagen bei Banken angehäuft.
In den vergangenen zwölf Monaten sind die Einlagen von privaten Haushalten bei inländischen Banken um satte 84,4 Milliarden Euro gestiegen. Der Großteil davon, etwa 80 Milliarden Euro, sind davon in Anlageprodukte geflossen, die die tägliche Verfügbarkeit der Einlagen sichert. Dazu zählt beispielsweise die Einlage auf dem Girokonto, dem Sparbuch oder eben auch dem Tagesgeldkonto. Damit machen die Bankeinlagen im Anlageportfolio vieler Bundesbürger einen gewichtigen Teil von zunehmender Bedeutung aus. Der Anteil der Bankeinlagen liegt mit etwa 41 Prozent zur Jahresmitte 2012 sogar auf einem Rekordniveau im neuen Jahrtausend (siehe dazu auch die Infografik auf unserem Portal). Die Sparquote, also der Anteil des verfügbaren Einkommens, das gespart wird, liegt jedoch insgesamt nach wie vor relativ unverändert auf einem Niveau von etwa 10 Prozent.

Neben diesem Trend zum Sparen mit liquiden Bankeinlagen wenden sich viele Bundesbürger auch vermehrt Realwerten zu. Dazu zählen beispielsweise Immobilien. Diese sind ebenfalls als sichere Anlageoption bekannt und bieten offenbar gerade vor dem Hintergrund des unsicheren makroökonomischen Umfelds eine Zuflucht für risikoaverse Anleger. Der Trend zum Immobilieninvestment wird zudem durch die historisch niedrigen Finanzierungskonditionen begünstigt. Auch bei Aktien, die ebenfalls als Sachwerte gelten, sind Zuflüsse zu verzeichnen gewesen. Dies gilt auch für festverzinsliche Papiere oder Investmentfondsanteile.  Die Mittelzuflüsse fielen hier jedoch wesentlich moderater aus.


 
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