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Jahresteuerung in der Euro-Zone im Juli auf 0,4 Prozent

Donnerstag den 14.08.2014

Es scheint ein aussichtsloser Kampf zu sein, welchen die Europäische Zentralbank gegen die sinkende Inflation in der Euro-Zone führt. Das Blatt wendet sich nicht und zeigt immer noch nicht in Richtung der gewünschten Preisstabilität von 2,0 Prozent.Stattdessen hat die Jahresteuerung in der Euro-Zone im Juli 2014 weiter nachgegeben, im Monatsvergleich ergab sich sogar eine negative Teuerungsrate im Euroraum wie in der EU.

Mit der Jahresteuerungsrate von 0,4 Prozent ist in der Euro-Zone zugleich die niedrigste Inflationsrate seit Oktober 2009 erreicht. Die mehrfachen Leitzinssenkungen wie auch der Strafzins, den Banken seit Juni dieses Jahres für ihre Einlagen bei der EZB bezahlen müssen, zeigen damit weiter keine Wirkung.

Rückgang der Verbraucherpreise im Euroraum und der EU

Im Juli dieses Jahres haben sowohl die Verbraucherpreise in der Euro-Zone wie auch in der EU nachgegeben. Die jährliche Inflationsrate sank im

  • Euroraum auf nur noch 0,4 Prozent,
  • in der Europäischen Union auf 0,6 Prozent.

Im Juni 2014 hatte die Jahresteuerungsrate in der Währungsunion auf 0,5 Prozent gelegen, in der EU auf 0,7 Prozent. Damit gab es einen Rückgang der Verbraucherpreise sowohl in der Euro-Zone wie der Europäischen Union.

Deutlicher Rückgang gegenüber Juli 2013

Gegenüber Juli des vergangenen Jahres sind die Verbraucherpreise im Juli 2014 deutlich zurückgegangen. Die Inflationsrate in der Euro-Zone hatte im Vorjahresmonat auf 1,6 Prozent gelegen, in der EU auf 1,7 Prozent.

Dies zeigt, wie stark die Preise binnen eines Jahres gesunken sind, trotz der geldpolitischen Maßnahmen der EZB, die damit folgenlos verpufft sind und die sich im Kampf gegen die Deflation in der Euro-Zone als wirkungslos erwiesen haben.

Quellen:

  • de.global-rates.com

(Quelle: Global-Rates.com)

Negative Teuerungsrate im Monatsvergleich

Im Vergleich mit dem Vormonat, Juni 2014, sah es im Juli sogar richtig düster aus mit der Inflationsrate. Die Teuerungsrate rutschte sowohl in der Euro-Zone wie in der Europäischen Union in eine negative Inflation. Im Euroraum betrug diese minus 0,7 Prozent, in der EU minus 0,5 Prozent.

Die höchsten negativen Jahresteuerungsraten im Juli 2014

Wie Eurostat heute mitteilte, wurden die höchsten negativen Inflationsraten im Jahresvergleich gemessen in

  • Bulgarien mit minus 1,1 Prozent,
  • Griechenland mit minus 0,8 Prozent,
  • Portugal mit minus 0,7 Prozent,
  • Spanien mit minus 0,4 Prozent und
  • in der Slowakei mit minus 0,2 Prozent.

Der Kampf für eine steigende Inflationsrate und gegen die Deflation in den Schuldenstaaten Griechenland, Portugal und Spanien scheint damit immer mehr verloren zu sein. Trotz eines Leitzinssatzes auf mittlerweile nur noch 0,15 Prozent und einem Strafzins für Bankeinlagen von 0,10 Prozent.

Die höchsten Inflationsraten im Juli 2014

Den negativen Jahresteuerungsraten gegenüber stehen die höchsten jährlichen Inflationsraten, die im Juli dieses Jahres in

  • Österreich mit 1,7 Prozent,
  • in Rumänien mit 1,5 Prozent und
  • Luxemburg mit 1,2 Prozent gemessen wurden.

Deutlich darunter lagen die Verbraucherpreise in Deutschland mit einem Anstieg von nur 0,8 Prozent.

Laut Eurostat ging die Jahresteuerungsrate im Juli dieses Jahres in dreizehn Mitgliedstaaten zurück, in sechs Mitgliedsstaaten blieb die jährliche Inflationsrate stabil und in acht Mitgliedsstaaten stieg die Jahresteuerung an.

Stärkste Preisanstiege und Preissenkungen

Wie die Europäische Statistikbehörde mitteilte, lag „der stärkste Aufwärtsimpuls für die jährliche Inflation des Euroraums“ bei den Teilindizes Restaurants & Cafés mit plus 0,08 Prozent, Mieten mit plus 0,06 Prozent und Instandhaltung von Fahrzeugen mit plus 0,05 Prozent.

Dem entgegen stehen die stärksten Preisrückgänge, die vom Obst mit minus 0,13 Prozent, Gemüse mit minus 0,11 Prozent und Telekommunikation mit ebenfalls minus 0,11 Prozent kamen.


 
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