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comdirect Spar- und Konsumindex April 2014

Dienstag den 27.05.2014

Sparen die Bundesbürger lieber oder wird mehr Geld für Konsum ausgegeben? Dies ist eine Frage, die auch der comdirect Spar- und Konsumindex stellt. Kürzlich hat die comdirect den comdirect Spar- und Konsumindex für April 2014 veröffentlicht und darin zeigt sich ein leichter Anstieg der Sparneigung im Vergleich zum Vormonat, März dieses Jahres. Dennoch ist die Sparneigung weniger hoch, als sie es noch zu Beginn dieses Jahres war.

Sparneigung weiter über sechs Prozent

.comdirect LogoIm Januar dieses Jahres zeigte der comdirect Spar- und Konsumindex eine Sparneigung von 6,6 Prozent auf. Damit lag die Sparneigung im April um 0,1 Prozent niedriger als im ersten Monat 2014. Dennoch ist die Quote von 6,5 Prozent, die der Index der comdirect im April ergab, nicht ganz im Keller gelandet, wie die sinkenden Zinsen für Spareinlagen in den letzten Monaten hätten vermuten lassen.

 Zur Statisitik der Sparquote

Um die Sparneigung zu ermitteln, errechnet sich der Sparanteil „als Quotient aus dem mittleren Sparbetrag der befragten Haushalte und dem durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommen“, wie die Direktbank in ihrem den comdirect Spar- und Konsumindex begleitenden Facesheet schreibt. Dies ermöglicht natürlich eine recht gute Aussage darüber, wie viel tatsächlich gespart wird.

Für die Ermittlung des comdirect Spar- und Konsumindex werden monatlich 1.600 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt, die Befragung erfolgt dabei durch den Marktforschungsdienstleister Toluna. Gefragt wird dabei unter anderem:

  • „Denken Sie bitte einmal an den letzten Monat zurück. Wie viel haben Sie von Ihrem Haushaltsnettoeinkommen in diesem Monat insgesamt zurücklegen und sparen können?
  • Denken Sie dabei bitte auch an die regelmäßigen Sparbeträge, wie z.B. Daueraufträge auf Sparkonten sowie an Wertpapieranlagen, Rücklagen für die Vorsorge oder Bargeldrücklagen?
  • Wenn Sie es nicht mehr so genau wissen, geben Sie bitte eine Schätzung ab.“

Ausgaben für Freizeit leicht gestiegen seit Jahresbeginn

Wie der comdirect Spar- und Konsumindex für April dieses Jahres ergab, sind die Freizeitausgaben seit Beginn dieses Jahres leicht gestiegen und lagen damit im vergangenen Monat auf 230 Euro je Bundesbürger. Dies stellt zugleich den höchsten Wert in diesem laufenden Jahr dar, so die Direktbank-Tochter der Commerzbank über die aktuellen Zahlen.

Zu den Ausgaben für Freizeit gehören dabei

  • Restaurantbesuche und Kinobesuche,
  • Hobbys wie auch Urlaubsreisen.

Wie Toluna im Auftrag der comdirect dabei ermitteln konnte, unterscheiden sich hierbei die Bürger in Ost und West kaum hinsichtlich der Höhe ihrer Freizeitausgaben.

In den alten Bundesländern lagen die Ausgaben für Freizeit laut comdirect Spar- und Konsumindex  im April 2014 auf 231 Euro. In den neuen Bundesländern lagen die Freizeitausgaben im vergangenen Monat auf 238 Euro und damit im Durchschnitt nur 3 Euro unter den Ausgaben im Westen.

Insgesamt lag der comdirect Spar- und Konsumindex im April 2014 auf 98,6 Punkten, was einen Anstieg gegenüber dem März dieses Jahres bedeutet. Im Vormonat hatte der Index auf 97,4 Punkten gelegen. Die Leiterin Banking bei comdirect, Sabine Münster, dazu: „Wegen der Osterfeiertage haben die Deutschen im vergangenen Monat mehr Geld für Genuss und Freizeit ausgegeben. Dennoch haben sie auch das Sparen nicht vergessen.“

Weiterer Anstieg beim comdirect Spar- und Konsumindex

Im Februar dieses Jahres hatte der comdirect Spar- und Konsumindex noch auf 96,7 Punkten gelegen, war dann im März auf, wie bereits oben angeführt, auf 97,4 Punkte gestiegen. Der Sparanteil lag im März 2014 auf 6,4 Prozent und damit niedriger als im April, wo die Sparneigung auf 6,5 Prozent gestiegen war.

Im März hatte sich dabei beim comdirect Spar- und Konsumindex gezeigt, dass die Bundesbürger vor allem langfristig anlegen wollen. Dabei haben knapp zwei von drei der Befragten und damit 62 Prozent „in mindestens ein Vorsorgeprodukt investiert“, so die comdirect im vergangenen Monat.

Mehr als ein Drittel und damit 35 Prozent besaßen eine Altersvorsorge, drei Prozent mehr und damit 38 Prozent hatten eine Lebensversicherung. 36 Prozent der von Toluna im Auftrag der comdirect Befragten zahlten in einen Bausparvertrag ein. Sabine Münster dazu: „Die Deutschen orientieren sich zunehmend langfristig und denken auch an den Ruhestand“.

Zinsloses Sparen auf dem Girokonto weiterhin Trend

Aber auch Tagesgeldkonten sind weiter im Trend, wie der comdirect Spar- und Konsumindex für März ergeben hatte. 42 Prozent der Bundesbürger legten dabei ihr Geld im März dieses Jahres unter anderem als Tagesgeld an. 17 Prozent mehr und damit 59 Prozent lassen ihr Geld jedoch auf dem Girokonto liegen und bestätigen damit andere Erhebungen, dass der Bundesbürger oftmals zu bequem ist, sein Geld irgendwo anders zu sparen und dafür dann auch Zinsen zu erhalten und deshalb am liebsten auf dem Girokonto belässt. Mehr als ein Viertel der Befragten und damit 26 Prozent gaben im für den Index für März 2014 sogar an, ihr Geld als Bargeld zuhause zu lagern.

Die Leiterin Banking bei comdirect, Sabine Münster, spricht sich dabei besonders für das Tagesgeld aus als Anlageart, wenn es um das kurzfristige Sparen geht: „Die richtige Anlageform hängt vom Sparziel ab. Das Tagesgeldkonto eignet sich zum Beispiel gut als Anlage für kurzfristige Anschaffungen“.


 
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