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Kommen Gebühren für Sparguthaben?

Dienstag den 26.11.2013

Die Zeiten sind mies für Sparer, der Leitzins ist niedrig, sowohl in der Euro-Zone als auch in den USA – doch sie könnten bald noch viel mieser werden. Kommen Gebühren für Sparguthaben, das ist jetzt die große Frage, die sich zumindest die Sparer in den USA bald werden stellen müssen.

Während in Deutschland Sparen zum guten Ton gehört, wenn auch im 3. Quartal dieses Jahres die Sparquote weiter gesunken ist, sieht es in den USA anders aus. Hier wird nach wie vor von vielen Bürgern auf Pump gelebt, die Kreditkartenschulden könnten im schlimmsten Falle, sollte die Kreditkartenblase eines Tages platzen, zu einer neuen globalen Finanzkrise führen. Sparen ist deshalb anders als bei uns eher unüblich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten – und dennoch folgen nicht alle US-Bürger dem Trend, wir stecken unser gesamtes Geld in den Konsum und legen stattdessen Geld zurück. Dies kann für eine spätere Ausbildung der Kinder sein, oder für die Altersvorsorge.

Nun scheinen die Banken in den USA jedoch die Nase voll zu haben von dem Teil ihrer Kunden, der sein Geld nicht munter ausgibt, sondern es stattdessen als Sparguthaben auf den Banken liegen lässt. Dies übrigens, ohne wirklich Zinsen dafür zu erhalten, zu Null Zinsen sind hier längst an der Tagesordnung. Da die Banken selbst jedoch nichts mit den Einlagen ihrer Kunden anfangen können, weil sie von der US-Notenbank, der Federal Reserve, keine Zinsen dafür bekommen, wenn sie ihre Kundeneinlagen dort lagern, wollen die Geldinstitute das Blatt nun wenden.

Und so könnten Strafgebühren kommen für die Kunden, die ihr Geld auf ihrer Bank belassen, um es zu sparen, anstatt es auszugeben. Das würde bedeuten, den Sparern, die sowieso nicht mehr wirklich etwas für ihre Zinsen erhalten, noch weiter finanziell das Wasser abzugraben und sie unnötig zu belasten.

Doch die Strafgebühren auf Spareinlagen könnten Schule machen, wenn der Leitzins hier auch auf null Prozent gesenkt werden würde – und die Banken keine Kundeneinlagen mehr benötigen, um sich zu refinanzieren, auf der anderen Seite jedoch selbst plötzlich dafür zahlen müssten, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank lagern. Damit würde Sparen plötzlich alles andere als angenehm werden. Noch ist es zwar nicht so weit, aber wir wissen nicht, was noch auf die Bankkunden zukommen würde, wenn sich die Eurokrise wieder verschlimmert und die Banken die Kosten für die Krise, unter anderem Abschreibungskosten auf faule Kredite, durch mehr oder minder verdeckte Strafgebühren an ihre Kunden weiterzureichen beginnen.


 
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