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Geldvermögen der Deutschen steigt im 2. Quartal 2013 an

Montag den 28.10.2013

Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist zum Ende des 2. Quartals 2013 gestiegen. Dies ergaben Berechnungen der Deutschen Bundesbank. Die Zunahme betrug 23 Milliarden Euro und damit 0,5 Prozent im Vergleich zum 1. Quartal 2013, das private Geldvermögen stieg damit hierzulande auf 5.027 Milliarden Euro an. Das Nettogeldvermögen stieg dabei in den Monaten April bis Juni dieses Jahres auf 3.457 Milliarden Euro an.

Ebenfalls gestiegen ist das Volumen der Kredite, hier wurden im 2. Quartal dieses Jahres Verbindlichkeiten in Höhe von 6 Milliarden Euro aufgenommen, wie die Bundesbank mitteilt. Das bedeutet, das niedrige Zinsniveau wirkt sich bei privaten Haushalten auch weiterhin positiv aus. Vor allem Wohnungsbaukredite sind dabei für den Anstieg von 0,3 Prozent gesorgt hat. Zum Ende des 2. Quartals 2013 lagen die Verbindlichkeiten privater Haushalte damit auf 1.570 Milliarden Euro.

Dies zeigt, dass derzeit zwei recht gegenläufige Trends erkennbar sind. Während auf der einen Seite weiter fleißig Geld angelegt wird, obwohl die Zinsen niedrig sind, sind Kredite und Baufinanzierungen von privaten Haushalten in Deutschland derzeit sehr gefragt. Auch hier wirkt das Niedrigzinsniveau natürlich ein, wobei sich die Höhe der Zinsen für Ratenkredite am Leitzins orientiert, und die Höhe der Bauzinsen an der Pfandbriefkurve.

Bei den nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften hingegen sah es im 2. Quartal 2013 etwas anders aus. Hier sank die Geldvermögensbildung um fast 3 Milliarden Euro durch Abflüsse. Vor allem die Bankeinlagen einschließlich Bargeld waren davon betroffen, hier flossen gleich 10 Milliarden Euro ab binnen der Monate April bis Juni dieses Jahres. Ausgebaut wurden dabei die Sichteinlagen einschließlich Bargeld, die gegenüber dem Vorquartal vom 9 Milliarden Euro zunahmen. Verlierer waren indes die Termineinlagen und Spareinlagen sowie Sparbriefe, bei denen es im 2. Quartal dieses Jahres zu einem Rückgang von 19 Milliarden Euro kam. Hier zeigt sich das Niedrigzinsniveau von seiner schlechtesten Seite, die nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften haben augenscheinlich deutlich weniger Lust als früher, Termingelder etc. zu den gegenwärtig niedrigen Zinsen anzulegen und setzen eher auf Sichteinlagen, die schnell wieder abrufbar sind.


 
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