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FED-Entscheidung: Kommt nun die Kursänderung?

Donnerstag den 20.06.2013

Während der US-Präsident in Deutschland zum Staatsbesuch weilte, traf die Federal Reserve, die US-Notenbank, die Entscheidung, wie es in den kommenden Monaten mit der Geldpolitik weitergehen solle. Bereits seit Tagen war das Zittern groß, ob die FED bereits jetzt aus der Politik des billigen Geldes aussteigen würde, die Spannung auf den Finanzmärkten war entsprechend spürbar. Doch die Notenbank der USA hat sich unter ihrem Vorsitzenden Ben Bernanke dazu entschieden, wie die Europäische Zentralbank weiter beim Kurs des billigen Geldes zu bleiben. Aber: der seit Jahren massiv praktizierte Ankauf von US-Staatsanleihen wird nach und nach eingedämmt werden, wenn sich die Wirtschaft des Landes auch weiterhin stabilisieren würde.

Bereits in diesem Jahr könnte es zu einer Reduzierung des Anleihekaufs kommen, für 2014 wird ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosenquote erwartet, auf bis zu 6,5 Prozent. Für das Ende dieses Jahres wurde eine Quote von 7,2 bis 7,3 Prozent erwartet, aktuell liegt die Erwerbslosenquote in den USA auf 7,6 Prozent. Laut der FED-Prognose soll die Wirtschaft der USA in diesem Jahr um 2,3 bis gar 2,6 Prozent Wachstum schaffen, für das kommende Jahr erwartet die Notenbank sogar einen Anstieg des BIP von bis zu 3,5 Prozent.

Es wird sich nun zeigen müssen, was die kommenden Monate bringen werden. Bereits jetzt fürchten Experten einen Absturz der Börsen, wenn die US-Notenbank aus ihrer nun schon einige Jahre währenden Politik des billigen Geldes aussteigen wird. Dies ist auch nachvollziehbar, sind des doch immer mehr die Notenbank, welche die Finanzmärkte durch ihre Entscheidungen regieren.

Die Zukunft wird deshalb möglicherweise sehr explosiv sein hinsichtlich eines Endes der Geldpolitik und dem Versuch, wieder zur Normalität zurückzukehren. Dies gilt nicht nur für die USA und die Entscheidungen der Federal Reserve, sondern auch für die Europäische Zentralbank und die Notenbank Japans. Hier könnte eine Bombe platzen, welche die Weltwirtschaft im schlimmsten Falle auseinanderreißen könnte.


 
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