1,01% p.a.



Negative Realzinsen beim Sparen vermeiden

Dienstag den 28.05.2013

Wir leben in einer Niedrigzinsphase, die ist nicht von der Hand zu weisen. Doch jeder Sparer und jede Sparerin kommt anders durch die Krise, und der eine verliert mit seinem Geld an Kaufkraft, die andere gewinnt – durch eine positive Realverzinsung. Augen auf beim Sparen ist deshalb wichtiger denn je, um 2013 negative Realzinsen zu vermeiden.

Oftmals sparen viele immer noch mit dem Sparbuch, um die 70 Millionen Sparbücher soll es noch in Deutschland geben, obwohl diese in den meisten Fällen längst unterirdisch verzinst werden. Das heißt: die Zinsen dafür sind so niedrig, dass sie weit unter der Inflationsrate liegen und damit eine hohe negative Realverzinsung mit sich bringen. Das Sparen auf einem Sparbuch lohnt sich deshalb nur noch in Ausnahmefällen, dies sind jedoch meist die Sparbücher, die es nur online zu haben gibt und die deshalb meist nur noch wenig mit dem eigentlichen (physischen) Sparbuch zu tun haben, wie wir es noch von früher kennen.

Andere hingegen lassen aus Gewohnheit und auch Bequemlichkeit ihr Geld auf dem Girokonto liegen, wo es meist gar nicht verzinst wird. Dies bedeutet, die volle Höhe der Inflationsrate brettert auf diese Nicht-Sparer herab, unter dem Strich sind die Negativzinsen dann genau so hoch wie die steigenden Verbraucherpreise – derzeit damit 1,20 Prozent.

Das "Sparen" auf einem Girokonto ist damit zinszehrend, Jahr für Jahr verlieren Deutschlands Verbraucher damit Milliarden an Zinsen, die ihnen eigentlich zustehen würden. Wenn sie ihr Geld richtig sparen würden und es nicht auf dem Gehaltskonto belassen würden, wo es eben keine "Zinskinder" bekommt.

Auch viel Geld verlieren jene Sparer, die weder auf dem Sparbuch sparen noch das Geld auf ihrem Girokonto belassen, aber dafür bei einer Bank ihr Geld als Tagesgeld oder Festgeld anlegen, wo die Zinsen ebenfalls unter der Inflationsrate liegen. Wichtig ist für Sparer in einer Zeit der niedrigen Zinsen vor allem eins: die Sparzinsen gründlich zu vergleichen, und dies nicht nur vor der Kontoeröffnung, sondern immer wieder auch im Laufe der Zeit. Rutschen diese dann unter die aktuelle Inflation, sollte über den Wechsel des Sparkontos nachgedacht werden. Beim Tagesgeldkonto geht dies recht fix, einen guten Zinsüberblick bietet dabei für die Suche nach einem neuen Tagesgeldkonto unser aktueller Tagesgeldrechner mit zahlreichen verschiedenen Tagesgeldangeboten.

Einen schnellen Überblick darüber, bei welcher Inflationsrate sich Sparer mit welchem Nominalzins noch positive Realzinsen sichern können, liefert die Realzins-Tabelle unseres Ratgebers zu diesem Thema.


 
Tagesgeld_160x600