0,80% p.a.



Trotz niedriger Zinsen: Zahl der Tagesgeldkonten steigt weiter an

Montag den 13.05.2013

Die Zinsen für Tagesgelder sind deutlich niedriger als noch vor einigen Monaten, und doch zeigt sich auch weiterhin ein Trend zum Sparen, die Zahl der Tagesgeldkonten wird immer mehr. Dies geben zumindest die Zahlen wieder, welche die comdirect kürzlich für den April bekanntgegeben hat.

Auch wenn die Zinsen für das comdirect Tagesgeld PLUS mit nur noch 1,00 Prozent p.a. und dies auch nur bis zur Anlagesumme von 10.000 Euro alles andere als üppig sind, so steigt die Zahl der Tagesgeldkonten bei der Direktbank-Tochter der Commerzbank doch weiter deutlich an. Dies ergibt sich aus den Monatszahlen der comdirect für den April 2013.

Während die comdirect im März 2013 noch 1.373.889 Tagesgeld PLUS-Konten führte, waren dies im April dieses Jahres schon 1.367.819 Tagesgeldkonten. Dies bedeutet einen Zuwachs von immerhin 6.070 Konten für diesen Bereich der Geldanlage, was angesichts der niedrigen Tagesgeldzinsen dann doch eine nicht gerade niedrig zu nennende Zahl von neuen Tagesgeldkonten ist.

Damit wird deutlich, dass sich Deutschlands Sparer von der gegenwärtigen Niedrigzinsphase nicht unbedingt vom Sparen abhalten lassen möchten. Geld auf die hohe Kante zu legen ist so auch weiterhin ein wichtiger Punkt, auch wenn die Sparneigung abgenommen hat – und zudem immer mehr Bürger ihren Konsum mittels der Aufnahme eines Kredites finanzieren.

Doch der Vorteil eines Tagesgeldkontos liegt weiter auf der Hand: das auf einem solchen Konto angesparte Geld ist jederzeit durch den Sparer selbst abrufbar. Durch die Überweisung auf das Girokonto, das als Referenzkonto angegeben ist, kann der Sparer in den meisten Fällen recht schnell wieder über sein Tagesgeld verfügen, eine Kündigungsfrist gibt es bei Tagesgeldkonten nicht einzuhalten. Damit hebt sich das Tagesgeld auch weiterhin deutlich ab von Sparbüchern, bei denen der maximale Verfügungsrahmen im Monat bei nur 2.000 Euro liegt und zudem eine Kündigungsfrist von drei Monaten eingehalten werden muss, um über den gesamten angesparten Betrag verfügen zu können. Für das Geld auf die hohe Kante legen, das über diesen möglichen Verfügungsbetrag hinausgeht, lohnt sich ein Sparbuch damit nicht, sondern wird eher zu einem Klotz am Bein, der einen früher oder später stolpern lässt. Denn wenn man in der Zeit, in der man seine Ersparnisse benötigt, nicht an sein Geld kommt, nützt das ganze Sparen dann doch eher weniger.

Tagesgeld ist damit auch in den Zeiten, in denen niedrigere Zinsen als sonst gewährt werden, die attraktivere Art des Sparens. Gerade weil das Geld schnell verfügbar ist und der Sparer nicht auf die Bank gehen muss, um seine Ersparnisse abzuholen, sondern sie gleich auf sein Girokonto zurückbuchen kann, erfreuen sich Tagesgeldkonten auch in der Niedrigzinsphase wachsender Beliebtheit.


 
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