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Ifo-Index: Negative Konjunkturaussichten für Deutschland

Donnerstag den 25.10.2012

Der ifo-Geschäftsklimaindex hat sich weiter eingetrübt und zeichnet eine sehr skeptische Stimmung der deutschen Wirtschaft nach. Die wirtschaftlichen Aussichten, die durch den ifo-Geschäftsklimaindex abgebildet werden sollen, sind derzeit so schlecht wie zuletzt vor fast drei Jahren. Bis vor einigen Monaten hatte man noch mit einer ganz anderen Entwicklung gerechnet. Im Herbst dieses Jahres sollte die Trendwende eingeleitet werden und die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehren. Viele Experten hatten damit gerechnet, dass die Zahlen zum Ende dieses Jahres weitaus positiver ausfallen und ein positives Bild für die Zukunft zeichnen. Diese Erwartungen wurden jedoch enttäuscht, was den Deutschen Aktienindex (DAX) kurzzeitig auf Talfahrt schickte.  Daran konnten auch besonders positive Konjunkturnachrichten aus China nichts mehr ändern. Die Gesamtentwicklung des DAX am heutigen Tag bleibt schwach.

Dem ifo-Index wird eine hohe Bedeutung eingeräumt. Er gilt als das wichtigste Konjunkturbarometer Deutschlands. Mehr als 7000 Unternehmen werden durch das ifo-Institut zur Erstellung des Geschäftsklimaindex befragt, wie sie die aktuelle wirtschaftliche Lage beurteilen und die zukünftige Entwicklung einschätzen. Im September lag der Index noch bei einem Wert von über 110 Punkten. Nun ist er im Oktober auf 107,3 Punkte gefallen. Mit dem sechsten Rückgang in Folge ist das Zukunftsszenario damit besonders unsicher.  Die Erwartungen für das kommende Halbjahr und das nächste Jahr sind pessimistisch. Der Chef des ifo-Instituts fand etwas andere Worte für diese Entwicklung und beschrieb, dass sich die Wolken am deutschen Konjunkturhimmeln weiter verdunkeln.

Der ifo-Index setzt damit erste Anzeichen dafür, dass die Wirtschaftsforschungsinstitute mit ihren nach unten korrigierten Wachstumsaussichten für das kommende Jahr Recht behalten könnten. Sie hatten in ihrem Herbstgutachten mit einem schwachen Wachstum im kommenden Jahr gerechnet. Auch die Bundesregierung und der Internationale Währungsfonds (IWF) gehen von einer weiteren Abkühlung der Konjunktur in Deutschland und der gesamten Eurozone aus. In der Eurozone wird man sogar ein negatives Wirtschaftswachstum verzeichnen müssen, die durch die rezessiven Tendenzen in den Peripherieländern verursacht wird.


 
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