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Risikolebensversicherung statt Kapitallebensversicherung?

Montag den 21.05.2012

Die Kapitallebensversicherung muss sich seit vielen Jahren die Kritik gefallen lassen, dass sie schlichtweg zu hohe Kosten hat, um wirklich rentabel zu sein. Dabei ist das Prinzip der kapitalbildenden Lebensversicherung durchaus sehr sinnvoll.

Todesfallschutz gepaart mit Kapitalanlage, und dazu auch noch Steuerfreiheit beim Einhalten bestimmter gesetzlicher Vorgaben, dies ist eine Sache, die an sich lohnenswert und auch empfehlenswert sein könnte.Dennoch ist die Rendite oft mager und der Todesfallschutz teuer zu bezahlen bei der Kapitallebensversicherung – was die Frage aufwirft, ob nicht andere Strategien gesucht werden sollten. Eine Trennung von Lebensversicherung und Kapitalanlage ist deshalb meist durchaus sinnvoller, und vor allem auch deutlich rentabler.

Risikolebensversicherungen sind nicht dazu da, Kapital aufzubauen für später, sie bieten einen reinen Todesfallschutz. Dies jedoch deutlich günstiger als kapitalbildende Lebensversicherungen – und mit höherem Todesfallschutz. Gleichzeitig Kapital aufzubauen mit anderen Sparformen bedeutet zwar einen Wegfall der Steuerfreiheit, dies wird jedoch oft aufgewogen durch die dann ja auch wegfallenden Kosten für die Kapitalanlage.

Festgeldkonten und Tagesgeld beispielsweise kosten keinen Cent Kontoführungsgebühren, können jedoch durchaus attraktiv verzinst sein. Beim Sparen kann der Lebensversicherte zusätzlich profitieren durch das Stellen eines Freistellungsauftrags für die Kapitalzinsen.

Unter dem Strich ist die Risikolebensversicherung mit einem Mix auf Spareinlagen durchaus rentabler als eine kapitalbildende Lebensversicherung, bei der die Rendite den Kosten zum Opfer fallen kann. Wer dennoch nicht auf eine Kapitallebensversicherung verzichten möchte, der sollte sich vor dem Abschluss des Vertrags eingehend mit dem Versicherungsvertrag befassen und vor allem auch nicht beim erstbesten Versicherungsangebot zuschlagen.

Wenn jedoch die Höhe des Todesfallschutzes eine wichtige Rolle spielt, ist eher von einer Kapitallebensversicherung abzusehen, da dieser bei dieser Art von Lebensversicherung eine sehr teure Angelegenheit werden kann. Risikolebensversicherungen sind hingegen auch mit einem hohen Todesfallschutz meist günstig zu haben.

Und noch ein Tipp: egal ob kapitalbildende Lebensversicherung oder Risikolebensversicherung, beim Abschluss einer solchen Versicherung sollte beim Vorab-Fragebogen nicht „geschummelt“ werden. Dies könnte im schlimmsten Falle den Versicherungsschutz kosten. Deshalb gilt Ehrlichkeit als oberstes Gebot beim Abschluss einer Lebensversicherung.


 
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