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Geldanlage in schwierigen Zeiten: Inflation und ihre Folgen

Freitag den 20.01.2012

Die sichere Geldanlage ist insbesondere für private Anleger in diesen Zeiten zu einer echten Herausforderung geworden. Die Zukunftsprognosen sind sehr unsicher und auch die Wirtschaftsberichte von Forschungsinstituten oder Institutionen wie der Bundesbank, dem Internationalen Währungsfonds oder der Bundesregierung geben nur vage Aussichten über zukünftige Entwicklungen. Die Anlageentscheidung hängt allerdings davon ab, wie sich die Wirtschaft in den kommenden Monaten entwickeln wird.

Viele Anleger fürchten sich vor einer Inflation und fliehen in Sachwerte wie etwa Aktien. Aktien werden als Sachwerte bezeichnet, da sie Beteiligungen an Unternehmen darstellen, die eben Sachwerte halten, zum Beispiel Patente. Daher gelten Sachwerte in der Regel als inflationsschützende Anlagemöglichkeit, während selbst die besten Tagesgeldkonten und Festgeldkonten als Geldwertanlagen keinen echten Inflationsschutz bieten. Die Nachfrage nach Sachwerten steigt, wenn die Anleger eine inflationäre Entwicklung in der Zukunft vermuten. Derzeit raten viele Anlageprofis zum Kauf von Aktien, weil diese eben eine geldwertschützende Eigenschaften haben. Doch ist Inflation tatsächlich realistisch?

Was ist überhaupt Inflation und warum sollte man sich als Anleger gegen Inflation absichern? Inflation kann als Geldentwertung durch steigende Preise interpretiert werden. Wenn die Preise steigen, können private Haushalte bei gegebenem Einkommen immer weniger kaufen. Die Kaufkraft sinkt. Inflation entsteht aus monetärer Sicht durch eine zu starke Ausweitung der Geldmenge, etwa durch eine stark expansive Geldpolitik der Zentralbank. Eine andere Ursache für Inflation ist ein starker konjunktureller Auftrieb, der die Nachfrage erhöht und damit zu Preiserhöhungen führt. Gleichzeitig ist auch die importierte Inflation ein wichtiger Bestimmungsfaktor der inländischen Inflationsrate. Wenn die Preise steigen und das Geld immer weiter entwertet wird, sind Sparer mit Bargeld und Sparbüchern im Nachteil. Ihre Ersparnisse werden immer weniger wert. Anleger, die in Sachwerte investiert haben, sind daher im Vorteil. Ihre Anlage bleibt weitestgehend wohl wertbeständig. Bei einer Hyperinflation, die bei Inflationsraten von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vormonat vorliegt, könnte diese Aussage aber auch nicht mehr für Sachwerte wie etwa Aktien gelten.

Wie realistisch eine Hyperinflation ist, kann derzeit kein Experte genau sagen. Allerdings weisen die meisten Analysten eine Hyperinflation als unrealistisch zurück. Die Zentralbanken haben in den vergangenen Jahren ihren Willen demonstriert, für Preisstabilität zu sorgen. Angesichts von derzeit moderaten Inflationsraten um 2 Prozent, dem Zielwert der Europäischen Zentralbank, wäre es demnach wohl eher unrealistisch eine Hyperinflation zu vermuten.


 
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