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Einlagensicherung für Privatbanken soll deutlich gesenkt werden

Freitag den 23.09.2011

Wie sicher ist das Geld der Sparer in Deutschland wirklich? Diese Frage bewegt inzwischen immer mehr Verbraucher. Während es zu Beginn dieses Jahres zu einer Erhöhung der Gesetzlichen Einlagensicherung kam (stieg von 50.000 Euro auf 100.00 Euro je Kunde), kommt es nun zu einem Schock für die Anleger. Die Privatbanken wollen ihre Einlagensicherung deutlich senken!

Vom Bundesverband deutscher Banken, BdB, kamen mittlerweile klare Aussagen dazu. „Wir passen das System der freiwilligen Einlagensicherung an, um den Fonds für zukünftige Herausforderungen besser aufzustellen und den Kunden unserer Banken auch weiterhin glaubhaft den besten Schutz für ihre Spareinlagen zu bieten“, hieß es gestern aus den Reihen der Hauptgeschäftsführung des Bankenverbandes.

In drei Stufen soll die Sicherungsgrenze des freiwilligen Einlagensicherungsfonds der Privatbanken Deutschlands gesenkt werden – das über einen Zeitraum von 13 Jahren. Was sich anhört wie eine lange Zeit, versteckt eher, dass der Sicherung durch den Einlagensicherungsfonds dann nur noch 8,75 Prozent betragen wird, derzeit liegt die Sicherungsgrenze bei noch 30 Prozent.

  1. Schritt: Sicherungsgrenze des Einlagensicherungsfonds sinkt zum 1. Januar 2015 von 30 Prozent auf nur noch 20 Prozent.
  2. Schritt: Zum 1. Januar 2020 erfolgt die Senkung der Sicherungsgrenze auf nur noch 15 Prozent.
  3. Schritt. Zum 1. Januar 2025 wird die Sicherungsgrenze des Einlagensicherungsfonds auf dann nur noch 8,75 Prozent gesenkt.

Die zusätzliche Einlagensicherung vieler privater Banken in Deutschland hatte viele Sparer immer wieder zu Anlagen wie Tagesgeld und Festgeld bei den Privatbanken motiviert. Ein Absenken der Sicherungsgrenze des freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes verunsichert die Verbraucher und macht Angst, ob die Lage der Banken möglicherweise schlechter ist, als nach außen kommuniziert wird.


 
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