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Bankenverband öffnet sich FinTechs

Donnerstag den 12.10.2017

Der Bankenverband hat zum ersten Mal FinTechs als außerordentliche Mitglieder aufgenommen. Dabei handelt es sich um insgesamt elf FinTechs. Prominente Beispiele sind Giromatch, IDnow und Deposit Solutions. Mit der Aufnahme soll die Zusammenarbeit zwischen Banken und FinTechs noch enger werden. Außerdem wurde der Projektausschuss „Digital Banking“ eingerichtet.

Herausforderung digitale Transformation

Auf der Homepage des Bankenverbandes heißt es: „Die Digitale Transformation ist – auch für die Finanzbranche – eine der zentralen Herausforderungen. Dem begegnet der Bankenverband u. a. mit einer Zusammenarbeit mit Startups aus dem Finanzbereich, den FinTechs.“[1]

Insgesamt wurden 11 FinTechs als außerordentliche Mitglieder aufgenommen. Folgende Liste gibt einen Überblick:

  • Barzahlen
  • Cringle GmbH
  • Deposit Solutions
  • Elinvar
  • Figo
  • FinLeap
  • Giromatch
  • IDnow
  • MasterFin
  • The NAGA GROUP AG
  • NDGIT

Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, kommentierte den Schritt wie folgt: „Für Banken und FinTechs bieten sich zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten. Daher wollen wir als Verband beide Welten noch enger verzahnen und haben uns für Unternehmen aus der FinTech-Szene weiter geöffnet.“[2]

Projektausschuss „Digital Banking“ gestartet

Als Gremium für die Zusammenarbeit dient unter anderem der Projektausschuss „Digital Banking“. Darin treffen die Chief Digital Officer der Banken auf das Führungspersonal der FinTechs. „Die große Resonanz auf beiden Seiten hat uns bestärkt, auf diesem Weg weiter zu gehen“, sagte Kemmer.

Sparern, die auf die Anlage in Tages- und Festgelder setzen, dürfte vor allem das FinTech Deposit Solutions ein Begriff sein. Das Unternehmen aus Hamburg bietet eine Open-Banking-Plattform und steht hinter den Zinsportalen ZINSPILOT sowie Savedo.

Über ZINSPILOT und Savedo vermittelt das FinTech deutsche Sparer vornehmlich an Tages- und Festgeldangebote aus dem europäischen Ausland. Die Banken dort weisen oft höhere Zinsen als die Institute in Deutschland auf und bieten dank europäischer Richtlinien dennoch einen vergleichbaren Schutz der Einlagen bis 100.000 Euro. Alleine Zinspilot blickt auf über 60.000 Kunden und zwei Milliarden Euro an vermittelten Einlagen seit 2015.

FinTechs nutzen Sparern

Damit ermöglicht Deposit Solutions Sparern Zugang zu Angeboten, auf die sie ohne das FinTech verzichten müssten. Andere junge Unternehmen für Finanztechnologie wie IDnow erlauben die bequeme Kontoeröffnung vom Sofa. Der Bankenverband auf der anderen Seite Vertritt die Interessen des privaten Kreditgewerbes in Deutschland.

In den Tages- und Festgeldvergleichen auf tagesgeld.info ist das Zinsportal ZINSPILOT von Deposit Solutions unter anderem mit dem Tagesgeld/Flexgeld24 der FIMBank vertreten, das 0,75 % Zinsen p.a. bietet, sowie mit dem Festgeld der Alpha Bank Romania, das bei einer Laufzeit von 12 Monaten mit 1,20 % p.a. verzinst ist (Stand: jeweils 10.10.2017).


Weiterführende Links

[1] Bankenverband – Digitalbanking

[2] Bankenverband – Pressemeldung vom 9.10.2017


 
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