1,07% p.a.



Türkische Lira: Kurssprung nach Referendum

Mittwoch den 19.04.2017

Das Referendum in der Türkei, bei dem am Sonntag über ein Präsidialsystem abgestimmt wurde, hat für Entlastung bei der türkischen Lira gesorgt. Bekam man für einen US-Dollar bis zum frühen Sonntagabend noch 3,731 türkische Lira, erlebte die Währung am späten Abend, als klar wurde, dass die Mehrheit der türkischen Wähler mit „Ja“ gestimmt hatte, eine Aufwertung, nach der man für einen US-Dollar nur noch 3,626 türkische Lira bekam.

Entlastung bei türkischer Lira hält an

Die letzten Kursdaten vom Mittwochmorgen zeigen, dass die Entlastung bisher anhält. Zwar kam es zwischenzeitlich zu Schwankungen, für einen US-Dollar bekommt man aber weiter deutlich weniger türkische Lira als vor dem Referendum. Am Montag schwankte der Kurs des Dollars eine Weile bei rund 3,660 Lira, am Dienstag war der Dollar kurzfristig sogar wieder 3,711 Lira Wert.

Am Dienstag wechselte die Richtung aber erneut zugunsten der Lira. Am späten Abend bekam man für einen Dollar nur 3,655 Lira, am frühen Mittwochmorgen waren es schließlich 3,654 Lira.

Prognosen sehen Dollar bei 3,75 Lira

Analysten der Commerzbank glauben jedoch nicht, dass die Entlastung der türkischen Lira von Dauer sein wird. Zwar hat der Ausgang des Referendums vorgezogene Parlamentswahlen unwahrscheinlicher gemacht. Die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei dürften davon jedoch nicht profitieren. Mit weiteren Spannungen ist zu rechnen. Darum gehen die Analysten davon aus, dass es bald wieder zu einer Abwertung der türkischen Lira kommen wird. Sie sehen den Dollar bei 3,75 Lira.

Turbulenzen seit Juli 2016

Bereits seit Juli 2016 steht es nicht besonders gut um die türkische Lira. Der gescheiterte Putschversuch führte zu einem starken Verfall. Stand der Dollar im Juni 2016 noch bei 2,878 Lira, wurde er bis zum 19. Juli auf 3,092 Lira aufgewertet.

Im Januar 2017 erlebte die türkische Lira sogar ein Rekordtief. Für einen Dollar bekam man zweitweise 3,918 Lira. Auslöser für diesen Kursrutsch waren unter anderem enttäuschende Wirtschaftsdaten.

Trotz der Erholung nach dem Referendum bleibt weiterhin mit Turbulenzen bei der türkischen Währung zu rechnen. Wer ein Fremdwährungskonto mit türkischen Lira besitzt, sollte dieses also gut im Auge behalten und womöglich gerade in dieser Entlastungsphase über einen Wechsel zu einer anderen Währung nachdenken. Ebenfalls ordentliche Renditen lassen sich mit einem Tagesgeld bei der Alpha Bank Romania (0,90% p.a., Stand: 19.04.2017) oder einem Festgeld bei der Oney Bank erzielen.


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