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Geldvermögen der Deutschen erreicht neuen Rekordwert

Donnerstag den 20.10.2016

Das Geldvermögen der Bundesbürger ist wieder auf Rekordniveau geklettert. Auf 5,4 Billionen Euro wird dieses zum Ende des zweiten Quartals 2016 beziffert. Im Vergleich zum ersten Quartal entspricht dies einem Anstieg von 0,8 Prozent.

Kontinuierlicher Rückgang bei Spareinlagen

In der Geldbörse sowie auf Giro- und Tagesgeldkonten befanden sich Ende des zweiten Quartals 2016 knapp 1,276 Billionen Euro. Auf Festgeld und Sparkonten insgesamt 853,8 Milliarden Euro. Während das Gesamtvermögen wieder deutlich angestiegen ist, sind die Einlagen auf Sparkonten sowie Sparbriefen kontinuierlich zurückgegangen. Seit Ende des ersten Quartals 2015 sind diese um 22,8 Milliarden Euro auf 603,4 Milliarden Euro geschrumpft. Ein entscheidender Punkt für den Abzug der Gelder dürfte die bereits seit längerem anhaltende Niedrigzinsphase sein, die es Sparern fast unmöglich macht, Sicherheit und Rendite unter einen Hut zu bringen. Bei den Termineinlagen geht es nach einer Talfahrt im letzten Halbjahr 2015 wieder leicht aufwärts.

Für sicherheitsorientierte Bankkunden gibt es kaum Alternativen zu Tagesgeld und Festgeld. Ein schwacher Trost: Angesichts der noch recht niedrigen Inflationsrate können Sparer mit einzelnen Angeboten aus dem aktuellen Tagesgeldvergleich noch eine Realrendite erwirtschaften. Eine niedrige Inflationsrate ist für die Wirtschaft allerdings kein Idealzustand. Mit ihrer lockeren Geldpolitik versucht die Europäische Zentralbank deshalb bereits seit längerem, die Konjunktur anzukurbeln und die Inflationsrate wieder Richtung 2-Prozent-Marke zu treiben. Langsam zeigen sich erste Erfolge, in der Eurozone liegt die Inflationsrate bei 0,40 Prozent, in Deutschland sogar bei 0,70 Prozent.

Wieder mehr Investitionen in Aktien und Investmentfonds

Für eine rentable Vermögensanlage setzen Experten auf die Aufteilung des Vermögens. Dafür muss aus den konservativen Anlageformen in komplexere Geldanlagefelder vorgedrungen werden. Auch wenn das vielen Anlegern nur schwer oder gar nicht gelingen mag, die Zahlen der Bundesbank zeigen wieder mehr Engagement in Aktien und Anteilen in Investmentfonds.

Die Statistik zum Neugeschäft täglich fälliger Einlagen privater Haushalte zeigt, dass die Deutschen den niedrigen Zinsen zum Trotz auch weiterhin auf Tagesgeld & Co. setzen.


 
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