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Russische VTB Bank plant Umzug von Wien nach Frankfurt

Mittwoch den 24.02.2016

Die zweitgrößte russische Staatsbank VTB Bank plant den Umzug ihrer Europazentrale von Wien nach Frankfurt am Main. Laut WirtschaftsWoche soll 2018 in die Bankenhauptstadt übergesiedelt werden. Bereits vor einigen Monaten gab VTB Chef Andrej Kostin an, dass die Europa-Holding restrukturiert werden soll. Ein entscheidender Grund könnte im gut laufenden Einlagengeschäft der deutschen Tochter liegen. Denn Medienangaben zufolge generiert die VTB Bank (Deutschland) AG den Großteil der Einlagen.

Laut WirtschaftsWoche halten insgesamt 177.000 Kunden Einlagen von 3,8 Milliarden Euro bei der Direktbank. Die im Jahr 2011 in Deutschland gestartete VTB Direktbank bietet deutschen Anlegern Zugang zu einer Vielzahl innovativer Anlageprodukte zu vergleichsweise attraktiven Konditionen. Darunter finden sich das VTB Tagesgeld sowie das Festgeldkonto der VTB Direktbank.

Die VTB Bank Austria ist eine hundertprozentige Tochter der an der Londoner Börse notierten VTB Bank in Moskau. Die VTB ist neben der Sberbank Russlands zweitgrößtes Kreditinstitut und zu 60,9 Prozent im Staatsbesitz. Die Sanktionen gegen Russland, der niedrige Ölpreis und der Wertverlust des Rubels haben den Staatshaushalt arg mitgenommen. Seitens des Kremls wurde deshalb auch die Teilprivatisierung großer russischer Staatsunternehmen angestrebt. Darunter würde auch die VTB Bank fallen.


 
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