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Jährliche Inflation in der Euro-Zone sinkt weiter

Montag den 31.03.2014

Die Lage in der Euro-Zone spitzt sich zu. Während die Europäische Zentralbank am Donnerstag dieser Woche ihre monatliche Ratssitzung zu den geldpolitischen Maßnahmen abhalten wird, wurden heute im Vorfeld die Zahlen zur jährlichen Inflation in der Euro-Zone veröffentlicht. Und diese verheißen nichts Gutes, sinkt die Inflation in der Währungsunion doch munter weiter.

Inflation nur noch bei 0,5 Prozent

Wie Eurostat heute bekanntgab, liegt die jährliche Inflation in allen Ländern der Euro-Zone zusammen genommen inzwischen bei nur noch 0,5 Prozent. Dies bedeutet einen nochmaligen Rückgang der Verbraucherpreise im März 2014, nachdem diese für die Euro-Zone im Februar dieses Jahres schon nur noch auf 0,7 Prozent gelegen hatte.

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Die Inflationsrate für die Länder im Euroraum liegt damit so niedrig, wie sie seit dem November des Jahres 2009 nicht mehr gelegen hatte – und dies war zu einer Zeit, in der die globale Wirtschaft in einer weltweiten Krise steckte.

Zielvorgabe von zwei Prozent wird immer weiter verfehlt

Mit der weiter sinkenden Inflation in der Euro-Zone entfernen sich die Verbraucherpreise auch immer weiter von der von der Europäischen Zentralbank ausgegebenen Zielvorgabe von zwei Prozent. Diese ist nach Ansicht der EZB die Voraussetzung für eine Stabilität der Preise – derzeit erleben wir jedoch angesichts der weiter sinkenden Inflationsrate alle andere als eine Preisstabilität.

Stattdessen wird die Deflationsgefahr im Euroraum immer größer und größer – und der Rat der EZB wird am Donnerstag bei seiner Sitzung Maßnahmen beschließen müssen, welche die sinkenden Preise in der Euro-Zone möglicherweise eindämmen könnten.

Doch allzu viele Möglichkeiten gibt es hierfür nicht mehr. Bei einer weiteren Leitzinssenkung bereits im April sind sich die Experten derzeit uneins. Während einige glauben, dass die Europäische Notenbank den bereits im kommenden Monat sinken wird, glauben andere eher, die EZB wird davon derzeit noch Abstand halten und andere Maßnahmen ergreifen.Damit bleibt es abzuwarten, wie sich der EZB-Rat am Donnerstag dieser Woche entscheiden wird – und ob die beschlossenen Maßnahmen dann auch wirklich halten, was sie versprechen.

Quellen:

  • Deutsche Bundesbank
  • Federal Reserve System
  • Bank of Japan
  • Schweizerische Nationalbank
  • Bank of England

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Sinkende Energiepreise ziehen Inflationsrate weiter nach unten

Auch wenn das Sinken der Energiepreise im Februar dieses Jahres mit minus 2,3 Prozent noch höher lag als mit minus 2,1 Prozent im März, so ziehen die sinkenden Energiepreise die Inflationsrate weiter nach unten.

Die höchste jährliche Rate wird indes bei den Dienstleistungen erreichen, aber wie bei der Gesamtteuerung, so kam es auch hier zu einem Rückgang um 0,2 Prozent von bislang 1,3 Prozent im Februar auf nunmehr 1,1 Prozent im März 2014.

Ebenfalls einen Rückgang, und hier sogar noch deutlicher, sieht es beim Preisanstieg bei den Nahrungsmitteln sowie Tabak und Alkohol aus. Während die Teuerungsrate für diesen Teil des Warenkorbs im Februar 2014 noch bei 1,5 Prozent gelegen hatte, sank sie den voraussichtlichen Berechnungen von Eurostat nach im März auf nur noch 1,0 Prozent.