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EZB lehnt detailliertere Protokolle der Ratssitzungen ab

Montag den 10.02.2014

Was in anderen Notenbanken überall auf der Welt gang und gäbe ist, wird auch weiterhin nicht für die Europäische Zentralbank gelten. Die EZB lehnt detailliertere Protokolle der Ratssitzungen ab und wird damit zugleich wohl auch das Abstimmungsverhalten der einzelnen Ratsmitglieder im Verborgenen behalten.

Während die Veröffentlichung der Protokolle der Sitzungen der Federal Reserve, der US-Notenbank, einen wichtigen Faktor für Anleger und Investoren darstellt, in welche Richtung es in Zukunft gehen wird, bleibt die EZB auch weiterhin auf ihrem Kurs. Wie heute bekannt wurde, will die Europäische Zentralbank zwar ihre Ratssitzungen dokumentieren, damit in Zukunft mehr Transparenz möglich ist. Aber wirklich ins Detail will man bei den Sitzungsprotokollen dann wohl doch nicht gehen.

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So sollen diese zwar in Zukunft kommen, damit mehr Transparenz möglich ist, was Anleger wie auch Politiker längst fordern. Doch der genaue Wortlaut, der wird dabei unter den Tisch fallen – was nun auch nicht gerade viel transparenter ist als das bisherige Verfahren, keine Protokolle der Sitzungen zu veröffentlichen und dafür auf der den Ratssitzungen jeweils folgenden Pressekonferenzen zumindest teilweise Fakten an die interessierte Öffentlichkeit zu tragen.

Man mag ja denken, wie man will, über die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank in geldpolitischer Hinsicht, aber das Ganze ist letztlich schon wieder völliger Nonsens. Das ist zumindest unsere Meinung zu der Angelegenheit, denn transparenter wird damit letztlich gar nichts und der Rat der EZB unter dem Vorsitz von EZB-Präsident Mario Draghi wird damit weiter ihr unklares Süppchen kochen. Wie bisher eben. Nur dass ein paar Worte mehr veröffentlicht werden als bisher – doch wie viel werden diese letztlich wert sein?

Die Europäische Zentralbank zeigt damit einmal mehr, wie unwichtig ihr die Kommunikation nach außen hin wirklich ist, auch wenn jetzt „einen auf Transparenz“ versucht wird. Letztlich steht die Europäische Notenbank damit weiter im Abseits, was die Offenheit nach außen hin angeht. Und wird dadurch sicher nicht glaubwürdiger werden, für Kritiker und für Anleger. Vielleicht wird die EZB ja nun doch die Kurve bekommen, aber zu hoffen ist es nicht, da unter der Präsidentschaft von Mario Draghi wohl keine wirklichen Impulse zu erwarten sind, hinsichtlich der geldpolitischen Maßnahmen und auch hinsichtlich der Transparenz nach außen. Zumindest kam bis jetzt nichts, was wirklich zur Krisenbewältigung beitragen konnte wie auch zur verbesserten Glaubwürdigkeit der EZB.


 
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