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Der Euro steigt weiter – Kommt jetzt die nächste Leitzinssenkung?

Freitag den 1.02.2013

Seit Tagen ist der Euro nur noch auf einem Kurs unterwegs: nach oben. Die Gemeinschaftswährung erweist sich im Moment erstaunlich robust, trotz der zahlreichen und immer noch nicht gelösten Probleme in der Euro-Zone. Inzwischen hat der Euro die Marke von 1,36 Dollar übersprungen und steht mit 1,3625 Dollar je Euro auch heute in einem klaren Plus. Die schnelle und hohe Aufwertung des Euro könnte jedoch Konsequenzen haben, die Sparern nicht schmecken könnten: es könnte kommende Woche, wenn der Rat der Europäischen Zentralbank wieder zusammen tritt, eine weitere Senkung des Leitzinses entschieden werden.

Diese geldpolitische Maßnahme könnte den Euro senken, muss es aber nicht. Hier käme es darauf an, ob die Investoren auf den Zug aufspringen und der Euro abgewertet wird, oder eben nicht. In den letzten Jahren, sei es im Laufe der Finanzkrise oder im Rahmen der europäischen Schuldenkrise hat die EZB zahlreiche Maßnahmen beschlossen, den Leitzins mittlerweile auf 0,75 Prozent gesenkt. Wirklich nachhaltige Wirkung hat jedoch keine der Entscheidungen der Europäischen Zentralbank gezeigt. Stattdessen sind die Zahlen bei Konsumentenkrediten rückläufig, und nicht nur Sparer laufen inzwischen Sturm gegen die Niedrigzins-Politik von EZB-Chef Mario Draghi und den meisten seiner Ratsmitglieder.

Sollte der niedrige Leitzins nicht zu einer Abwertung des Euro führen, der nach Expertenmeinung deutlich zu hoch bewertet wird, sind zwei Wege denkbar: die Europäische Zentralbank wirft die Gelddruckmaschine noch stärker als bisher an, um durch eine weitere Erhöhung der Geldmenge (siehe dazu die Statistiken auf unserem Portal) den Wert der eigenen Währung zu drücken. Sollte dies auch nicht wirken, ist in den kommenden Jahren durchaus auch eine Währungsparität zu erwarten, in dem der Euro an den Dollar gebunden wird.

Noch ist bis dahin jedoch ein weiter weg. Die Bindung an den Dollar wäre die letzte Lösung für die europäischen Währungshüter, um eine zu hohe Überbewertung des Euro zu erreichen, wenn alle anderen Maßnahmen wie beispielsweise ein niedriger Leitzins und eine hohe Geldmenge in der Euro-Zone scheitern.


 
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