1,07% p.a.



Langfristiges Sparen lohnt sich nicht mehr

Freitag den 24.05.2013

Die Sparneigung, die im Rahmen der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland ermittelt wird, ist auf einen neuen historischen Tiefststand gesunken. Während es im Bereich des kurzfristigen Sparens immer noch halbwegs gute Zinsen gibt, sieht es beim langfristigen Sparen längst nicht mehr so gut aus in Sachen Zinsen.

Während das Sparen über viele Jahre hinweg früher einstmals eine durchaus gute Möglichkeit der Geldanlage war, sehen die Zeiten inzwischen anders aus. Am gravierendsten zeigt sich dies in einem Beispiel für die zehnjährige Laufzeit beim Festgeld für eine Anlagesumme von 10.000 Euro. Wie der Festgeldrechner auf zeigt, liegen die Zinsen für diesen Anlagezeitraum inzwischen nur noch bei einem einzigen Festgeld überhaupt über drei Prozent p.a. Bei einem weiteren Festgeld liegen die Zinsen auf 2,90 Prozent p.a., der Rest darunter bietet nicht einmal mehr Zinsen in dieser Höhe an.

Dies zeigt, wie prekär die Lage bei den Zinsen inzwischen ist. Hier lohnt sich bei weitem keine Anlage mehr, und schon gar nicht über einen solch langen Zeitraum. Dies bedeutet, dass Sparer nach anderen Anlagearten suchen müssen, wenn sie entweder höhere Zinsen erhalten möchten – oder aber ihr Geld parken möchten, bis das allgemeine Zinsniveau wieder deutlich steigt.

Eine höhere Rendite bedeutet jedoch zugleich, dass dafür die Sicherheit flöten geht, da die Gesetzliche Einlagensicherung für Anlagearten wie Währungen und auch für Zertifikate nicht gilt. Und auch für Edelmetalle und deren Kursverluste steht die Einlagensicherung nicht ein. Eine vergleichbar hohe Sicherheit hingegen bietet das Tagesgeld. Dieses hat zwar derzeit ein Zinsniveau unter zwei Prozent, dafür sind Tagesgeldkonten deutlich flexibler als Festgeldkonten. Das Geld auf einem Tagesgeldkonto ist nicht für Jahre festgelegt, sondern kann, wenn sich die Zinsen anderer Anlagearten verbessern, schnell neu angelegt werden – und dies ohne dass es zu einem Zinsverlust kommt.

Begründet ist dies in einer wichtigen Tatsache: beim Tagesgeld gibt es keine Kündigungsfrist, die eingehalten werden muss, wie es beispielsweise beim Sparbuch der Fall ist. Dadurch liegen die Tagesgeldzinsen zwar höher als die Zinsen für Festgeldkonten  mit langer Laufzeit, auf der anderen Seite ist das angesparte Geld aber nicht an Fristen und Laufzeiten gebunden und kann immer wieder neu angelegt werden, da, wo die Rendite gut ist und wo es sich gerade lohnt, das Geld einigermaßen sicher anzulegen.


 
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