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Inflationsanleihen

Festgeldzinsen berechnen

Immer mehr Anleger suchen nach Möglichkeiten, das Vermögen vor den negativen Auswirkungen von Inflation zu schützen. Da sich mit Tagesgeld und Festgeld kaum noch Zinsen erwirtschaften lassen, die über der Inflationsrate liegen, können renditeorientierte Anleger zu Inflationsanleihen greifen. Bei Inflationsanleihen oder auch inflationsindexierten Anleihen handelt es sich um Wertpapiere, bei denen Zins und Rückzahlung an einen Verbraucherpreisindex gekoppelt sind. Inflationsanleihen sind von der Entwicklung am Aktienmarkt vollkommen unabhängig.

Wie funktionieren Inflationsanleihen?

Bei Inflationsanleihen handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen, die sich an der Teuerungsrate orientieren – gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex ohne Tabakwaren (HVPI ex Tabak). Der reale Geldwert bleibt erhalten, und zwar unabhängig davon, wie stark die Preissteigerung ausfällt. Mit der Inflationsrate steigen auch die Zinsen.

Der Rückzahlungsbetrag setzt sich aus dem Nettowert der Inflationsanleihe und dem so genannten Inflationsausgleich zusammen.

Welche Chancen bieten inflationsindexierte Anleihen?

Investoren haben die Möglichkeit, von attraktiven Kuponzahlungen abhängig von der Veränderung des Verbraucherpreisindex zu profitieren. Viele Emittenten sichern eine Mindestverzinsung zu, die der Käufer auch dann erhält, wenn der Index darunterfällt. Hinsichtlich der Kursentwicklung seiner Anleihe geht der Käufer somit kein Risiko ein.

Welche Risiken beherbergen Inflationsanleihen?

Zwar garantieren fast ausnahmslos alle Emittenten den Käufern 100prozentigen Kapitalschutz, dieser bezieht sich allerdings nur auf die Fälligkeit ihrer Anleihe. Zwischenzeitlich sind die Papiere Kursschwankungen ausgesetzt, so dass Kursnotierungen deutlich unter dem Nennbetrag der Anleihe möglich sind.

Inflationsanleihen unterliegen nicht der Einlagensicherung. Bei diesen Zertifikaten handelt es sich Schuldverschreibungen, die ein Emittentenrisiko beinhalten. Wird die herausgebende Bank insolvent, droht Anlegern ein Totalverlust. Als Vorsorgeinstrument sind inflationsgeschützte Anleihen somit weniger geeignet.

Zudem beschreiben Experten die Inflationsanleihen als eher undurchsichtig, so dass Anbieter diese mit versteckten Kosten versehen können. Unerfahrene Investoren sollten sich nach alternativen Anlagemöglichkeiten umschauen.

Worauf ist bei der Auswahl zu achten?

Bei den inflationsgeschützten Anleihen gibt es vielfältige Angebote. Laufzeiten, Bedingungen und Kosten können teilweise stark voneinander abweichen. Vor allem Kosten und Gebühren beeinflussen unmittelbar die Rendite. Der übliche Ausgabeaufschlag entfällt in der Regel beim Erwerb der Inflationsanleihen während der Zeichnungsfrist. Beim Kauf einer Neuimmission muss der Anleger mit Ausgabeaufschlägen rechnen, die sich zwischen einem und 1,50 Prozent bewegen.

Wie werden Inflationsanleihen versteuert?

Inflationsgeschützte Anleihen unterliegen der Abgeltungssteuer. Wenn der Sparerpauschbetrag von 801 Euro überschritten ist, gehen von Zinserträgen und Kursgewinnen je 25 Prozent an den Fiskus. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer kommen ebenfalls hinzu.

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